Bildungssystem in Österreich


Von einer Pseudopolyglobulie spricht man, wenn chronische Durchfälle und anhaltendes Erbrechen den Flüssigkeitsgehalt des Körpers reduzieren und so den relativen Gehalt an roten Blutkörperchen, letztlich also auch den Blutwert heraufsetzen.

Inhaltsverzeichnis


Auch das ist eine Frage des zu untersuchenden Blutwertes. Durchflusszytometrie und Teststreifen liefern sehr schnell ein Ergebnis, wohingegen ein Western Blot für die Analyse viraler Antigene inklusive der Vorbereitungen und Auswertungen immer noch Stunden dauert. Zudem muss man solche Verfahren immer noch einzeln von Hand durchführen, sodass das Labor den entsprechenden Befund erst nach einigen Tagen erheben kann. Meistens werden die Proberöhrchen einmal am Tag abgeholt.

Inzwischen erfolgt die Abfrage der Blutwerte meist digital, sodass die Blutwerte von Ihrer Praxis über eine Datenverbindung einsehbar sind.

Daher stehen viele Blutwerte bereits am nächsten Tag zur Verfügung, andere erst nach zwei oder drei Tagen. Spezielle Untersuchungen dauern sogar noch länger. Das sind die reine Anzahl der Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten. Meist erfolgt die Zählung mithilfe eines Durchflusszytometers , über Laserdiffraktion oder Wellenwiderstand. Moderne Hämatologie-Analysatoren werden immer noch ausgefeilter.

Einige stellen vollautomatisch Ausstriche des Blutes her und zählen die einzelnen Zellen mikroskopisch aus. Das geht schnell und effektiv: Viele chemischen Reaktionen brauchen unter normalen Umständen sehr viel Energie, um in Gang zu kommen.

Ein Katalysator setzt diese Aktivierungsenergie so weit herab, dass sie bei normalen Temperaturen und mit wenig Energieaufwand ablaufen können.

Die Blutwerte vieler im Körper vorkommender Enzyme sind normalerweise relativ niedrig, da im Serum selbst relativ wenige vorhanden sind. Die prominentesten Beispiele hierfür sind die Leberwerte und die Nierenwerte.

Leber wie auch Nieren sind sehr wichtige Organe im Stoffwechsel. Die Leber ist an einer Vielzahl von Synthesen beteiligt und das Organ, in dem die meisten Abbaureaktionen stattfinden. Was der Körper schlussendlich nicht mehr benötigt, gelangt mit dem Blut in die Nieren, die diese Stoffwechselendprodukte mit den Urin ausscheiden. Nierenwerte sind vorwiegend Abfallsubstanzen, die wie Harnstoff und Harnsäure als erhöhte Blutwerte auftauchen, weil die geschädigten Nieren sie nicht mehr ausreichend schnell ausscheiden.

Daher entziehen die Körperzellen nach einer Mahlzeit dem Blut nicht mehr schnell genug die darin enthaltene Glukose. Somit steigt der Blutwert an und lässt sich als erhöhter Blutzucker bestimmen. Dieser Blutzuckerwert ist immer nur eine kurzfristige Aufnahme des momentanen Blutwertstatus. Ersterer Blutwert ist darauf zurückzuführen, dass das Hämoglobin der roten Blutkörperchen mit einem Glukoserest beladen wird.

Anhand dieser Beladung lässt sich zurückverfolgen, wie sich der Blutwert der Glukose in den letzten Wochen entwickelt hat. Entzündungszeichen oder Entzündungsparameter sind alle Blutwerte, die bei einer Entzündung irgendwo im Körper erhöht erscheinen.

Es sind vor allem zwei Typen von Blutwerten, die sich bei Krebs, Bestrahlung und Chemotherapie verändern. Klinisch wichtig sind vor allem die Tumormarker. Dabei handelt es sich um Substanzen, die Krebszellen freisetzen oder der Körper als Reaktion auf einen Tumor herstellt. Die Blutwerte eines absolut idealen Tumormarkers würden bei gesunden Menschen bei null liegen, erst beim Vorhandensein von Krebszellen im Körper nachweisbar sein und dann ein sicheres Zeichen für diese Erkrankung darstellen.

Leider entsprechen die Tumormarker diesem Idealtyp von Spezifität und Sensitivität nur bruchstückhaft. In der Regel sind sie bereits bei gesunden Menschen vorhanden und erhöhen sich auch bei einer Reihe anderer Krankheiten.

Andererseits schädigen Chemotherapie und Bestrahlung alle schnell wachsenden Zellen. Daher bestimmt man vor jeder neuen Therapiesitzung den Blutwert der Leukozyten im Differenzialblutbild.

Sind die Blutwerte zu niedrig, verschiebt man meistens die Chemo und wartet ab, bis sich die Blutwerte erholt haben. Alkohol und Drogen schädigen die Leber , da diese hauptsächlich für den Abbau von Stoffwechselprodukten und das Unschädlichmachen von Fremdsubstanzen verantwortlich zeichnet.

Leberzirrhose beispielsweise führt zu massiven Schäden des Leberparenchyms. Dadurch gehen Leberzellen Hepatozyten zugrunde und setzen vor allem lebertypische Enyzme frei. Rauchen schädigt vorwiegend die Atemwege, allen voran die Lunge. Das kommt vor allem auf Ihre Erkrankungen an. Einige Blutwerte muss man täglich mehrfach bestimmen, vor allem den Blutzucker bei insulinpflichtigen Diabetikern. Nur so kann man abschätzen, wie viele Einheiten Insulin man spritzen muss, um den Blutzucker im Normbereich zu halten.

Einige Blutwerte verfolgt man, um das Anschlagen einer medikamentösen Therapie zu verfolgen , wie die Gerinnungsfaktoren bei der Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Antikoagulanzien, Digitalispräparate bei der Behandlung einiger Herzbeschwerden und Schilddrüsenhormone bei der hormonellen Substitutionstherapie mit L-Thyroxin.

