Transmissionsmechanismus

Der Prozess, mittels dessen sich geldpolitische Entscheidungen auf die Wirtschaft auswirken, wird als Transmissionsmechanismus der Geldpolitik bezeichnet.

Die Preise für diese Vermögenswerte gehen aber nicht in die Inflationsrate ein. Wahrscheinlich besitzt auch die offizielle Inflationsrate ihre Schwächen.

Die Bestimmung der Inflationsrate in Deutschland

Der Prozess, mittels dessen sich geldpolitische Entscheidungen auf die Wirtschaft auswirken, wird als Transmissionsmechanismus der Geldpolitik bezeichnet.

Die Wirtschaftssubjekte denken rational und orientieren sich bei ihrem wirtschaftlichen Verhalten an dem Preis- und Zinsniveau. Weitere Prämissen sind das 1. Gossensche Gesetz sowie auch das 2. Gossensche Gesetz , wobei die Voraussetzung immer die Substituierbarkeit aller Vermögenswerte ist. Der darauffolgende Prozess ist davon gekennzeichnet, dass eine Erhöhung der monetären Basis eine Zunahme der Geldmenge nach sich zieht. Wirtschaftssubjekte halten damit eine Überschusskasse. Im Folgenden finden Umschichtungsprozesse innerhalb der Wirtschaftssubjekte bzw.

Hierbei ist sowohl das Finanzvermögen, als auch das Sachvermögen beteiligt. In diesem Zusammenhang finden Substitutionsvorgänge innerhalb des Vermögens statt, die den Kern der Theorie bilden.

Der Prozess vollzieht sich vom Finanzvermögen hin zum realen Sektor, Sachvermögen. Es werden neue statt schon existierende Güter nachgefragt.

Auf diese Weise steigt die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern. Um der gestiegenen Güternachfrage nachzukommen findet eine Produktionsausweitung statt.

Auf diese Weise hat die Zentralbank ihre monetären Ziele erreicht. Kritik an diesem Ansatz ist zum einen die Rückkopplungsprozesse Erhöhung der Kreditnachfrage, damit erhöhte Zinsen und zum anderen langfristig führt die Geldmengenzunahmen zu Preisniveausteigerungen. Dieses Übertragungkonzept auch tobinsche Transmissionstheorie monetärer Impulse in den realen Sektor geht auf den Wirtschafts- wissenschaftler James Tobin zurück.

Hier wird ebenfalls wie bei den monetaristischen Ansätzen, das Vermögen in den Mittelpunkt der Überlegungen gerückt. Die Wirtschaftssubjekte streben auch hier eine ideale Verteilung ihres Finanz- und Sachvermögens an.

Dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied, denn im Gegensatz zum monetaristischen Transmissionsansatz spielen nicht nur die Renditeerwartungen, sondern vielmehr die Risikoabschätzungen eine entscheidende Rolle in der Auswahl der Wirtschaftssubjekte.

Dies hat eine Diversifikation des Vermögens zur Folge. Das Risiko der Wirtschaftssubjekte wirkt sich auf die Substitutionsverhältnisse zwischen den Aktivapositionen aus.

Vergleicht man beispielsweise Aktien und Schuldverschreibungen , so wird klar, dass die Wirtschaftssubjekte beim Kauf von Aktien risiko- u. Die Wertpapiere würden zwar den Gesamtertrag erhöhen, aber auch das Gesamtrisiko ansteigen lassen. Daraus folgend sind die Wirtschaftssubjekte nicht bereit einen vollkommenen Aktivtausch vorzunehmen, sondern nur teilweise zu substituieren. Neben diesem Merkmal, gibt es weitere Besonderheiten der tobinschen Transmissionstheorie , wie die Abgrenzung des Finanzvermögens auf das reine Nettovermögen, die Vernachlässigung der Konsumgüternachfrage sowie der Art der Investitionsentscheidung.

In einem nächsten Schritt wird der Ertragssatz für das neu produzierte Sachkapital der Ertragsrate für das bereits vorhandene Sachkapital gegenübergestellt. Litt ein Land einmal unter einer deflationären Phase, so war die Gefahr einer selbsterhaltenden bzw. Sinkende Preise und Einkommen führten zu einer merklichen Kaufzurückhaltung der Konsumenten, da diese mit weiter sinkenden Preisen bzw. Die sinkende Nachfrage wiederum bewirkte eine niedrigere Auslastung der Produktionskapazitäten oder gar Insolvenzen und damit weiter sinkende Preise und Einkommen.

Aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Gläubiger, z. Banken, schränken diese ihre Kreditvergabe ein, was die Geldmenge vermindert und Wirtschaftswachstum erschwert. Diesen Kreislauf bezeichnet man im Allgemeinen als Deflationsspirale. Seit dem Aufkommen keynesianischer und monetaristischer Theorie gilt Deflation als verhinderbar. Wenn sich eine Volkswirtschaft im Abschwung eines Konjunkturzyklus befindet, reagieren die Menschen vorsichtig. Sie erwarten, dass sich ihre Einkommenslage verschlechtern wird, sie fürchten um ihren Arbeitsplatz , und geben deshalb in der Erwartung eines zukünftig geringeren Einkommens und der daraus resultierenden Haltung der Existenzsicherung weniger Geld aus.

Eine vermehrte Zunahme der persönlichen finanziellen Rücklagen setzt allenfalls dann ein, wenn der Zustrom an Geld für die Person nicht so stark sinkt wie der Abfluss an Geld. Auch die Unternehmen halten sich zurück. Es wird nur das Nötigste gekauft und wenig investiert sogenannte Investitionszurückhaltung.

Dieser Nachfragerückgang führt dazu, dass Unternehmen geringere Umsätze bzw. Insgesamt sinkt nun die Gesamtgüternachfrage bei ungefähr gleich bleibendem Güterangebot Nachfragelücke. Grundsätzlich sind geringere Bedürfnisse die Ursache von Konsumzurückhaltung. Ob diese geringeren Bedürfnisse aus Selbstbeherrschung oder mangelndem Geld resultieren ist eine andere Sache. Dieses Phänomen ist zurzeit in Japan zu beobachten Stand: Besonders durch das Platzen von Spekulationsblasen wie z.

Immobilienblasen kommt es zu einer Vermögensdeflation, vor allem, wenn die Vermögensgegenstände durch Kredite finanziert worden sind. Die sinkenden Vermögenspreise führen dann zur Überschuldung von Haushalten, wodurch es zu Kreditausfällen kommt und auch die Banken in Bedrängnis geraten. Da nun weniger neue Kredite vergeben werden als auslaufen und ausfallen, sinkt die Geldmenge. Die Konsumenten können ebenfalls ihre Konsumausgaben kaum noch mit Krediten finanzieren, so dass in der Volkswirtschaft die Nachfrage zurückgeht.

So kann die Vermögensdeflation eine allgemeine Deflation auslösen. Wenn diese Wetten zusammenbrechen, müssen fieberhaft Vermögensanlagen verkauft werden, deren Preise durch das gleichzeitige hohe Angebot kollapsartig verfallen. Eine solche Spirale nach unten übersteigt die sog. Lohndeflation zu einem sich kumulativ selbstverstärkenden Prozess in einer Volkswirtschaft, bei dem Güter- und Faktorpreise gleichzeitig fallen.

Dieses Phänomen wird als Liquiditätsfalle bezeichnet: Aufgrund verfestigter Deflationserwartungen in der Wirtschaft bieten selbst nominale Zinsen von Null Prozent keine Anreize für die Kreditvergabe durch Geschäftsbanken an Investoren oder Konsumenten. Die Kreditrisiken der Gläubiger gegenüber den potenziellen Schuldnern werden von den Gläubigern aufgrund der allgemeinen Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftsentwicklung infolge der Deflation höher als die durch die Kreditvergabe für die Gläubiger erzielbaren Zinserlöse angesehen.

Kreditrationierung durch die Kreditinstitute verhindert dann, dass die potenziell vorhandene Liquidität durch die Nullzinspolitik der Zentralbank in effektive Nachfrage bei Investoren und Konsumenten umgesetzt werden kann, was über steigende Kreditvergabe durch Geschäftsbanken durchaus möglich wäre. Erst wenn wieder Vertrauen in der Wirtschaft auf ein nahes Ende der Deflation entsteht, löst sich die Liquiditätsfalle, in der die Geldpolitik steckt, auf, und der normale Wirkungszusammenhang stellt sich wieder her.

Eine weitere mögliche Quelle für Deflation ist der Staatssektor. Wenn eine Regierung die Staatsausgaben drastisch kürzt, etwa um das Budgetdefizit zu verringern oder einen Budgetüberschuss zu erzielen, fällt die staatliche Nachfrage auf den Märkten kleiner aus, und man gelangt wieder bei gleich bleibendem Angebot zu einer Nachfragelücke. Erstens im Fall wegbrechender Nachfrage aus dem Ausland wegen dort regional lahmender Konjunktur oder einer Weltwirtschaftskrise.

Zweitens durch Aufwertung der eigenen Währung , die die Ausfuhren für die ausländischen Kunden teurer macht. Wenn etwa der Euro gegenüber dem US-Dollar aufwertet, d. Gleichzeitig macht die Aufwertung der Inlandswährung Importprodukte günstiger und setzt zusätzlich die inländische Produktion unter Druck, die ggf. Beides schlägt sich im inländischen Preisniveau nieder.

