Anmerkungen zum historischen Geldwesen in West- und Mitteleuropa

Der Denar (lateinisch denarius, von deni: je zehn) war ein antikes, mittelalterliches und neuzeitliches Münznominal, anfänglich feinsilbern und von mittlerem Wert, durch inflationäre Prozesse immer geringwertiger werdend und schließlich kupfern.

Die Schule trägt heute den Namen ihrer ehemaligen Schülerin Johanna Decker - , welche in Rhodesien heute Simbabwe als Missionsärztin tätig war und am 9. Putto mit ausgestreckten Armen ein Nest haltend, Pfeilköcher am Gürtel, versilberte Metallplastik auf gestuftem Marmorsockel, H 25,5 cm bzw. In dieser auf den

Navigationsmenü

Antoninian, römischer Doppeldenar, nach Kaiser Caracalla, d. h. M. Aurelius Antoninus, benannt. Die Nominalbezeichnung ist eine moderne Erfindung der Wissenschaft.

Ebenso verfehlt wäre es, bei Halberben einen Umfang anzunehmen, der nur der Hälfte des Umfanges der Ganzerben entspräche. Der Unterschied ist vielfach nur ein sehr geringer. Wahrscheinlich sind die Halberben jüngeren Ursprungs als die Ganzerben, und aus diesem Umstande ist auch wohl die geringere Berechtigung in der Mark herzuleiten.

Mit der Zeit bildeten sich folgende Abstufungen in der Erbesqualität im münsterschen Amte Vechta aus: Häusler und Feuersteller hatten keine Berechtigung in der Mark.

Beim Beginn der oldenburgischen Zeit begann man die Erbesqualität lediglich mit Rücksicht auf die Markenberechtigung von neuem festzustellen.

Es kam aber auch vor, wie z. Eigentumsrecht an den Höfen Seite 17 im Buch. In den ersten Jahrhunderten des Mittelalters beruhte alle Macht auf dem Grundbesitz; das bewegliche Kapital hatte bis in die Zeit der Kreuzzüge noch keine Bedeutung. Ihr Bestreben war darauf gerichtet, den Besitz von Grund und Boden zu vermehren und die auf demselben lebenden Leute von sich abhängig zu machen. Und so finden wir denn vor der im vergangenen Jahrhunderte erfolgten Ablösung die meisten Höfe des Amtes Vechta in irgend einem guts- oder schutzherrlichen Abhängigkeitsverhältnis.

Rücksichtlich des Eigentumsrechts an den Höfen unterschied man:. Die rechtliche Stellung der Kolonen Seite 22 im Buch. Über die rechtliche Stellung der auf den Höfen wirtschaftenden Bauern während des Mittelalters sind wir, soweit unsere engere Heimat in Betracht kommt, nur mangelhaft unterrichtet. Im münsterschen Amte Vechta beanspruchten die Vechtaer Burgmänner für ihre Eigenhörigen besondere Vergünstigungen gegenüber dem Bischofe.

Weder dieser noch seine Beamten durften gerichtlichen Zwang ausüben gegen die Hintersassen und Güter der Burgmänner, so lange die Güte noch fruchten konnte, auch nicht bei Klagen von Auswärtigen. Erst dann, wenn diese binnen 14 Tagen die Sache nicht abmachten, konnte die Sache beim Gerichte angebracht werden. Die Hintersassen der Burgmänner konnten ferner nicht zu den Amtsdiensten Arbeiten an den Wohngebäuden der Burg, Reinigung der Gräber derselben und dergleichen herangezogen werden; sie waren nur verpflichtet, dem Glockenschlage oder Aufgebote zur Verteidigung der Herrschaft Vechta zu folgen.

So entstanden in den verschiedenen Ländern die Eigentumsordnungen, im Hochstift Münster die Eigentumsordnung vom Mai und die Erbpachtordnung vom September , im Hochstift Osnabrück die osnabrücksche Eigentumsordnung vom Mai , in Lüneburg die Kalenbergsche Meierordnung vom Die Eigenhörigen oder Leibeigenen waren mit ihrer ganzen Nachkommenschaft einem Leibherrn unterworfen und zu gewissen persönlichen Diensten verpflichtet.