Am einfachsten sind bessere Blutwerte zu erzielen, wenn ein Mangel vorliegt. Vitamin- oder Eisenmangel kann man durch entsprechende Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel ausgleichen. Nachhaltigere Umstellungen in der Lebensweise sind zur Verbesserung der Blutwerte von Cholesterin und Triglyceriden nötig. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist das eine bewährte Methode, mit der sich das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen deutlich reduzieren lässt. Nicht nur in Blutwerten schlagen sich Krankheiten nieder, sondern auch im Urin.

In diesem Fall spricht man von den Urinwerten. Im Harn sind sie noch einfacher zu bestimmen als die Blutwerte, da einige Milliliter Urin ausreichen und man nicht erst mit Spritze und Kanüle arbeiten muss. Viele Parameter sind mittlerweile mit einfachen Teststreifen abschätzbar, die man nur eine Sekunde in Urin eintaucht. Auf dem Streifen liegen mehrere bunte Testfelder nebeneinander, die sich je nach Urinwert farblich verändern. Anhand von Referenzfarben auf der Verpackung lassen sich die ungefähren Urinwerte schnell und einfach ablesen.

Die Niere ist unser wichtigstes Ausscheidungsorgan. Vieles von dem, was im Körper schief läuft, landet früher oder später in den Harnwegen und lässt sich dort nachweisen. Bestes Beispiel hierfür ist die Glukose bei Diabetes.

Andererseits führen Schädigungen der Niere zu einer herabgesetzten Nierenfunktion. Dadurch erscheinen viele Substanzen im Urin, die die Niere normalerweise im Blut belässt. Man muss sich das etwa so vorstellen wie einen kaputten Kaffeefilter: Für die beschriebenen Teststreifen und die meisten Laboranalysen reicht der Mittelstrahlurin aus.

Dazu lässt man zunächst einige Milliliter Urin ablaufen, bevor man etwas von dem nachfolgenden Strahl sammelt. In den ersten Millilitern sind Bakterien oder Zellen aus dem Epithel der Harnröhre vorhanden, die das Ergebnis verfälschen. Daher lässt man diese erst einmal herausspülen. Der eigentliche Urin selbst ist steril. Den ersten Morgenurin verwirft man, da dieser über Nacht in der Blase gestanden hat und die Messung dadurch beeinträchtigt würde.

Der Sammelurin ergibt ein wesentlich repräsentativeres Bild als die Momentaufnahme des Mittelstrahlurins, die sich im Laufe des Tages mehrfach ändert. Zwei, drei Tassen Morgenkaffee haben einen beträchtlichen harntreibenden Effekt, sodass der Urin mit mehr Wasser und weniger anderen Inhaltsstoffe daherkommt als sonst.

Die meisten klinisch relevanten Urinwerte lassen sich im Labor wie bereits beschrieben mit Teststreifen abschätzen. Im Labor kann man diese Ergebnisse mit den entsprechenden Messverfahren noch wesentlich genauer bestimmen, falls das erforderlich sein sollte. Dem Labor vorbehalten bleibt beispielsweise die Bestimmung von Bakterien , die normalerweise im Mittelstrahlurin nichts zu suchen haben. Start Blutwerte Laborwerte Was ist ein Blutbild?

Alle Blutwerte und Laborwerte verständlich erklärt Autor: Die Analyse der Blutwerte besitzt in der Medizin einen hohen Stellenwert. Wir helfen Ihnen auf dieser Seite Ihre Blutwerte zu verstehen.

Was bedeuten Ihre Blutwerte? Wie hoch sind die Normwerte, was bedeuten die Abkürzungen. Warum ist das verstehen der Laborwerte wichtig?

Die Blutwerte Tabelle von Dr. Wenn Sie eine inhaltlichen Hinweis für uns haben wenden Sie sich gern an unsere Redaktion: Unsere Datenschutzerklärung gibt Ihnen die notwendigen Informationen. Personalisierte Google Werbung und Cookies können Sie dort abschalten. Indem Sie unsere Webseite benutzen, stimmen Sie — jederzeit widerruflich — unserer Datenverarbeitung zu.

Blutwerte der allgemeinen Labordiagnostik. In Form von Natriumchlorid Kochsalz ist es in allen Lebensmitteln vorhanden. Natrium ist wesentlicher Bestandteil der Reizleitung des Nervensystems und an der Kontraktion von Skelettmuskulatur und Herz beteiligt. Kalium ist zusammen mit Natrium an vielen Körperfunktionen wie der Muskelkontraktion und der Weiterleitung von Nervenimpulsen beteiligt.

Kaliumreiche Nahrungsmittel sind Bananen, Vollkornprodukte, Kartoffeln und Nüsse, wenn der Blutwert einmal unter den Normbereich absinken sollte. Calcium ist nach Natrium und Kalium das dritte der für den Körper wichtigsten Kationen. Dadurch ist es der Mineralstoff, der im menschlichen Körper am häufigsten vorkommt etwa ,5 Kilogramm.

Calcium ist wie Kalium und Natrium wichtig für Nervenleitung und Muskelkontraktion, spielt aber auch in einem gesunden Immunsystem und bei der Blutgerinnung eine wesentliche Rolle.

Als Gegenspieler der drei wichtigsten Kationen ist es am Aufbau eines Spannungsgefälles zwischen Intra- und Extrazellularraum beteiligt. Aus diesem Ruhepotential wird durch Verlagerung der Ionen ein Aktionspotential, etwa bei der Nervenleitung oder der Muskelkontraktion.

Ferner ist Chlorid wichtig für den Wasserhaushalt des Körpers und die Verdauung. Es findet sich als Natriumchlorid in praktisch allen Nahrungsmitteln. Veränderungen des Blutwertes sind selten.

Kupfer ist ein Spurenelement, das im Körper nur in geringen Mengen vorkommt, als Bestandteil vieler Enzyme jedoch wichtig ist. Dazu gehört der Elektronentransport der Atmungskette oder das für die Pigmentierung zuständige Enzym Tyrosinase. Hohe Blutwerte finden sich auch bei Diabetikern und in der Schwangerschaft.