Wenn ein Land seine Währung etwa durch ein Currency Board an die eines anderen Landes koppelt, das ein höheres Produktivitätswachstum , eine günstigere Entwicklung der Lohnstückkosten o. Letzteres führt in Richtung Deflation. Einen analogen Effekt wie feste Wechselkurssysteme haben Währungsunionen. Nach monetaristischer Vorstellung sind Inflation und Deflation immer und überall ein monetäres Phänomen Milton Friedman. Die dahinterstehende Idee ist, dass eine restriktive Geldpolitik Erhöhung der Mindestreserve , Steigerung des Zinssatzes über die Quantitätsgleichung zu niedrigeren Preisen führt.

Doch auch nach nicht-monetaristischer Sicht führt eine restriktive Geldpolitik zu Deflation, da sie beispielsweise durch die höheren Zentralbankzinsen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage dämpft.

Diesen Wert erreichte sie in die Geschichte nie wieder. In der Folge pendelte sie sich zumeist zwischen 2,0 und 3,0 Prozent ein. Eine Ausnahme waren die 70er Jahre. Auslöser damals war der Ölpreis-Schock. Zu Beginn der 90er Jahre stieg die Inflationsrate noch einmal signifikant an. Allerdings waren dies die Folgen der Wiedervereinigung. Die Preissteigerungen, die damals in der ehemaligen DDR passierten, waren dramatisch.

Seit lag die Inflationsrate nie wieder oberhalb von 2,6 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahren verringerte sich der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland. Somit verringerte sich insgesamt der Preisauftrieb.

Dabei stellte sich die Situation zwischen den einzelnen Energieformen elektrischer Strom, leichtes Heizöl und Kraftstoffen höchst unterschiedlich dar. Dagegen konnten Kaffee-, Kakao- und Teetrinker aufatmen.

Auch in Sachen Unterhal und Informationsverarbeitung hatten die Deutschen gut lachen. Trotz der relativ niedrigen Inflationsrate gemessen am Verbraucherpreisindex klagten viele Verbraucher über eine stark zunehmende Abgabenlast.

Diese wurden nur durch moderate Zuwächse auf dem Land und der ostdeutschen Provinz ausgeglichen. Weiterhin schlugen besonders Preiserhöhungen bei Glücksspielen aufgrund der Anhebung der Spieleinsätze beim Lotto negativ zu Buche. Die Wirtschaftskrise kommt Deutschland und anderen Ländern entgegen. Die Nachfrage nach Gütern hat stark nachgelassen. Deshalb besteht momentan mehr Angebot als Nachfrage.

In der Bundesrepublik kommt eine besondere Situation hinzu: Zu Letzteren zählen beispielsweise Immobilien. Die allgemeine Nachfrage steigt deshalb nicht dramatisch an. Ergebnis dieser Entwicklung — nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Währungsunion — ist, dass sich die Inflationsrate in der Schieflage befindet. Während die Preise für Milch oder elektronische Geräte fast gar nicht steigen oder sich teilweise sogar verbilligt haben, werden Grundstücke, Immobilien und Rohstoffe vor allem Öl und Gas sowie Edelmetalle immer teurer.

Gefühlt liegt die Inflationsrate deshalb deutlich über ihrem tatsächlichen Niveau, weil die Menschen an der Tankstelle oder wenn sie eine Wohnung suchen, eine Preisexplosion erleben. Dass dieses Bild zumindest in Teilen falsch ist, erleben die Menschen, die derzeit einen Kredit aufnehmen. Die diesbezüglichen Zinsen sind extrem günstig. Dies gilt vor allem für Immobilien- und Autokredite, aber auch die normalen Konsumkredite haben sich vergünstigt.

Dies ist das Ergebnis von zwei Prozessen: Die Banken in Deutschland haben durch die ausländischen Investoren sowie durch die Leitzinspolitik , der EZB, die diesen Wert auf einen historischen Tiefststand von 0,25 Prozent geschraubt hat, zum einen ausreichend Mittel für Darlehen.

Zum anderen vollziehen auch die Kredite die Inflationsrate mit. Allerdings verhalten sich vor allem die Bau- und Immobilienzinsen diesbezüglich inzwischen antizyklisch. Die Nachfrage ist enorm, trotzdem steigen die Zinssätze nicht.

Dies hat mit den enormen Markteingriffen zu tun, welche der Kapitalisierung der Banken dienten. Die Finanzinstitute vergeben diese Gelder mittel- und langfristig.

Dies bedeutet, sie kaufen vor allem Staatsanleihen und vergeben Darlehen für den Ankauf und den Bau von Immobilien.

Copyright © 2017 · All Rights Reserved · Maine Council of Churches