Das Zeitalter der Industrie

Die Zentralsteuerung des DDR Fernsehens: Walter Ulbricht machte auf der 3. Parteikonferenz der SED () richtungweisende Ausführungen zur Produktionssteigerung von Fernsehgeräten, da das Fernsehen ständig an Bedeutung für Wirtschaft, Kultur und Bildung der Bevölkerung gewinnt [54].

Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Stefan Löfven wurden demnach mit 28,3 Prozent zwar stärkste Kraft — bei der Wahl waren sie aber noch auf 31 Prozent gekommen. Die Entwicklungsfreigabe und Schaffung der Produktionskapazitäten waren dabei keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas das Herzblut und Engagement der verantwortlichen Stellen gegenüber vorgesetzten Plänen und Meinungen verlangte [88]. Jahrhundert war Schweden eine europäische Grossmacht, deren Ostseeherrschaft Finnland, die heutigen baltischen Staaten sowie die an der Ostsee gelegenen Teile von Russland, Polen und Deutschland umfasste. Monetaristen und Angebotstheoretiker empfehlen die Brechung der Inflationserwartungen um die Inflation zu reduzieren. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der bürgerlichen Opposition hat Schwedens Regierungschef Stefan Löfven die für März angekündigte Neuwahl wieder abgesagt.

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Um den Kopf weht eine Brise / Von besonnter Luft und Wiese, / dividiert durch viel Benzin. ERICH KÄSTNER.

Das Tochterunternehmen Nerag lieferte der Wehrmacht Motorenöle. In den Werken wurden infolge des kriegsbedingten Arbeitskräftemangels Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beschäftigt, die etwa zwischen 20 und 60 Prozent der Belegschaften ausmachten. Bis blieben die Preussag-Betriebe weitgehend von Kriegseinwirkungen verschont. Ab dann führten die Alliierten eine Bombenoffensive gegen kriegsbedeutende Schlüsselindustrien, darunter auch die deutsche Mineralölindustrie.

Um den raschen Wiederaufbau der kriegswichtigen Produktion zu gewährleisten, wurde in Misburg ein KZ-Nebenlager errichtet, in dem durchschnittlich mehr als 1. Mit der Verwaltung wurden deutsche Treuhänder beauftragt. Die Zonengrenze erschwerte den Kontakt zwischen den Betrieben in den westlichen Besatzungszonen zur Hauptverwaltung in Berlin.

Faktisch wurde der Konzern seit von der Niederlassung in Hannover geleitet, bis Hannover zum Hauptsitz wurde. Was noch übrig war, ging in Volkseigentum über.

Für die Preussag bedeutete dies einen herben Substanzverlust. Niedersachsen in der britischen Besatzungszone bildete sich in den ersten Jahren der Nachkriegszeit allmählich als neues Unternehmenszentrum heraus. Nach vollkommener Entlassung aus der alliierten Zwangsverwaltung war für die Preussag die Vergangenheit abgeschlossen.

Bereits seit verursachte die Steinkohleförderung im Bergwerk Barsinghausen anhaltend Verluste. Im Jahr wurde der Beschluss zur Einstellung der Förderung in den beiden unrentablen Gruben getroffen.

Vor allem Barsinghausen war ein strukturschwacher Bereich. Noch vor war auch das Bergwerk Obernkirchen stillgelegt worden, sodass es danach keinen Steinkohlenbergbau durch die Preussag in Niedersachsen mehr gab. In den er-Jahren hatte die Preussag noch in etwa die Geschäftsfelder wie bei ihrer Gründung in den er Jahren.

Nachdem Hannover zum Preussag-Hauptsitz geworden war, wurde ein neues Verwaltungsgebäude nach den Plänen von Gerhard Graubner bezogen. Es handelt sich um einen Beton - Skelett -Rasterbau mit einem achtstöckigen Hochhaus und zwei vierstöckigen Längstrakten. Das Bauwerk galt bei seiner Entstehung als moderne Konstruktion mit einem Ansatz zur neuen städtebaulichen Raumbildung. Dafür sorgen die noch vorhandenen Leichtmetall-Fensterrahmen mit schwarz-goldener Eloxierung , was zur Bauentstehung in den ern als edel galt.

März konnten erstmals Volksaktien gezeichnet werden. Wegen hoher Nachfrage der Kunden entschloss sich die deutsche Bundesregierung, das ursprünglich geplante Volumen aufzustocken. Die Schaffung der ersten Volksaktiengesellschaft übertraf alle Erwartungen. Mit zehn Prozent waren Betriebsangehörige unter den neuen Aktionären nur in geringem Umfang vertreten.

Das wird damit erklärt, dass sie der Euphorie nicht verfielen, sondern um die Probleme des Unternehmens wussten. Bereits war das Unternehmen in die Kohleverstromung durch das Kraftwerk Ibbenbüren eingestiegen. Ab weitete die Preussag ihr Tätigkeitsfeld auf das Ausland aus, unter anderem durch Erdölbohrungen in Marokko oder im Jemen sowie die Erforschung von Erzlagerstätten.