Man unterschied bestimmte und unbestimmte Leistungen. Aus dem persönlichen Leibeigentum ergaben sich folgende Pflichten bzw. Aus dem Kolonatsverhältnis d. Wenn der eine Eheteil zur 2. Ehe schritt, so wurde, wenn aus 1. Lebensjahre, aus besonderen Gründen bis zum Zu letzterem konnten die alten Wehrfester nicht gezwungen werden, wenn sie wie in erster Ehe die Stelle auf Lebenszeit gewonnen hatten.

Mit dem unbeschränkten Gewinn erhielt der Anerbe das Recht, für die Zeit seines Lebens die Stelle nach seinem Gutdünken zu bewirtschaften, von den Erträgen derselben zu leben und seine Kinder auszusteuern, ferner bei seinem Abgange einem seiner Kinder die Stelle zu überlassen, endlich Anspruch auf die Leibzucht. Waren aus der Mark, worin der Hof lag, Grundstücke erworben, so blieben sie beim Hofe.

Das nächste Anerbenrecht hatte im münsterschen Amt Vechta der älteste Sohn erster Ehe, oder, wenn keine Söhne vorhanden waren, die älteste Tochter erster Ehe. Im Osnabrückschen dagegen war bei eigenhörigen Stellen der jüngste Sohn bzw. Kinder zweiter Ehe hatten bei eigenhörigen Stellen nur dann Erbrecht, wenn die Eltern unbeschränkt, d. Die meisten Eigenhörigen waren ihrem Gutsherrn zu Hand- und Spanndiensten verpflichtet, Inhaber kleinerer Stellen, wie Kötter meistens nur zu Handdiensten.

Der Spanndienstpflichtige brauchte nicht länger mit dem Gespanne zu dienen, als das er mit Sonnenaufgang vom Hause abfuhr und mit Sonnenuntergang wieder zu Hause war, was in den langen Sommertagen von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends, in den Wintermonaten von 8 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags zu verstehen war. Einige erhielten auch, wenn sie den Spanndienst verrichteten, Beköstigung, andere dafür Geld. Vielfach zahlten die Verpflichteten für die zu leistenden Spanndienste Geld; jedoch behielt sich der Gutsherr gewöhnlich das Recht vor, den Dienst in natura verlangen zu können.

Wie sehr die Spanndienstpflichten bei den herrschaftlichen Bauern gesteigert wurden, zeigt ein Vergleich der Amtsumschreibungsprotokolle von mit denen von und Um hat man auch die Freien zu Dienstleistungen am Amthause Vechta herangezogen. Im letzten Jahrhunderte münsterscher Zeit kam noch der lästige Torfdienst für die Beamten hinzu je Ringe Torf graben, trocknen und einfahren.

Einige Bauern hatten diesen Dienst für den Amtsdrosten, andere für den Amtsrentmeister und Amtsschreiber zu besorgen. Die Münsterfuhren der herrschaftlichen Bauern datieren vom Jahr , wo die Fuhren mit Fastenwaren zur Hofküche aufkamen. Die dem Gutsherrn zu leistenden Dienste standen vielfach nicht in Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Stellen. Die Gutsherrn suchten dagegen in ihrem Interesse die Kolonen auf den Stellen zu halten, führten genau Register über die Familien und die Zahl der Kinder und verfolgten die Flüchtlinge selbst im Auslande.

Im übrigen war die Lage der Leibeigenen nach den jeweiligen Zeitverhältnissen, nach Gegenden, namentlich nach den Gesinnungen des Gutsherrn eine ganz verschiedenartige, eine bald mehr, bald weniger drückende.

Eine bevorzugte Klasse von Eigenhörigen waren die sogenannten Hausgenossen. Die Entstehung des Hausgenoosenrechtes hängt zusammen mit dem Aufkommen der Hofesverfassung im Die Mitglieder, die sogenannten Hausgenossen, kamen an einem oder an mehreren bestimmten Tagen des Jahres auf dem Haupthofe zusammen, um die Sterbfälle und Auffahrten neuer Hofbesitzer zu ordnen, Händel der Genossen zu schlichten und durch Frage und Antwort ihr eigenes Privatrecht, besonders in Erbfällen, unter Bestätigung des Hofesherrn zu bestimmen.