Kupfermangel mit niedrigen Blutwerten tritt bei der Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson, der Aufnahmestörung Menkes-Syndrom und dem nephrotischen Syndrom der Niere auf. Die Knochen dienen als Magnesiumspeicher, daher führt Magnesiummangel zu Osteoporose. Magnesium ist wichtig für den Energiestoffwechsel, Hormonhaushalt, Muskelaktivität von Skelett- und Herzmuskel.

Glucose Blutwert — nüchtern, Vollblut. Bei der anaeroben Glykolyse geschieht das ohne Sauerstoff beispielsweise im überanstrengten Muskel: Der Blutglukosespiegel wird durch das Pankreashormon Insulin genau im genannten Referenzbereich gehalten. In beiden Fällen steigt der Blutwert an und führt auf Dauer zu schweren Folgeerkrankungen wie Wundheilungsstörungen, Neuropathien und Nierenfunktionsstörungen. Vor allem die Leber gibt ihn an das Blut ab. Daher ist der Blutwert des Harnstoffes ein wichtiger Parameter für die Nierenfunktion, der bei Niereninsuffizienz und Nierenversagen oder nach hohem Flüssigkeitsverlust erhöht ist.

Zu niedrige Blutwerte deuten auf Leberkrankheiten oder Proteinmangel hin. Kreatinin Blutwert im Serum. Kreatinin ist ein Abbauprodukt des Kreatins, das vor allem im Muskel als Energiereserve dient.

Es wird in Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse gebildet und an das Blut abgegeben. Eine Erhöhung des Blutwertes von Kreatinin wird durch verschiedene Medikamente Cyclosporin, Cotrimoxazol , die die Niere in Mitleidenschaft ziehen und andere Formen von Niereninsuffizienz und Nierenversagen hervorgerufen. Erniedrigte Blutwerte treten bei Schwangerschaft, Diabetes und verminderter Nierendurchblutung auf.

Eisen Blutwert zu hoch Eisen Blutwert zu niedrig. Will man einen Eisenmangel sicher feststellen, muss man gleichzeitig die Blutwerte der Eisenspeicher Transferrin und Ferritin mit bestimmen. Allgemein bedeuten niedrige Blutwerte für Ferritin Eisenmangel. Ist der Blutwert für Eisen zusammen mit Ferritin erhöht und dabei Transferrin erniedrigt, liegt das an einer Hämochromatose, Blutmangel Anämie , Leberschädigung oder Behandlung mit Östrogenen. Eisen und Ferritin erniedrigt bei erhöhtem Transferrin kann ein Hinweis auf blutungsbedingten Eisenverlust oder Resorptionsstörungen Morbus Crohn, Colitis ulcerosa sein und tritt auch in der Schwangerschaft und bei Dialysepatienten auf.

Ist der Blutwert für Eisen zusammen mit Transferrin niedrig und Ferritin hoch, liegen beispielsweise chronische Entzündungen oder Tumoren vor. Das Enzym ist in praktisch allen Zellen vorhanden und an der Bildung von Milchsäure Lactat bei der anaeroben Glykolyse zur Energiegewinnung beteiligt. Als Erkennungszeichen eines Herzinfarktes hat das wesentlich spezifischere Troponin die LDH abgelöst und wird nur noch zur Diagnose länger zurückliegender Infarkte bis drei Wochen verwendet.

Durch den Zerfall der Erythrozyten kann der Blutwert fälschlich erhöht erscheinen, wenn man die Blutprobe nicht rechtzeitig in Serum und Sediment trennt, zu lange lagert oder falsch behandelt Schütteln. Daneben ist die LDH nach schwerer körperlicher Arbeit oder Leistungssport erhöht, ohne dass das bedenklich wäre. Daher taucht sie im Blut nur dann auf, wenn die Zellen geschädigt und Mitochondrien freigesetzt wurden. Sie steigt nach deren Schädigung schnell an und gilt daher als Leberenzym und Indikator für eine Schädigung des Leberparenchyms.

Da sie eine relativ kurze Halbwertszeit hat, sinkt der Blutwert nach der Schädigung sehr schnell wieder ab. Ferner steigt der Blutwert infolge einer Leberentzündung Hepatitis , bei Fettleber Steatosis hepatis und Lebertumoren hepatozelluläres Karzinom oder Metastasen in der Leber an.

Che Blutwert zu hoch Die Normwerte der Pseudo- oder unspezifischen Cholinesterase hängen sehr stark von der verwendeten Labormethode ab. Bilirubin Wert gesamt im Serum. Amylasen sind Enzyme, die Stärke spalten. Fructosamine entstehen durch die Reaktion von Fruchtzucker Fructose mit den Aminogruppen von Aminosäuren. Osmose bezeichnet die Diffusion von Teilchen durch eine semipermeable oder selektiv permeable Membran. Cholesterin ist ein Lipid, das in allen tierischen und menschlichen Zellmembranen vorkommt.

Die verschiedenen Formen des Cholesterins werden klassisch nach ihrer Dichte entsprechend ihres Sedimentationsverhalten in der Ultrazentrifugation bezeichnet. Ammoniak ist ein starkes Zellgift, das im Blut eigentlich nichts zu suchen hat. Laktate sind die Salze der Milchsäure. Bei der Bestimmung des Phosphates im Serum muss man darauf achten, dass der Patient nüchtern ist und die Blutwerte starken Schwankungen im Tagesverlauf unterliegen.

Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan des Menschen. Alkalische Phosphatase AP-Wert gesamt. Sie verhindert Blutverluste und ist Voraussetzung für die Wundheilung.

In der Labordiagnostik lassen sich die Blutwerte verschiedener der an diesen Prozessen beteiligten Proteine und Enzyme nachweisen, um die Funktionsfähigkeit der Blutgerinnung zu überprüfen. Denn Störungen der Blutgerinnung verursachen Thrombosen, Embolien oder führen zu einer erhöhten Blutungsneigung, die schlimmstenfalls zu inneren Blutungen und Tod führen. Für die Bestimmung dieses Blutwertes verwendet man Citratblut, in dem vorgegebenes Citrat das enthaltene Calcium bindet und eine vorzeitige Gerinnung vor dem Test verhindert.