Etwa Mitte der er Jahre stieg die Preussag vermehrt in die Konsumgüterindustrie ein, da sie sich aufgrund der gestiegenen Reallöhne der Arbeitnehmer hohe Profite versprach. Infolge der enormen Expansion aller Unternehmensbereiche kam es ab zu einer schwerwiegenden Existenzkrise. Die Dividende für die Aktionäre wurde überwiegend Rücklagen entnommen, in den Jahren — entfiel sie ganz.

Die Kleinaktionäre mit ihrer Volksaktie fühlten sich betrogen. Die Ölkrise von bescherte der Preussag enorme Gewinne, weil sie die von ihr hergestellten Ölerzeugnisse verteuerte. Dadurch kam das Geschäftsfeld Containerschifffahrt hinzu, die sich zum zweiten Standbein des Unternehmens entwickelte.

Fernsehen lebt nicht vordergründig nur von der ihr anhaftenden Technik, sondern vom Programm. Sie beinhalteten 3 Super Orthikon Kameras und fünf Monitore [6]. Zentrale Taktgeber versorgten alle Geräte mit den Synchronisiersignalen. Der Ton kam über tragbare Reportagemagnetbandrecorder [65]. So behalf man sich noch in den er Jahren vielfach mit Standfotoeinblendungen. Übergangssender in Betrieb seit 1.

Der Rembrandt FE D hat bereits zusätzlich den 4. DDR Fernsehsendernetz gegen Ende [37]. Der Sender Inselsberg mitten im Thüringer Wald auf dem m hohen Inselsberg beherbergt den 46 m hohen Betonturm mit aufgesetzten 50 m Stahlgittermast. Als Videobandbreite werden 4 bis 4,5 MHz angegeben []. Doppelt so viele Fernsehteilnehmer im Raum über Magdeburg die am Westfernsehen hingen im Vergleich zum Deutschsprachigfernsehsenderlosen Cottbus [41]. Das Angebot schafft die Nachfrage.

Zum Vergleich die Dichte im Jahr in der rechten Grafik [47]. Zum Vergleich die Stationen anderer Länder: Wobei alle ab Mai zum Verkauf gekommene Rafena Fernsehgeräte bereits diese Kanalstreifen im Tuner haben, was so nur noch ein Umschalten nötig macht. Aufschaltung erster Sender mit 3. Oktober für den Deutschen Fernsehfunk 2 mit seinem Farbprogramm. Der Katzenstein wurde aufgrund von Empfangsproblemen die mit der auch geografischen Umstellung einhergingen mit einem Füllsender auf Kanal 10 beglückt, der die bisherigen Harz-West Zuseher auf dem gleichen Kanal erst einmal aus dem Rennen bzw.

In anderen Ländern Westeuropas, in denen das 2. Programm lediglich ein Ableger der Fernsehanstalt war die auch das jeweils "Erste" gestaltete, zog sich der Netzausbau für das 2. Programm ebenfalls hin Österreich. Das Österreichische Fernsehen, dass als gebirgiges Land noch mit der technischen Empfangbarkeit seines 2. Die Kanal 4 Abstrahlung wurde dann im Dezember eingestellt. Das Richtfunknetz in der DDR: Um die mit bis dahin beweglichen Richtfunkeinrichtungen und Provisorien abgehaltene Anbindung an Nachbarländer in der Betriebsstabilität zu erhöhen, wird ebenso die Richtfunkstation Lugstein bei Zinnwald-Georgenstadt in Betrieb genommen.

Die Sache mit dem Ochsenkopf I Und sofort Minderwertigkeitskomplexe auftraten, wenn es auch nur den Anschein hatte, dass der Osten, selbst wenn es die anderssprachige CSSR mit ihrem Sender Pilsen war zu einem Ungleichgewicht im Ost-Westsenderverhältnis führen würde. Von einer "Roten Pupille" war gar die Rede. Es tauchte um gar die Frage auf: In der Ostzone waren 10 Sender in Betrieb die bis auf Berlin noch gar nicht zu voller Leistung ausgebaut sind.

Man kann allerdings Kinder so oder so erziehen Nicht ohne Grund - so wird behauptet sehen in den Grenzgebieten immer mehr westdeutsche Fernsehteilnehmer unser Fernsehprogramm an Das im BRD Hinterland diese Möglichkeit bis etwa durch die Abstrahlung lediglich des Testbildes stattdessen nicht geboten wurde kann daher kein Zufall gewesen sein [22].

Von der technischen Ebene her bestätigt dies Hans Rindfleisch mit dem Satz: Auf die Forderung den SFB in Berlin, der aktuell bereits rund 80 Kilometer weit in die Zone strahlt, und der zum Beispiel auf das Doppelte seiner Leistung auf dann kW gebracht werden könnte und damit 10 Kilometer weiter in die Zone hineinstrahlen ist man wie uns die Geschichte lehrt letztlich eingegangen [57]. Bastler und solche die sich medial zu den gut informierten Kreisen zählen wollten organisierten sich in dieser Zeit Material wie die Spezialtransistoren aus dem Westen AF etc.