Ihre Rechte wurden schon früh in Hofrollen aufgezeichnet und an den Versammlungstagen vorgelesen. Wir finden Hausgenossen sowohl im münsterschen als auch im osnabrückschen Teile des Amtsdistrikts Vechta.

Die münstersch-vechtaschen Hausgenossen hatten ihren Versammlungsort auf dem Hofe Bröringmeyer in Lohne. Ihre Zahl war 22, von den 20 herrschaftlich eigenhörig waren, 2 an die Pfarre Lohne gehörten. Die herrschaftlichen Hausgenossen waren: Fortmann, Pölking und Henke in Südlohne, gr. Pfingsttage kamen diese jährlich auf dem Hofe Bröringmeyer zusammen und hielten daselbst ihre Versammlung.

Sie lieferten jeder 1 Schaf. Auch waren noch das beste Pferd, die beste Kuh und ein Stier frei. Die übrigen Mobilien wurden nicht aufgeschrieben und kamen nicht in Anschlag. Beim Überfall durch die oldenburgischen Grafen im Jahre ging die Rolle, in welcher die besonderen Freiheiten der Hausgenossen aufgezeichnet waren, verloren. In dem ersten Punkte erhielten sie Recht.

Inbezug auf den zweiten Punkt wurden sie abgewiesen. Die dem Sterbfall verfallenen Stücke konnten nach einem geringen Preise wieder eingelöst werden. Bei den Ablösungsverhandlungen mit der oldenburgischen Kammer drangen sie jedoch nicht damit durch. Wesentlich anderer Art als die osnabrückschen Redemeier waren die lüneburgischen Reitmeier gr. Feldhaus, Westerhoff und Bredemeyer im Kirchspiel Goldenstedt. Sie waren zur Aufnahme der landesherrlichen Jagd verpflichtet.

Die Erbpacht wurde gewöhnlich dem Pächter und seiner Frau gegeben nebst 3 von ihnen beiden oder von einen von ihnen abstammenden "Leibern" d. Wenn die Nachkommenschaft des Erbpächters auszusterben drohte so stand es dem zuletzt lebenden Erbpächter frei, einen zu benennen, welcher die 3 gesetzten "Leiber" fortsetzen sollte. Die Gewinnsumme wurde bei jedem Eintritt eines neuen Erbpächters auf die Summe einer einjährigen Pacht festgesetzt.

Meistens wurde auch in einem besonderen Erbpachtkontrakte das sogenannte Praecipuum festgelegt. Die Hofhörigen waren persönlich frei, ihre Stellen aber beanspruchte die Landesherrschaft als ihr Eigentum "Leib fei, Gut eigen".

Über die ursprüngliche Bedeutung der Hofhörigkeit ist sowohl in münsterscher, als auch in oldenburgischer Zeit viel gestritten worden. Während die münstersche und nach ihr die oldenburgische Kammer die hofhörigen Stellen als ihr Eigentum ansah, waren die Gerichte meistens geneigt, das Eigentumsrecht den Inhabern der Stellen zuzuschreiben.

Sie sahen in der Hofhörigkeit nichts anderes als ein ius advocatiae Schutzrecht , wofür der Hofhörige dem Hofherrn jährlich etwas leistete. Nach Nieberdings Ansicht waren die Hofhörigen ursprünglich freie Wehren auf freien Stellen, welche im In oldenburgischer Zeit wurde die Frage zum ersten Male akut bei dem Konkurse der Hoyngs Stelle in Krimpenfort , wo die Kammer ihr Eigentumsrecht zu stützen suchte auf die vor dem Erbgerichte abgelegten Geständnisse: Strittig war auch das Erbfolgerecht.