Für die Koagulometrie nach Quick verwendet man lediglich das abzentrifugierte Serum. Man gibt Calcium im Überschuss und Gewebethromboplastin zu und beobachtet, wie viele Sekunden es bis zur Bildung von Fibrinfäden und damit zum Eintritt der Gerinnung dauert. Den Quick-Wert bestimmt man vor allem in der Verlaufskontrolle einer Behandlung mit blutverdünnenden Medikamenten Antikoagulanzien wie Marcumar oder im Vorfeld einer Operation. Der Blutwert ist selten erhöht; gegebenenfalls ist das ein Effekt von Penicillin oder Barbituraten.

PTT-Wert im Plasma i. Die Blutgerinnung wird durch Calcium, Phospholipiden und Aktivatoren in Gang gesetzt und die dafür benötigte Zeit gemessen. Ebenso ist dieser Blutwert zur Einschätzung des Blutungsrisikos vor einer Operation geeignet. PTZ-Wert im Plasma i. Mit diesem Clotting -Test kann man einen Mangel an Fibrinogen diagnostizieren. Alle anderen Faktoren, die im Vorfeld physiologisch eine Rolle spielen, sind damit bereits vorgegeben und beeinflussen das Testergebnis nicht.

Ein zu hoher Blutwert bedeutet einen Mangel an Fibrinogen Hypofibrinogenämie oder ein komplettes Fehlen Afibrinogenämie. Ebenfalls erhöht ist er nach Fibrinolysetherapie mit Streptokinase, Staphylokinase oder Urokinase zur Auflösung von Blutgerinnseln nach Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bei Neugeborenen ist die PTZ erhöht, da sie ihre Blutgerinnungskaskade erst vervollständigen müssen und daher einen vorübergehenden Fibrinogenmangel aufweist. Verkürzte PTZ ist klinisch nicht relevant.

Fibrinogen im Plasma i. Fibrinogen Faktor I ist wichtig für den letzten Schritt der Blutgerinnung, bei dem es durch Calcium und Thrombin in Fibrin umgewandelt wird. Hergestellt wird Fibrinogen in der Leber. Der Blutwert des Fibrinogens wird in durch Citrat ungerinnbar gemachtem Blut bestimmt.

Dazu wird die Gerinnungskaskade durch die Zugabe von lyophilisiertem Thrombin gestartet. Dazu leitet man Citratblut mit konstanter Flussrate und gleichbleibendem Druck durch eine Teflonkapillare und eine mit Collagen als Endothelersatz und Epinephrin als Aktivator beschichtete Blende Apertur. Beide Substanzen aktivieren die Blutgerinnung und führen zur Adhäsion und Aggregation der darin enthaltenen Blutplättchen. Blutwerte im Kleinen Blutbild.

Das kleine Blutbild ist ein Standardtest und die häufigste Blutuntersuchung beim Menschen. Es dient der schnellen Erstdiagnose von Infektionen, Entzündungsreaktionen, Blutgerinnungsstörungen oder Tumorerkrankungen. Dementsprechend setzt man es auch zur Verlaufskontrolle bei der Therapie entsprechender Erkrankungen ein, bei Verdacht auf Blutbildungsstörungen und vor Operationen. Man bestimmt die Anzahl der verschiedenen Blutzellen inklusive der Blutplättchen und ihr Verhältnis zueinander wie auch die Konzentrationen des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und andere wichtige Parameter der roten Blutkörperchen.

Das kleine Blutbild ist die Grundlage weiterer Bestimmungen wie des Differenzialblutbildes und der Leber- und Nierenwerte. Für das kleine Blutbild im Labor verwendet man ungerinnbar gemachtes Blut aus der Armvene, für sofortige Messungen genügt ein kleiner Bluttropfen aus der Fingerkuppe. Vollautomatisierte Geräte bestimmen die entsprechenden Parameter binnen kürzester Zeit und vergleichen sie mit den Normwerten.

Werden viele davon durch Signalstoffe angelockt, führt das zu einer Entzündung. Erhöhte Leukozytenzahl Leukozytose kann auch bedeuten, dass viele Antikörper gebildet werden, so auch im Rahmen von Autoimmunerkrankungen wie Heuschnupfen, Hausstauballergie, Hashimoto-Thyreoiditis oder Lupus erythematodes.

Verschiedene Vergiftungen führen ebenfalls zu hohen Leukozytenzahlen. In extremer Form ist das auch bei Blutkrebs Leukämie der Fall. Schädigung des Knochenmarks durch Bestrahlung oder Chemotherapie vermindert die Produktion der Leukozyten. Daher führt man unmittelbar vor jeder Chemotherapie-Sitzung ein kleines Blutbild durch. Die lymphatischen Organen können sie bei Bedarf freisetzen. Man unterscheidet B-Lymphozyten und T-Lymphozyten.

Dagegen erkennen die T-Lymphozyten Antigene, die von körpereigenen Zellen auf ihrer Oberfläche präsentiert werden. Sie sorgen für die Beseitigung der erkrankten oder von Viren befallenen Zellen zytotoxische T-Lymphozyten, Killerzellen.

Einige T-Zellen sind für das immunologische Gedächtnis zuständig und veranlassen eine schnelle Immunreaktion bei erneutem Kontakt mit einem Antigen. Der Blutwert der Lymphozyten ist bei Leukozytosen, verschiedenen Leukämien und Lymphomen erhöht, bei Leukopenien erniedrigt.

In der alten pathologisch-mikroskopischen Untersuchung unterschied man zwischen Mixed Cell -Lymphomen, diffusen Mixed Cell -Lymphomen und Mixed Small and Large Cell -Lymphomen gemischt kleinzellig und nicht-kleinzellig. Mittlerweile fasst man diese als Non-Hodgkin-Lymphome zusammen. Ansonsten spielt dieser Blutwert labordiagnostisch keine Rolle. Neutrophile Granulozyten Werte stabkernige N.