Darin ist jedoch keine im politischen System verhaftende Vorgangsweise zu erkennen [75]. Erst die Aufschaltung des 2. Selbiges gilt für die Zuseher, die mit Gleichkanal oder zumindest starken Nachbarkanalstörungen aus der CSSR, die ebenfalls nach und nach eine zweites Sendernetz aufbauten zu kämpfen hatten. Für Antennengemeinschaften sah dies natürlich anders aus, konnte diese die Kosten des hohen Aufwandes auf die Zahl der Teilnehmer herunter brechen und auch hinsichtlich der Durchsetzung solcher Vorhaben "anders" auftreten als dies einem Einzelnen möglich gewesen wäre.

Als Reichweite wird Wittenberg-Dessau angegeben [27]. Die Fernsehsender der Besatzungsmächte in und um Berlin: Zu erwähnen wären noch die Fernsehsender, die im Zusammenhang mit den Besatzungsmächten aus Ost und West zu betrachten sind.

Auch im Westen waren es nur einer kleinen Zuseherschaft mit wahlweise Kompromissen bei der Bildqualität oder mit dem kostspieligem Einsatz von Mehrnormenempfängern Grundig etc. Testbild wie es fallweise Anfang der er Jahre zu sehen war [77]. Weiters Kanal 11 vertikal aus Oranienburg. Es Moskauer Programm wurde dort ausgestrahlt, wo Standorte der Sowjetarmee waren. So auch in Magdeburg. In den meisten Orten wurde auf Kanal 12 gesendet.

Allerdings wurde in DDR-Medien dies tunlichst verschwiegen. Diese Bedingungen führten dazu das bei einem zufälligen Frequenzsuchen am Fernseher dieser Kanal in Ost wie West kaum gefunden wurde. Es gab sie aber natürlich, die Zuseher die sich auch dem technischen Hürden stellten und sich z. Dabei war nicht die Antennentechnik die Herausforderung, sofern man im recht eng gezogenen versorgten Gebiet lag, sondern man musste mit externer Gerätschaft wie z.

B einem Autoradio etc. Die im Web kursierende "Anleitung": Mit etwas Fingerspitzengefühl konnte man es so einstellen, das das Muster fast verschwand und der Ton trotzdem noch gut zu hören war [75]. Alternativ war die Begleitmoderation so man ihr sprachlich folgen konnte auf dem AFN Mittelwellensender zu hören. Dem Nachrüsten zum 2 Normenempfänger Tonumsetzer von 6,5 auf 5,5 MHz gingen auch hier kostengünstige Alternativen siehe oben einher [75].

Es liegt auf der Hand das die Spielerei "den hineinzubekommen" vorwiegend von der Jugend betreiben wurde, und da z. Ein herumdrehen am Wohnzimmerapparat wird auch in der DDR nicht immer gerne gesehen worden sein. Wenn man dieses Zahlenspiel auf die Raketen und Waffenpotentiale umlegt, und eine ähnliche Hysterie, von wegen Gleichgewicht des Schreckens annimmt, dann kann man Annehmen welchen Luxus man sich mit dem "Gleichziehen" geleistet hat.

So konnte man in der österreichischen Zeitschrift "Radio Österreich" von November lesen: Es drohen Gefängnisstrafen von mehreren Monaten und die Einziehung des Empfängers" [17].

Begleiterscheinungen, die man im "sozial auffälligem Verhalten des Täters" nebenbei und zumeist zusätzlich zu seinen sonstigen "Taten" ausmachen konnte und bei dieser Gelegenheit mitunter auch gleich die technische Ausrüstung beschlagnahmt wurde [31], dies selbst noch !

Inwieweit er als Elektromeister die Befugnis überhaupt zum Antennenbau hatte und was konkret ihm zur Last gelegt wurde bleibt unbeantwortet [75]. DDR Rundfunkordnung vom 3. April - Es ist kein Hinweis auf Empfangsverbote auszumachen! Oktober - eine Filmaufzeichnung ist überliefert [18] wird nebst dem straffälligen Jugendlichen auch dem erziehungsberechtigten Vater vorgeworfen, sich bewusst das Westfernsehen angesehen zu haben um sich eine eigene Meinung bilden zu können, was als ein verantwortungsloser Standpunkt hingestellt wurde.

Auch hier spielt das konsumierte Medium letztlich nur eine untergeordnete Rolle an der sich, da ja im eigenen Land ein Abdriften der Jugend gar nicht möglich sein darf, elegant die übergeordnete Schuld dem Westen zuzuordnen war. Westallierter Mächte gab, wird kurzerhand der geneigte Protagonist mit einer Anklage wegen "staatsgefährdender Propaganda und Hetze" - dem dehnbarsten Tatbestand im DDR-Strafrecht - bedacht [33].

Was blieb, das ist die Schwierigkeit seitens der Parteigenossen mit dieser neuen Freiheit wie auch Quantität des westlichen Einflusses in der Praxis umzugehen. Die Bandbreite reichte dabei: Dass der Anschluss solcher Teilnehmer sogleich als Freibrief für andere die sich sonst noch nicht so recht getraut hatten verwendet wurde darf als menschliche Reaktion gesichert gelten.

