Schlimmste Ölpest der Geschichte: „Static Kill“ soll Leck endgültig versiegeln

Die Liste bedeutender Ölunfälle führt Ereignisse auf, bei denen eine größere Menge von Rohöl oder Mineralölprodukte freigesetzt werden, insbesondere bei Havarien .

Dadurch wird die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt. Nachdem die anderen Versuche scheiterten, gelang es den Ingenieuren von BP am April ausgelöst und ist eine der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art. April trafen erste Ausläufer des Ölteppichs auf die Küste Louisianas. Ölpest am Persischen Golf

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Die Liste bedeutender Ölunfälle führt Ereignisse auf, bei denen eine größere Menge von Rohöl oder Mineralölprodukte freigesetzt werden, insbesondere bei Havarien .

Die Finanzierungsbedingungen in der Eurozone sind strenger als in der allgemeinen Wahrnehmung. Die Bankenregulierung trägt ihren Teil dazu bei.

Nachdem die chinesische Regierung angekündigt hatte, eine Wiedervereinigung mit Taiwan mit allen Mitteln durchsetzen zu wollen, bittet die taiwanesische Präsidentin um internationale Hilfe. Dabei sind diese teilweise gar nicht zuständig — bisher. Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

Bitte wählen Sie einen Newsletter aus. Folgende Karrierechancen könnten Sie interessieren: Meine gespeicherten Beiträge ansehen. Ein Fehler ist aufgetreten. Zusätzlich bildete sich an der Oberseite des Doms eine Gasblase, welche den Dom daran hinderte senkrecht zu landen und ihm einen Auftrieb verlieh.

Bei einem weiteren Versuch wurde das abgeknickte Steigrohr, aus dem an anderer Stelle das meiste Öl austrat, gleichzeitig an zwei Stellen getrennt. Dazu wurde es von einem Kran entlastet, an einer Seite mit einer Hydraulikschere geschnitten und mit einer diamantierten Seilsäge abgesägt. Auf diese nun einzige Austrittsstelle wird ein umgedrehter Trichter gesetzt, [70] der eine möglichst weitgehende Abdichtung ergibt und ein Absaugen durch ein neues Steigrohr an die Oberfläche ermöglicht.

Das Aufsetzen musste schnell geschehen, da eine Verstopfung durch Methanhydrat den Erfolg unweigerlich zunichtegemacht hätte. Des Weiteren wurde das Steigrohr zusätzlich beheizt. Die Abdichtung gelang nur unzureichend, so dass unterhalb des Trichters weiterhin eine beträchtliche Menge Öl hervorquoll. Nachdem die anderen Versuche scheiterten, gelang es den Ingenieuren von BP am Juli , mithilfe eines neuen Aufsatzes das Leck abzudichten.

Auf dieses konnte der eigentliche Dichtaufsatz, eine Anordnung schwerer BOP-Ventile mithilfe eines Bohrschiffes aufgesetzt und verriegelt werden. Zunächst war unklar, ob das Bohrloch dem Druck auf Dauer standhält. Juli gab die US-amerikanische Regierung bekannt, dass Ingenieure in weniger als drei Kilometer Entfernung zum Bohrloch Aussickerungen entdeckt hätten. Deshalb wurde ein Leck vermutet, welches weiteres Öl und eventuell Methangas ausströmen lassen und den Meeresboden weiter destabilisieren könnte.

Mai wurden innerhalb von drei Tagen drei Versuche unternommen, das Leck mit Schlamm und Zement zu stopfen. Mai gab BP bekannt, dass der Versuch fehlgeschlagen sei. Hierdurch gelangte der verwendete Schlamm in umgebende Gesteinsformationen, was die Wirksamkeit des Angriffs herabsetze. Der Macondo-Bohrkanal soll unmittelbar über der Öllagerstätte im darüberliegenden Deckgebirge getroffen werden.

Dabei kommt ein Sensor zur Trägheitsnavigation zur Anwendung. Die Feinsteuerung der Annäherung an das Metallrohr erfolgt am Ende mittels elektrischer Feldstärkemessung, welche durch die Unterstromsetzung des Macondo-Bohrstranges ermöglicht wird. Ursprünglich musste für jeden einzelnen Messvorgang das gesamte Bohrgestänge gezogen und danach eine Messsonde herabgelassen werden.