Wenn der Blutwert infolge einer Neutropenie absinkt, steigt das Risiko von Infektionen. Hauptsächlich betroffen sind davon Häute und Schleimhäute, die von Staphylokokken und Streptokokken besiedelt werden.

Umgekehrt gibt es eine Reihe klinisch relevanter Noxen, die den Blutwert der Neutrophilen herabsetzen. Erythrozyten Wert zu hoch. Erythrozyten Wert zu niedrig. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff. Hämoglobin Blutwert zu hoch Hämoglobin Blutwert zu niedrig. Der Hämatokrit bezeichnet den Anteil der Erythrozyten am Blutvolumen. Erhöhungen und Erniedrigungen des Blutwertes haben die gleichen Ursachen wie die von Hämoglobin und Erythrozyten. Niedriger Hämatokrit tritt bei Überwässerung und Anämien auf.

Einen erhöhten Blutwert kann man relativ schnell durch die Zufuhr von viel Flüssigkeit herabsetzen. Er gehört zu den Erythrozytenparametern, die in der Regel zusammen bestimmt werden: Der Hämoglobingehalt eines einzelnen Erythrozyten schwankt aus den gleichen Gründen wie das Gesamt-Hämoglobin: Bei Erhöhungen liegen Durchfälle oder Darmerkrankungen, Alkoholmissbrauch, Nierenerkrankungen, Leberzirrhose oder Krebserkrankungen vor.

Wie das MCV dient der MCH der Klassifikation von mikrozytären, normozytären und makrozytären Anämien; Erythrozyten mit vermindertem Hämoglobingehalt bezeichnet man als hypochrom, mit normalem als normochrom und solche mit erhöhter Hämoglobinmenge als hyperchrom. Thrombozyten oder Blutplättchen englisch platelets sind streng genommen keine echten Zellen, da ihnen ein Zellkern fehlt. Danach lösen sie die sekundäre Hämostase aus, indem sie die Blutgerinnungskaskade aktivieren.

Diese führt zur Bildung eines stabilen Thrombus, der aus dem lockeren Vorgänger durch die Bildung von Fibrinfäden zusätzlichen Halt erfährt. Daraus ergeben sich die Konsequenzen eines zu niedrigen oder zu hohen Blutwertes: Erhöhte Thrombozyten-Blutwerte Thrombozytose findet man bei starken Blutungen, Infektionen und Entzündungen sowie verschiedenen Tumoren.

Sie treten auch generell nach Operationen auf, bei einer Auflösung der roten Blutkörperchen Hämolyse , Entfernung der Milz Splenektomie und bei myeloproliferativen Erkrankungen Polyzythämie und Thrombozythämie. Retikulozyten Proerythrozyten sind die unreifen roten Blutkörperchen, die die Normoblasten orthochromatische Erythroblasten des Knochenmarks bilden. Daher spiegelt ihr Blutwert die Aktivität des Knochenmarks bei der Produktion der Erythrozyten wider.

Klinisch interessant ist der Blutwert für die Retikulozyten bei der Differenzialdiagnose von Anämien. Früher geschah das nach Färbung unter dem Mikroskop, heute übernehmen Durchflusszytometer diese Aufgabe in Sekundenschnelle. Gegebenenfalls lassen sich auch Vorstufen und unreife Formen aller Blutkörperchenarten feststellen. Insgesamt dient das Differenzial-Blutbild der Differenzialdiagnose von Leukämien und Lymphomen, allergischen Reaktionen, Autoimmunerkrankungen, Entzündungen und Infektionen.

Die reifen neutrophilen Granulozyten haben einen meist drei- bis vierteiligen Kern und stellen den Hauptanteil des Blutwertes der Neutrophilen. Angelockt von Botenstoffen verlassen sie die Blutbahn, treten ins Gewebe über und vernichten als Fresszellen Phagozyten eingedrungene Bakterien oder Zelltrümmer. Unreife neutrophile Granulozyten weisen einen länglichen, stabförmigen Kern auf.

Sie reifen recht schnell heran, sodass ihr Anteil am Blut und somit ihr Blutwert lediglich wenige Prozent ausmacht. Im Blut zirkulieren davon nur etwa vier Prozent.

Die Blutwerte sind bei Infektionen erhöht, bei Lymphomen, Malignomen oder Lupus erythematodes erniedrigt. Eosinophile Granulozyten haben ihren Namen von der Anfärbbarkeit mit basischen Farbstoffen Eosin erhalten. Die kleinen Vesikel im Zellinneren erscheinen daraufhin rötlich.

Sie dienen vor allem der Beseitigung von Einzellern, Würmern und anderen Parasiten durch Phagozytose und sind bei allergischen Reaktionen Heuschnupfen, Asthma, Hausstaubmilben-Allergie erhöht. Bei einigen Infektionen ist der Blutwert langfristig erhöht, so bei Masern und Scharlach. Sie werden im Knochenmark gebildet, gelangen ins Blut und wandern von dort aus bald in das Gewebe ein, wo sie sich zu Makrophagen umwandeln.

Makrophagen sind die wichtigsten Fresszellen des Immunsystems, die Bakterien und Zelltrümmer beseitigen und im Zellinneren verdauen. Daher finden sich hohe Blutwerte Monozytosen vor allem bei bakteriellen Infektionen, Parasitenbefall, Autoimmunerkrankungen wie den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Leukämie AML , aber auch Lungen- und Mammakarzinomen.

Ursache für eine Anisozytose sind Blutbildungsstörungen wie Eisenmangelanämien. Mit dem Blutwert Polychromasie bezeichnet man eine untypische Anfärbbarkeit der Erythrozyten. Normalerweise lassen sie sich mit basischen Farbstoffen wie Eosin rosa anfärben Orthochromasie, regelrechte Anfärbbarkeit.