In offiziellen Einrichtungen wie Lehrlingsheimen, Kasernen etc. Die, die im NVA Wohnblock keinen Westempfang technisch hatten zog es in der eigenen Gartenlaube auch bei schönem Wetter kaum mehr heraus. Je nach Standort konnte man technisch das polnische Fernsehen empfangen wo und durfte es als vom sozialistischen Bruderland kommend auch ansehen. Auf diese Weise kam man zum Tatort im Original mit polnischen Untertitel. Wie der - der DDR nicht gerade nahe stehende Verlag "Der Spiegel" mit seinem er Artikel "Aktion Ochsenkopf" wiedergibt [33] spannte man angesichts der anderwärtig nicht ausreichend vorhandenen geeigneten Kräfte der SED Parteiorganisation deren Vorfeldtruppe - die Freue Deutsche Jugend ein um in der "Diskussion mit ideologischen Grenzgängern" selbige nach der physischen Sperre an der Grenze nun auch der letzten optisch-akustischen Westkontakte zu berauben.

Soweit bekannt, war die Aktion Ochsenkopf eine Einmalaktion mit zweifelhaftem Erfolg, die deshalb in der Retrospektive auch richtig ins Verhältnis zur praktischen Auswirkung gesetzt werden muss. Das Resümee sah wie folgt aus: Mitbürger, die ihre Westantennen nicht freiwillig abbauen, finden sich unter Angabe von Namen und Adressen in den Lokalseiten als Agenten und Spione angeprangert [33] was zumindest in den Anfangsjahren der DDR oftmals eine soziale Ausgrenzung zur Folge haben konnte.

Vorsichtigere Wiedermontage von Antennen nun vermehrt auf Dachböden, durch etwas andersartige Bauformen in ihrer Funktion verschleiert oder gar im Schlafzimmer mitten im Doppelbett aufgestellt. Versteckte Kabelzuführungen zu der Wohnung des Teilnehmers um Nachverfolgung zumindest zu erschweren [28]. Wo Möglich sollen sich manche damit Abhilfe geschafft haben, indem sie vertikal polarisierte Band I - Antennen aus dünnem Draht für Kanal E4 vom Ochsenkopf eintapeziert und das Flachkabel dann an der Sesselleiste zum Fernseher geführt haben.

Am meisten wirksam wenn dann eher die "freiwillige" Selbstzensur das Gift aus dem Äther nicht in der eigenen Stube wirken lassen zu wollen. Dies gefördert durch die in allen Medien der Republik kommunizierte Wechselbeziehung zwischen Ochsenkopf-Antennen, Staatsverleumdung und Gefängnis [33]. Zudem er "als hartnäckiger Bürger nicht zur Einsicht" gekommen ist. Ein Kohlenhändler - vermutlich selbstständig und mit einem mit lebenswichtiger Brenn-Energie handelnden Gut im Vergleich zu Arbeitern und Angestellten hinsichtlich seiner Freiheit vielleicht etwas besser gestellt.

Bei der lokalen Einwohnerversammlung musste er sich sich für den Konsum des ideologischen Giftes verantworten. Seine Argumentation darf man sich auch heute knapp 50 Jahre später auf der Zunge zergehen lassen: Vor 3 - 4 Wochen wurde doch mit überlegenem Ergebnis bei der Volkskammerwahl für diesen Staat entschieden. Das wenige Gift das jetzt noch über den Fernseher ankommt prallt an meinem sozialistisch gestählten Körper ab.

Um also dem geistigen "Grenzgängertum" der dem Regime untreuen Bürgern einen Riegel vorzuschieben, wurde in einer physisch - psychischen "Zangenbewegung" den rund Soll offiziell zwei Drittel der bisherigen Westfernsehteilnehmer, also Aber sicher nicht jeder sah Westen aus politischen Gründen. Auch bei der Verbrechensbekämpfung sah man gerne den "Alten" und andere westdeutsche Polizeikollegen, die zwar unter der gleichen Telefonnotrufnummer , jedoch etwas anderer Vorwahl erreichbar waren, und mit BMW und Mercedes anstatt Wartburg, Wolga und Lada ausgestattet in München anstelle Ostberlins oder Karl-Marx Stadt ihre Arbeit in zum Teil etwas gediegenerer Vorstadtatmosphäre nachgingen.

Etwas befremdlich müssen sich mitunter die Zuseher des "Schwarzen Kanals" von und mit Karl-Eduard von Schnitzler gefühlt haben, die, wenn sie tatsächlich kein Westfernsehen gesehen hatten in dieser allwöchentlichen Sendung die verwerfliche Agitation des imperialistischen Westens mit ausgewählten Bildszenen die dem Herrn Schnitzler ins Konzept passten künstlich nachvollzogen bekamen.

Genau genommen konnten sich doch nur solche Betroffen fühlen die den Westen tatsächlich auch gesehen hatten. Im Volksmund soll jedoch dieser, keinerlei Quoten unterlegene Programmpunkt die Fingerfertigkeit bzw.

Reaktionsbereitschaft des versehentlich einschaltenden Zusehers herausgefordert haben, dann wenn selbiger blitzschnell auf einen anderen Kanal umschaltete. Und das an die 1. Das es jemand mit einer "charismatischen Ausstrahlung" eines Eduard v. Die DDR Bürger die aus örtlicher Gegebenheit heraus kein Westfernsehen hatten, aber darauf "scharf" waren deckten dann mitunter in den entsprechend gewählten Urlaubsdomizilen ihren Nachholbedarf und hofften dabei auf schlechtes Wetter.