Die münstersche und die oldenburgische Kammer waren geneigt, hofhörige Stellen in bezug auf die Erbfolge gleich zu den eigenhörigen Stellen zu behandeln. Die Gerichte waren aber meistens anderer Ansicht; es lassen sich viele Fälle anführen, wo die Kinder aus zweiter Ehe mit Übergehung der Geblüts-Erben zum Gewinn zugelassen wurden. So sind die drei hofhörigen Stellen auf dem Hagen bei Vechta: Bröring, Harbers und Kröger an fremdes Beblüt gekommen.

Sie hatten jährlich das sogenannte Knechtegeld zu entrichten, das mit einem schweren münsterschen Schilling oder mit 9 Grote bezahlt wurde. Gewöhnlich waren die Schützlinge auch zu kleineren Diensten verpflichtet; namentlich zur Erntezeit und dem Heuen konnten sie angefordert werden, d. In der Wiek Dinklage gab es die sogenannten Gewinn- und Weinkaufsgüter, die auf den Gründen der Pastorat, der Küsterei und der Kaplanei lagen und auf Kanon ausgegeben waren, von denen sich die Besitzer der Burg Dinklage als Patronatsherrn unter dem Namen "Rekognition" eine jährliche Prästation, in der Regel 2 Handdienste, 2 Hühner und ein bestimmtes Wachtgeld von Grote ausbedungen hatten.

Sie bezahlten dem Werkmeister am Dom auf St. Bis zum Beginne des Jahrhunderts blieben, wie schon erwähnt, die meisten Bauernhöfe im Abhängigkeitsverhältnis von Gutsherrn. Vereinzelt sind Freikäufe oder Ablösungen schon gegen Ende des Da ein gültiger Handel nur mit Freien abgeschlossen werden konnten, gab der Leibeigene den Hof, an den er gebunden war, zunächst dem Herrn zurück, und dieser erklärte ihn mit den Seinen zur Vergeltung oder zum Wiederwechsel für frei.

Dann erst konnte der Bauer als Freier den Hof kaufen. Das Verdienst, im Bistum Münster zuerst auf gesetzlichem Wege eine Erleichterung der drückenden bäuerlichen Verhältnisse herbeigeführt zu haben, gebührt dem Fürstbischofe Maximilian Friedrich, Graf von Königseck-Rothenfels Nachdem dieser im Jahre die Eigentumsordnung erlassen hatte, suchte er durch die Erbpachtordnung vom Jahre den Übergang der Leibeigenschaft in ein Erbpachtverhältnis zu erleichtern und vorzubereiten.

Unterstützt wurde er hierin von seinem vortrefflichen Minister, Freiherr von Fürstenberg, und dem eigentlichen Verfasser jener Gesetzte, Geheimrat und Vize-Kanzler Mersmann. Indes so vortrefflich und wohlgemeint auch jene Verordnungen waren, so waren sie doch, als das Niederstift an Oldenburg kam, noch wenig ins Leben getreten.

Wegen der kurz darauf eintretenden frnzösischen Fremdherrschaft geriet diese Angelegenheit ins Stocken. Die französische Regierung zerschnitt den Knoten, den man sorgfältig zu lösen gedacht hatte, ohne Schwierigkeit. Durch das kaiserliche Dekret vom 9. Dezember wurden die lehns- und gutsherrlichen Verhältnisse mit allen darin begründeten Rechten und Pflichten teils aufgehoben, teils als loskäuflich erklärt. Viele gutspflichtigen Bauern benutzten diese Gelegenheit und kauften sich frei, nicht immer zu ihrem Vorteil.

Nach dem Sturze der französischen Herrschaftwurde das Dekret vom 9. Dezember , das ohne alle Kenntnis der besonderen Verhältnisse gegeben war und in vielen Bestimmungen den Grundsätzen der Gerechtigkeit widersprach, durch die Verordnung vom März wieder aufgehoben. Die Gutsherrn sollten jedoch für den Verlust, den sie durch Aufhebung dieser Rechte erlitten, entschädigt werden.