Bei einer Polychromasie färben sie sich auch mit sauren Farbstoffen wie Methylenblau oder Kristallviolett Polychromatozyten. Man findet dieses Phänomen bei der perniziösen Anämie infolge Vitamin BMangel, Bleivergiftungen oder den Thalassämien mit genetischem Defekt in Hämoglobinsynthese oder -abbau.

Als Retikulozyten Proerythrozyten bezeichnet man unreife rote Blutkörperchen. Sie werden von den Normoblasten orthochromatischen Erythroblasten des Knochenmarks gebildet und müssen noch ausreifen. Bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises geben einige Blutuntersuchungen wichtige Hinweise auf die mögliche Ursache der Krankheit.

Alle diese Blutwerte sind jedoch nur gemeinsam mit gründlicher körperlicher Anamnese und bildgebenden Verfahren aussagekräftig und erlauben nur in der Zusammenschau eine sichere Diagnose. Viele Streptokokken sind harmlose Mitbewohner auf Haut und Schleimhäuten.

Einige Stämme von Streptococcus pyogenes bilden jedoch Giftstoffe Streptolysine , die die roten Blutkörperchen auflösen hämolysieren. Bei einer erstmaligen Infektion produziert der Körper Immunglobuline gegen diese Streptolysine, die die Bestimmung des Blutwertes erlauben. Der Nachweis von Antistreptolysin ist wenig spezifisch und wenig sensitiv, sodass man weitere diagnostische Kriterien heranziehen muss, um eine Streptokokkeninfektion nachzuweisen. Diese können sekundär zu rheumatischem Fieber, rheumatischer Endokarditis, Blutvergiftungen Sepsis und anderen Erkrankungen führen.

Das passiert, wenn infolge Antigenbindung das Immunglobulin seine Struktur leicht verändert und so Anteile des Moleküls an die Oberfläche kommen, die normalerweise verborgen bleiben.

Für den Test führt man einen Agglutinationstest durch, bei dem das Blut eines Patienten bei Vorhandensein von Rheumafaktoren verklumpt. Als alleiniger Nachweis sind ihre Blutwerte mangels Spezifität und Sensitivität nicht geeignet. Bei allen Entzündungen und Infektionen ist er innerhalb kurzer Zeit erhöht, bei rheumatischen Erkrankungen infolge immunologischer Prozesse.

Mit dem CRP lässt sich daher auch der Erfolg einer Therapie gegen Rheuma schnell und zuverlässig dokumentiert werden, mit wenigen Ausnahmen wie Spondyloarthritiden. BSG Wert — Blutsenkungsgeschwindigkeit. Der Blutwert der Blutsenkungsgeschwindigkeit steigt bei vielen Infektionen, Entzündungen und auch rheumatischen Erkrankungen durch Autoimmunprozesse an. Der Blutwert ist bei den meisten Rheuma-Patienten erhöht. Einige Medikamente sind bei der Behandlung der entsprechenden Erkrankung sehr nutzbringend, haben allerdings den kleinen Schönheitsfehler, dass ihre therapeutische Bandbreite relativ eng ist.

Die therapeutische Bandbreite ist sehr gering, und bereits geringe Überdosierungen und leichtfügig erhöhte Blutwerte führen zu Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen und verlangsamtem Herzschlag Bradykardie.

Sobald sich solche Symptome zeigen, überprüft der Arzt den Blutwert, um eine Überdosierung gegebenenfalls auszugleichen. Der angegebene Referenzbereich des Blutwertes entspricht dem tolerierbaren therapeutischen Bereich, da Digoxin natürlicherweise nicht im Körper vorkommt.

Daher verwendet man es ähnlich wie Digoxin und bestimmt den Blutwert zur Therapiekontrolle. Bei Funktionsstörungen von Leber und Nieren ist es streng kontraindiziert. Das Theophyllin des schwarzen Tees gehört wie Coffein und Theobromin zu den methylierten Xanthinderivaten.

Überdosierungen und überhöhte Blutwerte führen zu Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen Arrhythmien , beschleunigtem Herzschlag Tachykardie und wahrnehmbaren Herzschlägen Palpitationen. Eine ganze Reihe von Blutwerten wird bei Fehlfunktionen der Hormondrüsen und in der Schwangerschaft verfolgt.

Die Schilddrüsenwerte dienen der Feststellung einer Schilddrüsenüberfunktion Hyperthyreose oder Schilddrüsenunterfunktion Hypothyreose , zur Verlaufskontrolle bei einer Substitutionstherapie und zur Erfolgskontrolle einer Schilddrüsenentfernung Thyreoidektomie bei Tumoren. In die Blutbahn abgegeben wandeln die Zellen das T 4 nach Bedarf in das hormonell wesentlich wirksamere T 3 um.

Die Bestimmung des Blutwertes für fT 3 erfolgt zur Therapiekontrolle bei der Substitutionstherapie mit L-Thyroxin mindestens 24 h nach der letzten Einnahme des Medikamentes. Für das freie Thyroxin im Serum gilt das für das fT 3 Gesagte. Kann der Blutwert des freien T 4 nicht bestimmt werden, muss man zusammen mit der gebundenen Form das thyroxinbindende Globulin TBG mit erfassen, um den freien Anteil berechnen zu können.

Thyreoidea-stimulierendes Hormon TSH basal. Das Thyreoidea-stimulierende Hormon wird im Hypophysenvorderlappen gebildet. In die Blutbahn ausgeschüttet gelangt es in die Schilddrüse und steuert dort als übergeordnete Instanz die Steuerung der Hormonproduktion in der Schilddrüse. Bei sekundären Fehlfunktionen funktioniert die Schilddrüse eigentlich völlig normal, nur ist zu viel oder zu wenig TSH im Blut vorhanden und verursacht so eine Fehlregulation mit zu viel oder zu wenig Produktion von T 3 und T 4.

Basal bedeutet, dass bei der Bestimmung des Blutwertes keine Hormonbehandlung etwa mit L-Thyroxin stattfindet, da diese aufgrund der Rückkopplungsmechanismen das Ergebnis verfälschen würde.