Von einem Domizil etwa 15 km Nördlich von Berlin wird berichtet: Westfernsehen zu sehen und in der Hauptstadt täglich! Die kamen oft mit einem Trabant-Kombi und Anhänger. Zumindest wenn es dort "was besonderes" gab. Sich also im Trabant aus dem Elbtal heraus mit einem Auto-Batteriebetriebenen Kofferfernsehgerät, stellvertretend genannt einer aus der sowjetischen Junost Serie, Richtung Berlin auf den Weg machten.

Fernsehantenne die auch als "getarnter Ochsenkopf" durchgehen könnte, sofern sie nicht wirklich nur für den Sender Cottbus Kanal 4 oder Helpterberg Kanal 3 gedacht war. Wie hältst du es denn mit dem Westfernsehen? Technisch lautete die Antwort seitens des Erzeugerwerkes etwas schwülstig: So schreibt bereits im Oktober in den Rafena Informationen Nr.

Es folgt eine Warnung über den Garantieverlust wenn nachgeglichen wird. Selbstverständlich liefern wir die benötigten Materialien in die DDR nicht. Ein anderes Thema war die Frage, woher man erfuhr was gerade im Westfernsehen spielte. Später mit den Gemeinschaftsantennen kamen noch von Rentnern ins Land gebrachte Programmbeilagen die eifrig auf Kopiergeräten von Betrieben oder Institutionen vervielfältigt wurden.

Westfernsehmagazin , das auch den DFF angeführt hat. Beachte die wenigen mit Farbe gekennzeichneten Programme, jedoch in beiden Westprogrammen [80] Das man sich mit dem Status Quo auch während der Phase der Entspannungspolitik nicht so recht abfinden wollte belegt der ganzseitige Beitrag in der DDR Zeitschrift Funkamateur von mit dem Titel "Imperialismus: Selbst die alte Platte der Faschismus sei in der ARD natürlich im Gegensatz zur DDR nicht aufgearbeitet worden wurde nicht vergessen aufzulegen, was aber hier nicht weiter ausgeführt werden soll.

Wenngleich auch nicht indirekt der Empfang der ARD als verboten bezeichnet wurde so zielte der Beitrag darauf ab die Reputation dieser Anstalt anzuschwärzen.

Noch deutlicher geschah dies im Beitrag des Funkamateur mit dem alles sagenden Titel "Imperialismus: Wessen Kind der Rias war ist allerdings unbestritten - es war eben ein Kind seiner Zeit geschuldet. Im Osten wie im Westen geisterte der Begriff Farbfernsehen schon in den Köpfen der potentiellen Käuferschichten, als man von einer praktischen und ökonomisch vertretbaren Umsetzung noch nicht einmal träumen konnte [36].

Dies zum Einen, da man wusste von einer im Besonderen Europäischen Normung des Fernsehens noch weit entfernt zu sein. Nichts desto trotz liegt es in der Natur der Sache, das sich alle fernsehtechnisch interessierten Kreise um die theoretische wie auch praktische Umsetzung des Farbfernsehens bemühten und verschiedentlich Ansätze lieferten. Um es vorweg zu nehmen: Die DDR hat kein Farbfernsehen erfunden, sondern in all den Jahren auf Basis der bereits mehr oder weniger bekannten Parameter die das 2.

Auf einen lange andauernden Versuchsbetrieb beim Farbfernsehen wird verwiesen [47]. Herzstück des Farbfernsehens war diesseits wie jenseits der Mauer die Kompetenz zur Fertigung von Farbbildröhren. Die Frage nach der Art der Signalübertragung, die letztlich in einer Normierung münden mussten war dabei untergeordnet, und wurde wie anderweitig umfangreich ausgeführt von der Wahl zwischen einem auf dem Europäischen Zeilen Standard angepassten 2.

Bei Rafena habe man vorausschauend die Bedeutung des Farbfernsehens "bereits erkannt und schon ein Entwicklerkollektiv innerhalb der Fernsehentwicklung beauftragt die Unterlagen zum Bau von Farbfernsehempfängern auszuarbeiten" [47]. Dabei konnte man sich nur auf spärlich ins Land eingedrungene Veröffentlichungen zum Thema stützen mit letztlich beachtenswerten Erfolgen.

Wie die Bilder zeigen, war man in der Lage ein Farbfernsehchassis, zudem bereits in gedruckter Schaltung mit einheimischen Röhren zu bestücken. Rafena Farbfernsehentwicklungsmuster mit Rundbildröhre [47] - Die markante Bildausschnittssilhouette finden wir später wieder bei Stefan Raab auf Pro 7. Praktische Erfahrungen sammelte man dann mit der Übertragung bei Sendeversuchen über km von Adlershof nach Radeberg mit gutem Erfolg [47].