September beurteilt werden. Diese Bestimmung betraf fünf stark verschuldete herrschaftliche Kolonen im Kirchspiel Lohne: Da der Freikauf ungültig war, konnte auch der Verkauf der Ländereien nicht als gültig anerkannt werden. Um die den Gutsherrn zugesicherte Entschädigung für die Aufhebung ihrer Rechte zu ermitteln, wurde durch eine Verfügung vom September eine Kommission eingesetzt, welche in Vechta ihren Sitz hatte.

Nachdem diese ihre vorbereitenden Geschäfte beendet hatte, wurde unter dem Mai provisorisch noch beibehaltene unbestimmte Erbgewinn und die unbestimmten Auffahrtgelder als solche aufgehoben seien und dafür ein für immer festgesetzter Gewinn fixiert werden sollte.

Ohne Entschädigung wurden bzw. Entschädigung erhielten die Gutsherrn wegen des Freibriefes, des Gesindezwangsdienstes, des Sterbfalls und des unbestimmten Erbgewinns. Die Feststellung der Entschädigung geschah entweder durch freie Vereinbarung des Gutsherrn mit dem Pflichtigen oder, wenn die Verhandlungen keinen Erfolg hatten, durch die in Vechta eingesetzte Kommission.

Letztere hatte auch alle Ablösungskontrakte zu revidieren und zu genehmigen. Bei den herrschaftlichen Höfen wurde für den Zwangsdienst eine gesetzliche Rente von 36 Grote angenommen; zur Bestimmung der jährlich zu zahlenden Rente für den Freibrief wurde ermittelt, wie viel durchschnittlich in den 90 Jahren vor der französischen Fremdherrschaft gezahlt worden war.

Die durchschnittliche Zahl wurde 3 mal genommen und durch 90 geteilt. Für den Heimfall betrug die jährliche Rente ein Prozent vom Reinertrage der Stelle, zu dessen Berechnung meistens die vom Gemeinheits-Kommissair Nieberding angeschlagenen Jahrerträge dienten, von welchen die Lasten und Abgaben abgezogen wurden. Da viele herrschaftliche Hofhörige ein Heimfallsrecht nicht anerkennen, somit eine Rente hierfür nicht übernehmen wollten, wurden deren Stellen erst , wo Artikel 59 des Staatsgrundgesetzes den Heimfall und die Holzberechtigung ohne Entschädigung aufhob, vom gutsherrlichen Verbande befreit.

Das Gesetzt vom Februar und die Nachfuge vom Dieses Kapital besteht in dem schszehnfachen Betrage des Geldwertes, den der jährliche Reinertrag ausmacht: Durch das Gesetz vom Nach der Erbpachtordnung sollte blo von dem Pekulium, d. Es wurde deshalb gewöhnlich der fünfjährige Ertrag und der Wert des Pekuliums zugrunde gelegt, von welch letzterem jedoch das Precipuum eine bestimmte Anzahl von Vieh, Geräten und Früchten ausgeschlossen war, das für den Anerben nach der Erbpachtordnung abgesondert wurde.

Diese Grundsätze gelten nur für die Eigenhörigen und die Erbpächter, wurden aber meistens auch für die Hofhörigen in Anwendung gebracht. Schlimm stand es aber mit der Abfindung der Kinder der gutsherrnfreien Stellen.

Die Folge war nur zu oft Überschuldung infolge zu hoher Aussteuerung abgehender Kinder und weiterhin Verlust der Stelle. In der Grafschaft Diepholz bestimmte man den Brautschatz von freien Meierhöfen, indem sämtliche Gebäude auf dem Kolonate mit Inbegriff der Heuerhäuser taxiert wurden und der taxierte Wert unter sämtliche Kinder, der Grunderbe mitgerechnet, verteilt wurde. Der Grunderbe behielt die zum Kolonate gehörigen Ländereien ganz für sich, aber auch alle Schulden, welche auf der Stelle hafteten.

Im Fürstentum Osnabrück gab es über die Aaussteuerung der abgehenden Kinder bestimmte Verordnungen, mit denen es jedoch in der Regel nicht so streng genommen wurde, und die nur dann zur Anwendung kamen, wenn die Beteiligten sich auf andere Weise nicht verständigen konnten. Nach einer Verordnung vom 5. Nach einer Verfügung vom Hälfte nichts bekommen, sondern diese ganz unter die übrigen Kinder verteilt werden sollte.