Die Produktion des Thyreoidea-stimulierenden Hormons wird ihrerseits durch das übergeordnete Thyreotropin-releasing Thyreotropin-freisetzende Hormon TRH aus dem Hypothalamus einer Gehirnregion gesteuert. Nach einer halben Stunde misst man die beiden Blutwerte erneut. Liegt der Anstieg nach dieser Zeit in dem angegebenen Referenzbereich, gilt das als normale Stimulation.

Das humane Beta-Choriongonadotropin wird normalerweise in Eierstöcken und Hoden in geringer Menge gebildet und findet sich daher bei Männern wie auch Frauen. Zu Beginn der Schwangerschaft verlagert sich die Hauptproduktion in die Plazenta und der Blutwert steigt erheblich an: SSW und fällt im dritten Trimenon wieder auf 5. Die in der Apotheke erhältlichen Schwangerschaftstests verwenden daher das Hormon im Urin. Insulin kennt man als Blutzuckerhormon, das den Glukosehaushalt des Körpers steuert.

Produziert wird es von den in den hormonproduzierenden Inseln der Bauchspeicheldrüse, daher der Name. Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit steigt der Blutglukosespiegel im Blut an. Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus beruht auf zwei Pathomechanismen. Beim verbreiteten Diabetes Typ II werden die Zellen insulinresistent und reagieren nicht mehr hinreichend auf das hormonelle Signal, obwohl genug davon im Blut zirkuliert.

Dementsprechend lässt sich mit der Bestimmung des Blutwertes des Insulins diagnostizieren, welche Form des Diabetes bei einem Patienten vorliegt. Diese glykierten Serumproteine bezeichnet man als Fructosamin.

Sie sind für ein bis drei Wochen stabil und spiegeln daher den Verlauf des Blutzuckerwertes in diesem Zeitraum wider. Man setzt den Blutwert vor allem dann ein, wenn der HbA1c aufgrund von Anämien gestört ist. Hämoglobin A 1c HbA 1c. Das kommt daher, dass das Hämoglobin der roten Blutkörperchen in Abhängigkeit von der Blutzuckerkonzentration mit Traubenzuckermolekülen Glukose beladen glykiliert werden.

Diese sogenannte Amadori-Umlagerung erfolgt ohne Beteiligung von Enzymen oder Cofaktoren und sehr langsam. Daher tritt sie nur bei langfristig erhöhten Blutzuckerwerten und in Abhängigkeit von der Glukosekonzentration auf, kurzfristige Erhöhungen des Blutwertes wie nach einer Mahlzeit spielen keine Rolle.

Die Erythrozyten haben eine mittlere Lebensdauer von etwa acht Wochen; daher verrät der HbA 1c -Blutwert, wie sich der Blutzucker in diesem Zeitraum entwickelt hat. Die Blutwerte einiger Antikörper bestimmt man, um Erkrankungen der Leber zu diagnostizieren. Vor allem Viren schädigen die Leber und sorgen für die Aktivierung des Immunsystems, das sie mithilfe von Antikörpern in Schach zu halten versucht.

Diese Antikörperproduktion braucht einige Zeit, aber danach sind sie in zumindest geringer Konzentration im Blut zu finden. Mithilfe der entsprechenden Blutwerte lassen sich länger zurückliegende Infektionen nachweisen, wenn diese ohne wesentliche Symptomatik verlaufen sind.

Daher dient der Blutwert in erster Linie dem Screening einer frischen Infektion. Ebenso produziert das Immunsystem diesen Subtyp nach einer Impfung gegen Hepatitis A, sodass man die Bestimmung des Blutwertes zum Nachweis eines bestehenden Impfschutzes verwenden kann.

Von diesem Antigen ist nur wenig in die vollständigen Viren eingebaut, mehr als das Es handelt sich um Immunglobuline vom IgG-Subtyp, die das Immunsystem nach Infektion mit dem Virus selten lebenslänglich, meist aber über viele Jahre bildet.

Gegebenenfalls muss die Impfung aufgefrischt werden, um für weitere Jahre der Immunität zu sorgen. Diese Proteine sind Bestandteil der Virushülle Capsids. Nach einer Infektion bleiben die Antikörper ein Leben lang nachweisbar. Findet man dieses, sind aktuell auch Hepatitis B-Viren vorhanden und der Patient ansteckend. Verläuft die Hepatitis B chronisch, sind oftmals über mehrere Wochen weder das Antigen noch der Antikörper in den Blutwerten nachweisbar.

Das Vorhandensein von Anti-HCV bedeutet immer einen vorangegangenen Viruskontakt und ist daher bei einer akuten, chronischen oder bereits überstandenen Hepatitis C im Blut vorhanden.

Bei einem positiven Blutwert ist eine chronische Hepatitis C am wahrscheinlichsten, da der Antikörper anfangs nur bei etwa der Hälfte der akuten Infektionen zu finden ist und die meisten Erkrankungen ohne Symptome chronisch verlaufen. Blutwerte als Tumormarker Krebsmarker. In vielen Fällen werden diese Proteine jedoch auch von gesunden Zellen in geringen Mengen gebildet und der Blutwert steigt durch einen Tumor nur an. Daher spricht man je nach Exklusivität der Bildung durch Krebsgewebe von Spezifität und je nach Empfindlichkeit des Markers von Sensitivität.

Die als Blutwert im Blut nachweisbaren Tumormarker sind hinsichtlich dieser beiden wichtigen Charakteristika recht unterschiedlich. Daher dienen sie oft nur als erster Hinweis, den man erst durch weitere diagnostische Verfahren wie Bildgebung durch MRT und CT bestätigen oder verwerfen kann.

In der Regel verwendet man die Blutwerte seltener für die Diagnose, sondern vor allem für die Verlaufskontrolle während und nach einer Therapie der Krebserkrankung. Das prostata-spezifische Antigen gehört zu den recht spezifischen Tumormarkern, die man auch zur Diagnose des Prostatakarzinoms einsetzen kann. Physiologisch kommt die Serinprotease nur sehr geringen Mengen im Blut vor.