In den Rafena Informationen finden sich drei ausführliche Abhandlungen in den Ausgaben. Und hier hat man den Eindruck, das sich Wunschdenken und reale Erfolge in ein und demselben Artikel der Fachmagazine widersprechen. Im nächsten Punkt wird dann anhand einer Rundbildröhre vermutlich der 21AXP22 oder einem Nachbau mit 43 cm Bildschirmdiagonale argumentiert. Die Rede war von offiziell zugesicherten 1. Auch im Westen dauerte es seine Zeit, bis eine namhafte Durchdringung des Marktes mit Farbfernsehgeräten erreicht wurde.

Mit dem Aufkommen der ersten Service- und wartungsfreundlichen Volltransistorchassis und den selbstkonvergierenden Farbbildröhren Anfang der er Jahre ging es jedoch im Vergleich zur DDR etwas schneller und breitenwirksamer. Daraus folgte die Abkehr vom geplanten Thyristorendstufenkonzept der Nachfolgegeneration wie sie in jenen Tagen z. Die Entwicklungsfreigabe und Schaffung der Produktionskapazitäten waren dabei keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas das Herzblut und Engagement der verantwortlichen Stellen gegenüber vorgesetzten Plänen und Meinungen verlangte [88].

List of all television sets until , manufactured after in the area of the GDR. Die vollständige aktuell gehaltene Auflistung siehe am Seitenanfang!

DDR Fernsehsenderkennungen am Bildschirm. Angehörige der NVA zumindest stillschweigend geduldet. Der Begriff Antennengemeinschaften ist vielsagend, daher der Versuch einer Definierung für unser gewähltes Thema:. In der Regel gab es wie im Westen und anderswo auch die mehrheitliche und zugleich unökonomisch wie unästhetische Art, für jeden Fernsehteilnehmer eine eigene Antenne am Dach zu errichten.

Alternativ gab es in besser versorgten Gebieten natürlich auch den Zimmerantennenempfang sowie individuelle Fensterantennen. Sich privat zu organisieren und eine Gemeinschaftsantenne am Dach zu errichten die dann über Verstärker verfügend alle daran angeschlossenen Teilnehmer versorgt scheiterte hier wie dort oft am eben nicht immer so friktionsfreien Nachbarschaftsverhältnissen, und im Fall der DDR mitunter auch an der Schwierigkeit geeignete Antennenverstärker bzw.

Umsetzer beziehen zu können. DDR Plattenbau mit mehrfach gestockten Antennen: Die Abwesenheit weiterer Individualantennen bestätigt eine Antennengemeinschaftsanlage. Dies änderte sich mit dem Aufkommen der Plattensiedlungen diesseits und jenseits des eisernen Vorhangs, wo seitens des kommunalen bzw. Im Wesentlichen bestand eine solche Anlage aus einer oder mehreren am Dach montierten Antennen auf einem dafür ausreichend für bestimmte Windstärken befestigten Mast.

Elektrisch wurden zumeist bei einfachen Anlagen nur ein oder mehrere Verstärker Kanalgruppenverstärker nebst obligatorischen Frequenzweichen an die Antennen angeschlossen und das Signal in einer kombinierten Parallel-Reihenstruktur an die Teilnehmer weitergegeben.

Das Signal wandert vom Dachboden bzw. Kellergang von einem Stockwerk in das Nächste, jeweils von einer Antennensteckdose im Wohnzimmer der Mieter zur nächsten.

Wo dieses Glück den Bewohnern nicht hold war, konnte man sich in besser versorgten Gebieten das DDR Fernsehen über die Hausantennen "holen", und für den Westen entweder eine selbst am Dach, im Zimmer oder sonst wo angebrachte Antenne wahlweise umschaltbar machen oder umstecken. Ein örtlicher Antennenbauer, mitunter auch Feierabendaktivisten, taten dann das technisch Erforderliche im Gegenzug gegen das wirtschaftlich Notwendige.

Der Respekt für eine solche Leistung war und ist dem Erbauer der Anlage sicher. Die real erzielbare Bildqualität im Vergleich zu den heutigen linealglatten Digitalbildern war der Analogzeit und den Umständen geschuldet. Eingezeichnete Westfernsehzubringerstrecken nach Halle zu obigen Beispiel.

Die Sache hatte nur einen Hacken: Das dabei nicht immer fein umgegangen wurde darf anderswo analysiert werden [18]. In der DDR, die zeitlebens unter Materialengpässen zu leiden hatte war der freie Bezug der Kabel nicht möglich, was diese Option zumeist verhinderte.

Die Ausrüstung wurde entweder über Ungarn geschmuggelt oder halboffiziell die russische Alternativtechnik eingesetzt um damit mit dem Sender Sky Channel und Musik Box einer MTV Vorgängervariante sich zumindest im Fernsehen weltoffen zu geben [75]. Leipzig mit dem Aufwand von Gemeinschaftsanlagen: Auf Wohnhäusern ab 10 Etagen war immer Berlin oder Hof machbar. Da war Selbermachen bestenfalls noch bei den mechanischen Teilen und des Spiegels möglich.

C nicht nebeneinander wohnten sondern individuell z. Die Kabelfernsehgemeinschaften in der DDR: Zuvor jedoch galt es in diesen topografisch für die Ausbreitung von Fernsehsignalen nicht gerade günstig gelegenen Ortschaften überhaupt erst einmal dafür sorge zu tragen das das DDR Fernsehen bei der Bevölkerung empfangen werden konnte.