Nach neuerem Einsatz von im Drillgestänge befindlichen Doppelsensoren gestaltet sich die Annäherungsphase als weniger arbeits- und zeitaufwändig. Sobald dies erreicht ist, wird das Metallrohr Casing durchbohrt. Ist der Durchbruch soweit geglückt, soll unter anderem mit Mineralien wie Eisenoxid und Bariumsulfat angereicherter schwerer Schlamm bei gleichzeitiger kurzzeitiger Öffnung der bislang provisorisch verschlossenen Austrittsstelle in den dann aufsteigenden Flüssigkeitsstrom eingebracht werden.

Unterstützt durch das Wirkprinzip der Wasserstrahlpumpe wird der seitlich zuströmende Ballastschlamm in den Flüssigkeitsstrom hineingezogen. Das hierdurch kurzfristig deutlich erhöhte Gewicht der im Bohrloch stehenden Flüssigkeitssäule soll den Blowout zum Erliegen und somit das Bohrloch unter Kontrolle bringen.

Die Dauer beider Bohrungen war auf etwa drei Monate angesetzt. Alle Hohlräume seien nun mit gehärtetem Zement gefüllt, der alle Drucktests bestanden habe. Der Vorzug gegenüber der missglückten Top-Kill-Methode liegt darin, dass nicht mit hohem Druck gegen die Flussrichtung des Öls gearbeitet werden muss.

Da der Ölfluss bereits abgedrosselt ist, kann der Schlamm ohne nennenswerten Druckanstieg übergeschichtet werden. Laut BP wird diese Operation bereits parallel zu den Entlastungsbohrungen vorbereitet, aber die Einsatzleitung der US-amerikanischen Regierung müsse entscheiden, ob tatsächlich ein Anlauf unternommen werde. August wurde bekannt gegeben, dass das Leck nun mit dieser Methode definitiv abgedichtet sei. Die Bohrstelle liegt im Zentrum eines Gebietes von Tierschutzreservaten.

Durch den Versuch des kontrollierten Abbrennens des Ölteppichs kam es zu einer erheblichen Luftverschmutzung. Zudem verbleiben bei dieser Vorgehensweise die Schadstoffe aus dem Öl beispielsweise toxische polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe als Rückstände im Meer und gelangen weiterhin in die Nahrungskette. Im Verlauf der Katastrophe musste BP einräumen, dass nicht alle Küstenabschnitte geschützt werden können und errichtete Öl-Barrieren teilweise wirkungslos waren, weshalb unter anderem Seevögelkolonien sowie Fisch- und Austernbestände in der Region erhebliche Schäden erleiden werden.

In der Brutsaison sind viele Strandbrüter wie Seeregenpfeifer und Scherenschnäbel dem Öl schutzlos ausgeliefert. Auch Delfine , Meeresschildkröten und Fische , für die das weitverzweigte Mississippi-Delta eine besonders wichtige Kinderstube darstellt, sind von der Ölkatastrophe bedroht. Ob gereinigte Tiere jedoch eine nennenswerte Überlebenschance haben, ist umstritten. Einige Experten, wie die deutsche Zoologin Silvia Gaus von der Schutzstation Wattenmeer sowie Vertreter des WWF , schätzen die Überlebenschancen gereinigter Tiere auf weniger als ein Prozent und sprechen sich deswegen dafür aus, verölte Tiere lieber zu töten.

Durch diesen Eingriff wird das Nahrungsnetz und damit die Lebensgrundlage von Meerestieren Fische , Weichtiere im Golf von Mexiko langfristig stark gestört. Juni teilten die Gesundheitsbehörden des US-amerikanischen Bundesstaates Louisiana mit, dass mehr als 70 Personen durch die Ölpest erkrankt seien.

Im Juli teilte die US-amerikanische Umweltbehörde mit, dass durch die mehr als sich im Einsatz befindenden Schiffe und weiteren Fahrzeuge z. Helikopter, Bulldozer, Lastkraftwagen und andere Transportmittel weitere ökologische Schäden zu erwarten seien. Auch die Umweltorganisation American Birding Association gab an, dass die Öl-Reinigungstrupps zahlreiche Nistplätze in Vogelkolonien zerstört und seltene Vögel gefährdet hätten.

Infolge des Unglücks wurde in den Vereinigten Staaten ein zunächst auf sechs Monate befristetes Moratorium von Tiefseebohrungen beschlossen. In einem Interview mit dem Online-Magazin Politico. Um dies zu verhindern, sucht der Konzern nach Investoren. Die Zahlungen sind über einen Zeitraum von sechs Jahren zu leisten.