Falschpositive Befunde können bei Entzündungen der Vorsteherdrüse Prostatitis auftreten. Schon vor der Geburt geht die Produktion zurück. Eine der Hauptaufgaben des Blutes ist der Gastransport. Sauerstoff wird in den Lungenbläschen auf das Hämoglobin der roten Blutkörperchen übertragen und in den Körper transportiert.

Dort findet der Austausch gegen Kohlendioxid als Stoffwechselendprodukt statt. Dieses wird im nächsten Schritt in der Lunge an die Atemluft abgegeben.

Die Blutwerte der Sättigung der beiden Blutgase und die mit dem Kohlendioxid als Kohlensäure verbundene Ansäuerung spielen eine wichtige Rolle in der Labordiagnostik. Da fast alle physiologischen Vorgänge wie etwa enzymatische Reaktionen ein bestimmtes pH-Optimum haben, muss der Säure-Basen-Gehalt im Blut und in der Gewebsflüssigkeit im Extrazellularraum in sehr engen Grenzen reguliert werden. Der pH-Wert wird in einer logarithmischen Skala wiedergegeben; das bedeutet, dass eine pH-Änderung um eine Einheit eine Änderung der Wasserstoffionenkonzentration um den Faktor 10 bedeutet.

Dazu gehört der Kohlendioxid-Partialdruck pCO 2. Der Blutwert gibt an, wie viel Kohlendioxid im arteriellen oder kapillären Blut gelöst vorliegt. Zu deren Beurteilung bestimmt man immer beide Partialdrücke parallel. Bei Störungen der Lungenfunktion fällt der Blutwert des pO 2. Unter 40 mmHg kommt es zu Ohnmachtsanfällen, weil der Sauerstoff im Gehirn fehlt. Etwa zur gleichen Zeit wurde auch die erste Ziegelei errichtet. Jahrhundert als Glasmacherort bekannt wurde. An einer Anhöhe am Grünen Weg entstand zwischen und ein hölzerner, ca.

So konnte bei Sichtung eines Waldbrandes eine genaue Lage des Brandortes mit Hilfe der Lichtzeichen übermittelt und eine schnelle Brandbekämpfung begonnen werden. Diese Erfindung stellte er auch auf der Weltausstellung in St. Am Standort des ersten Feuerwachturms stand bis ein fast 30 Meter hoher Turm aus Beton, welcher dem sich ausdehnenden Tagebau Nochten weichen musste.

Damit stiegen die Einwohnerzahl und die Zahl der schulpflichtigen Kinder. Bei Auflösung des Lagers wurden sie am Die Zerstörung der Bahnbrücke durch deutsche Truppen stellte dabei nur ein kurzzeitiges Hindernis dar. Nach der Befreiung am Fünf Monate später wurde die Glasproduktion wieder aufgenommen. Das nahegelegene Jagdschloss bei Mühlrose , das der Dichter Heinrich Laube während seiner Haftzeit besuchte, wurde aufgrund zunehmenden Verfalls abgebrochen.

In der Stadt selbst gab es eine Zustimmung von 77,2 Prozent. In der Debatte um den Kreissitz für den neu geschaffenen Niederschlesischen Oberlausitzkreis konnte sich die Stadt auf Grund ihrer Lage im Kreisgebiet nicht gegen Görlitz und Niesky durchsetzen.

In den Anfangsjahren der DDR erfuhr die Stadt neben den Glasbetrieben auch durch das neu erbaute Kraftwerk Boxberg und kleinere Industriebetriebe einen Aufschwung, der zu einem stetigen Bevölkerungswachstum führte, sodass die Stadt Ende der er-Jahre einen Höchststand von knapp Prognosen gehen von einem weiteren Rückgang der Bevölkerung auf bis zu ca.

Weiterhin findet ein Anstieg des Altersdurchschnitts der Bevölkerung statt, bedingt durch das Abwandern junger Bevölkerungsanteile. Auf Grundlage des Zensus wurde die berechnete amtliche Einwohnerzahl für den Dezember seitens des Statistischen Landesamtes von Neben der evangelischen und der katholischen Kirche gibt es noch weitere freichristliche Glaubensgemeinschaften, beispielsweise die Neuapostolische Kirche , die Zeugen Jehovas und die Siebenten-Tags-Adventisten.

Jahrhunderts, war dem Judentum angehörig und stiftete eine jüdische Grabstätte, die bis Bestand hatte. Derzeit wird daran gearbeitet, den eingeebneten Jüdischen Friedhof mit der Einzäunung der Schweig-Grabstelle wiederzuerrichten. Seit der Gemeinderatswahl am Februar erfolgte durch den Gemeindevorstand für ein Honorar von 20 Mark eine Ausschreibung für die Gestaltung eines Gemeindewappens. Erst im dritten Anlauf fand eine Konzeption Zustimmung im Rat.

Das Wappen wurde von Geheimrat Hildebrand entworfen und am Blau und Gelb , die Farben der Oberlausitz , bilden den Grundstock. Auf blauem Grund ist zu jeder Seite ein grüner Glasbecher als Symbolisierung der örtlichen Glasindustrie. Auf den Bechern finden sich auch 18 kleine Buckel, die die zu der Zeit bedeutendsten Glaswerkstätten symbolisieren, elf glasherstellende und sieben verarbeitende Betriebe.

Schlägel und Eisen auf gelben Grund weisen auf den Braunkohleabbau nahe den Stadtgrenzen hin. Mit den grünen Bechern auf blauem Grund hatte Hildebrand das Wappen heraldisch unkorrekt entworfen. Die Becher hätten auf farbigem Grund eines der beiden Metalle sein müssen, beispielsweise Silber wie links im unteren Wappen dargestellt.

Es soll eine Marotte des Heraldikers gewesen sein, Wappenregeln nicht vollständig zu befolgen.

Copyright © 2017 · All Rights Reserved · Maine Council of Churches