Mittels einer Schleife konnte man das Signal auskoppeln und seinem Fernsehgerät zuführen. Eine andere Variante war eine Umsetzeranlage auf dem Berg, wo gute Empfangsbedingungen herrschten, der das Fernsehsignal auf einen anderen Kanal umsetzte und in den Ort im Tal abstrahlte.

Für die zusätzliche Aufschaltung ausländischer Sender bedurfte es neben der erforderlichen Technik auch noch etwas Mut:. Selbstinitiative, denn ein offizielles "jetzt geht's los" gab es nicht. So versteckte man das Westfernsehen hinter "weiteren Empfangsmöglichkeiten". Wie es Hans Modrow formulierte war zunehmend alles erlaubt was nicht explizit verboten war [18]. Die Tat bestand aus dem Sammeln von einigen hundert Einwohnern, die willens waren Geld locker zu machen und mitunter auch bereit waren Mühen wie aufwendige Grabarbeiten auf sich zu nehmen um sich Westfernsehen endlich beschaffen zu können.

Dann stellte man ein kleines Häuschen auf, das die technischen Einrichtungen wie hier dann obligatorisch eben Verstärker und Umsetzereinheiten beherbergte. Dann war in Feierabendmanier das Ausschachten von Gräben zu jedem Haus hin erforderlich die an die Kabelgemeinschaft angeschlossen werden wollten. Am Beispiel der Antennengemeinschaft Oberfrohna haben, wie die Erinnerung der Aktivisten belegt, die meisten tatkräftig mit angepackt, wenngleich es wie überall sonst wo auch Zweifler gegeben hat.

Ein fester Kern von rund 70 Mitgliedern bei rund Teilnehmern vermochte dann schon den einen oder anderen Ärger in der Dorfgemeinschaft wenn etwa in Fremdgrundtücken gegraben wurde auszugleichen.

Oft mangels geeigneter Gerätschaft per Hand ausgeschachtete Gräben querfeldein für die Kabelzuführung zu den angeschlossenen Dörfern. Diese Zahl der möglichen Teilnehmer war kontingentiert, und zwar dahingehend, inwieweit man die erforderlichen Mengen des schwer beschaffbaren Kupferantennensignalkoaxialkabels besorgen konnte 6 dB Erdkabel. Lediglich der Umstand wonach die Kanal drei Antennen horizontal, hingegen die Ochsenkopf Antennen vertikal zu montieren waren deutete unmissverständlich auf den Sender hin [26; ].

Zu sehen alte Bekannte aus längst vergangenen Zeiten: Der Gittermast mit dem "Krähennest" und links das gemauerte Kleinhäuschen als Kabelkopfstelle. Oben links die ARD Ochsenkopf bzw. Antennengemeinschaft Halbach im Erzgebirge um Geografische Lage der Antennengemeinschaft eingezeichnet mit den Fernsehsendern der Begierde der rechte Punkt. Wo die Infrastruktur noch nicht vorhanden war, dort durfte mitunter auch ein Flugkapitän der Interflug einen Helikopter zum Errichten eines Stahlgittermastens in den Dienst der Sache stellen.

Übergabe unter anderem dann an der Autobahnstrecke nach Berlin, mittels Geldkoffer von polnischen Transitbürgern die Bezugsquelle waren. Ähnliche Zusammensetzungen, jeweils der geografischen Lage und dem möglichen Westimportkontingent notwendiger Bestandteile geschuldet, wiederholen sich in den wesentlichen Punkten und unterscheiden sich dann nur mehr im Detail.

Umso mehr die des aufwendigen und nicht immer stabilen Fernsehweitempfanges. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Bedeutung der West-UKW Radioprogramme, die mit einer solchen im Bild ersichtlichen Spezialyagiantenne "eingefangen" wurden. Am Beispiel der Antennengemeinschaft Hallbach im Erzgebirge. Das Antennen aus technischen Gründen die sich unmittelbar auf die Empfangsqualität auswirken auch einen Mindestabstand in Abhängigkeit zur Frequenz aufweisen sollten nur so nebenbei.

Vorher musste man sich in den schwierigen Versorgungsgebieten mit Mittelwelle begnügen. Dann gab es noch Kabelgemeinschaften oder eben auch nur Kabelnetze "ohne Gemeinschaft" die ins Leben gerufen wurden um den Antennenwildwuchs auf den Dächern und damit verbundene Ortsbildstörungen, mehr aber noch die Gefahr von Dachsubstanzschädigungen zu verringern.

Da eigentlich jeder Interesse am Westempfang hatte gingen die Vorbereitungsarbeiten oft unglaublich schnell. Ein Thema war dann schon mit zunehmender Programmaufschaltung, das viele DDR Empfänger nur 6, 7 vielleicht 8 Programmspeicher hatten und man wie im Westen an den Abstimmknöpfen drehte wenn man dann doch ein zusätzliches Programm umschalten wollte.