Um einen Gerichtsprozess zu vermeiden, hat BP mit den mehr als Dieser bezeichnet ein Bundesgesetz, welches ursprünglich gegen die Mafia gerichtet war. Falls BP danach verurteilt wird, könnte sich — neben eventuell weiteren ausgesprochen Strafen — die Schadensersatzsumme auf das Dreifache des tatsächlich entstandenen Schadens erhöhen.

Die Kläger gehen davon aus, dass Standardprozeduren der Industrie, die vor der Bekämpfung spezieller Ölfeuer auf See mit Wasserkanonen warnen, missachtet wurden. Bei adäquater Brandbekämpfung wäre die Deepwater Horizon stabil an ihrem Standort verblieben, was die Verbindung von der Plattform zur Quelle aufrechterhalten hätte. Dies hätte die Möglichkeit, den Ölaustritt zu kontrollieren, deutlich erhöht. Vertreten werden kommerzielle Fischereien, Anrainer deren Land betroffen ist, sowie Beschäftigte der Ölindustrie, die aufgrund der Ölpest ihren Arbeitsplatz verloren haben.

Euro zur Beilegung von Zivil- und potenziellen Strafklagen zahle. Das Unternehmen habe ein Schuldbekenntnis unterschrieben, das noch von einem Gericht in New Orleans bestätigt werden muss. Transocean werde den Betrag über einen Zeitraum von fünf Jahren ableisten, wobei im laufenden Jahr Mio. US-Dollar zu entrichten seien. Das Verbot betraf anfangs ein Gebiet von Dieses gelte jedoch nur, wenn bis dahin die Ausbreitung der Ölpest gestoppt sei und die US-amerikanische Regierung das Moratorium für Ölbohrungen nicht durchsetze.

Im schlimmsten Fall könnten es sogar über Die am stärksten betroffenen Wirtschaftszweige seien bisher die Fischindustrie und die Landwirtschaft, insbesondere im US-amerikanischen Bundesstaat Louisiana.

Laut dem Arbeitsministerium der Vereinigten Staaten sei die Arbeitslosenquote dort im Juni um 0,2 Prozentpunkte auf sieben Prozent gestiegen. Damit sei Louisiana einer von nur fünf US-amerikanischen Bundesstaaten mit wachsenden Arbeitslosenzahlen. Experten für die Entwicklung der Erdölförderung, wie etwa Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung , befürchten, dass höhere Sicherheitsauflagen bei technisch und ökologisch riskanten Ölförderprojekten als Reaktion auf die Havarie zu Einschränkungen der Förderung und Ausfällen führen könnten.

Sie befürchten auch bei Ausbleiben eines Moratoriums einen frühzeitigen Rückgang der Ölförderung Peak Oil , da sich mit Projekten, wie sie zum Beispiel vor der Küste Brasiliens geplant sind, gewaltige technologische Risiken verbänden.

Tatsächlich entspricht die Ölförderung in der Tiefsee ungefähr dem Zuwachs zwischen dem Jahr und Die Menge des nach bisherigen Planungen in Offshore-Bohrungen vor der Küste in den nächsten Jahren zusätzlich geförderten Öls würde jedoch gerade ausreichen, um den Zuwachs des Verbrauchs der Vereinigten Staaten auszugleichen.

Der fortlaufende Rückgang der nationalen konventionellen Ölförderung muss durch steigende Importe ausgeglichen werden. Dazu gehören sowohl die notwendigen Abstimmungen bei der Bekämpfung der Ölpest selbst wie auch die Steuerung der Berichterstattung darüber. Auf der Website zur Ölpest sind jedoch nur unverfängliche Bilder zu sehen, die nach Beobachteransicht kaum etwas mit der Realität der Umweltverschmutzung zu tun haben. Fell und Federn verlieren ihre isolierende Wirkung.

See-Otter und Seevögel unterkühlen und können an dem Energieverlust sterben. Die Vögel können nicht mehr fliegen und schwimmen. Öl und Öldämpfe verletzen die empfindlichen Augen, schlimmstenfalls werden die Tiere blind. Öl führt zu Irritationen der Haut und Schleimhäute in Mund und Nase Durch die Haut werden karzinogene Bestandteile des Öls aufgenommen, die Organschäden und letztendlich zu Organversagen führen können. Besonders häufig sind schwere Leberschäden. Die Anzahl der roten Blutkörperchen wird vermindert.

Die giftigen Komponenten des Öls können durch Verschlucken oder Nahrungsaufnahme verölter Pflanzen und Tiere konzentriert aufgenommen werden.

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