Die sprachlichen Unterschiede werden es aber zudem ohne Programmzeitschrift eher als ein Kuriosum geführt haben [75]. Sehr nett beschrieben findet sich im Internet auch die Geschichte der Antennengemeinschaft Mahlis-Liptitz , in deren Erzählung obige Themen und noch mehr wieder zu finden sind. Aus dem gegründeten Verein ist eine kommerzielle Unternehmung geworden [90]. Wenn eine Antenne für den Fernseher gut war Immer wenn es dunkel wurde, konnte er so vom Wohnzimmer aus die Antenne elektrisch gesteuert Richtung Westsender drehen und nach dem Fernsehabend wieder zurück.

Andere bauten sich im Garten zum Teil sehr umfangreiche Anlagen auf wovon dieses Beispiel wenn auch erst nach der Wende nachgebaut ein Bild abgibt:. Hier zwei Bilder von meiner Antenne im Garten. Die Antennen selbst sind schon weit über 25 Jahre alt.

Von der elektromechanischen Stilllegung solcher Anlagen, mehr aber noch von der Bedeutung der mentalen Einschüchterung der Bevölkerung schreibt " Der Spiegel in seiner Ausgabe vom 6.

Hier das damalige Sendernetz mit ca. Entfernungsangaben auch für den Westen, km Reichweite kann durchaus angenommen werden. Diese Konstruktion die beiden Band-I und Band-IV-Antennen war aber so eindeutig für den Westempfang gebaut, die brauchte man nicht erst am Abend auszurichten - wofür die gebaut waren, war ohnehin klar. Aus dem Erzgebirge der Jahre um ist diese Ochsenkopf Antenne mit einem etwas müden Reflektorstab dokumentiert - Nicht minder von Bedeutung die marode Bausubstanz.

Da war es wirklich besser nicht davor länger zu parken! Eine thematische Abhandlung zum Westfernsehen siehe auch auf Wikipedia. Als ich erfahren habe, dass dieses Gerät morgen in Berlin Ost verkauft wird und nur da , habe ich sofort Urlaub angemeldet und bin am nächsten Tag mit der Deutschen Reichsbahn nach Ostberlin gefahren.

Das waren über Km. Dort am Alexanderplatz angekommen, reihte ich mich in die Schlange ein. Man brauchte auch kein Geschäft zu suchen. Da wo die Menschenschlange steht, bist du immer richtig. Und das Alles, um endlich das ZDF zu empfangen. Freudestrahlend zu hause angekommen, war jetzt das Antennenproblem zu lösen. Dann ging es an die Beschaffung.

In der DDR half jeder jeden. Wie sagte Erich Honecker: Aus unseren volkseigenen Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen. Da ich ja auch zum Volk gehörte, habe ich einen kleinen Teil meines Volkseigentums mitgenommen.

Zum Antennenbau war dieses das Bessere. Da ich aber nur Alu-Rohr hatte kein Profil , wurden dort die Löcher gebohrt, die Alustäbe eingesteckt und mit Schrauben fixiert. Spindler Antennenbuch mit einem als Vorbild dienenden Baumuster. Dann wurde in der kleinen, aber gut ausgestatteten, Werkstatt bis Mitternacht gesägt, gefeilt und geschraubt. Dann lag diese wunderschöne Antenne vor mir. Am nächsten Tag war Freitag und da musste noch schnell das Koax-Kabel besorgt werden.

Dann war noch das Problem mit dem Mast. Also noch ein paar Alu-Rüstrohre vom Volkseigentum also auch wieder nur etwas von meinem Eigentum besorgt. Endlich Wochenende und die Montage konnte beginnen. Am nächsten Tag wurde der Mast noch mal verlängert und das Bild wurde immer besser. Programm kam etwas schlechter rein. So ein "Abenteuer" kann heute kein Mensch mehr verstehen. Ich fand es spannend und interessant.

Ein Leser aus dem Raum Magdeburg schreibt mir: Schweizer Antenne war bei geringem Materialbedarf recht leistungsfähig. Begründet wurde das damals mit besserer TV-Versorgungsgestaltung. Aber es gibt Ausnahmen. Über Überhorizont-Richtfunkstrecken kann man auch im Internet lesen. Sie arbeitete im K 24 oder 25 und man konnte manchmal Testbilder sehen, weil der eigene Antennenstandort genau dazwischen lag.

Wie später ausgeführt, waren ab etwa Mitte der er Jahre die Option auf den Satellitendirektempfang neu hinzugekommen. Noch zu erwähnen ist, das die Metallarbeiten wie die Polarmounthalterung ebenso zumeist in der Garage nach Feierabend entstanden sind. Das "Empfangsparadies" rund um Berlin: Schadeleben im Landkreis Aschersleben, bei Halle soll mit Dachantenne ohne Probleme in Ortssenderqualität die Sender vom Torfhaus empfangbar gewesen sein: Dies mit einer 14 Element-Antenne und einem Vorverstärker in der Dipoldose.

Unter normalen Bedingungen war kein ZDF-Empfang damit möglich, das hätte mindestens eine 4er Gruppe erfordert, da der Empfang von Berlin durch den Petersberg stark abgeschwächt ist. Dies war aber vielen zu aufwendig und kompliziert. Mit etwas Bildrauschen aber trotzdem guter Qualität.

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