Teil des Brautschatzquantums als Zulage für die Aussteuer. Nach dem oldenburgischen Gesetze vom Den Boden zu besteuern, kannte man im Mittelalter nicht. So wurde im Bistum Münster in den Jahren , , , , , , , , Kopfsteuer erhoben.

Als diese nicht genügte, kam man auf den Gedanken, den Boden zu besteuern. Aber diese Grundsteuer war noch keine feste und wurde nicht von dem Kolon, sondern von dem Gutsherrn gezahlt. Von Steuern war nur der frei, der dem Lande mit seinem Leibe dienste. Bald aber geriet dieser Grundsatz in Vergessenheit.

Im Amte Vechta setzten die Burgmänner alle Bauernstellen zu einer bestimmten Quote zur Grundsteuer an und bestimmten dann die von den einzelnen Kirchspielen zu zahlende Summe. Schatzungsfrei waren die aldeligen Güter und im Kirchspiel Twistringen die sogenannten Junkerstellen und das Erbe Hohenholt. Auch im Fürstentum Osnabrück half man sich anfangs mit Kopf- und Viehsteuer. Dabei wurde zuletzt der ganze Bedarf auf die Ämter verteilt.

Daraus bildete sich dann der Monatsschatz, der bis den Bauernstand genug gedrückt hatte. Infolge der Entwässerung und Entwaldung wurden höher gelegene Gegenden, die früher die besseren waren, die schlechteren umgekehrt niedrige Stellen die Besseren. Jahrhunderts Roggen verkaufen konnten.

Ebenso hoben sich die Stellen in Bokern und Märschendorf, während der Boden in Schemde im Kirchspiel Steinfeld immer mehr austrocknete. Emstek und Kappeln erfuhren gar keine Herabsetzung, Bakum, Vestrup und Goldenstedt nur eine geringe von wenigen Talern.

Sie genügte überhaupt nicht, um die Ungleichheit zu heben. Steinfeld blieb gegen Lohne und Dinklage zu stark belastet. Im Jahre wurde diese Vergünstigung von der oldenburgischen Regierung aufgehoben. Als das Münsterland an Oldenburg kam, wurde an dem Zustande der Abgabenverhältnisse vor der Hand nichts geändert.

Nur in der Art der Erhebung trat eine Änderung ein, indem statt der Kirchsielsreceptoren die Amtseinnehmer die Hebung besorgten. Diese additionelle Schatzung bedeutet jedoch keine Erhöhung, da schon in münsterscher Zeit die gewöhnliche Schatzung nicht auf 12 Monate beschränkt blieb, sondern nach dem Gutdünken der Landstände auf 14, 16, 18 Monate jährlich bestimmt wurde.

Erst durch das Gesetzt vom Mai wurde anstelle der alten Abgaben eine neue Grund- und Gebäudesteuer angeordnet. Die Grundflächen der Gebäude und die zur Wirtschaft erforderlichen Räume werden mit dem besten Ackerlande ihrer Art in der Gemeinde in seinem Steuerkapital in der Mutterrolle gesondert aufgeführten Grundstücke oder Gebäude.

Diese kurzzeitigen Münzverbesserungen traten bis zum Zerfall Westroms bei allen Nominalen hin und wieder auf, was aber die Tendenz des Wertverfalls über die Jahrhunderte nicht beeinflusste.

Infolge der zunehmenden Inflationen kam es erstmals unter Caracalla zur Prägung von Doppeldenaren die nach-antike Bezeichnung ist Antoninian ; die originale Bezeichnung ist unbekannt, nach neueren Forschungen angeblich Bicharactus. Auch der Antoninian ging den Weg der Abwertung — wie zuvor schon der Denar. Die zeitgenössischen Kaufleute — Geldwechsler nummularii , Bankiers argentarii und Händler — wussten allerdings sehr gut zwischen den Feingehalten und damit den wahren Werten der verschiedenen Münzen zu unterscheiden und zogen ebenfalls ihren Profit daraus.

Die frühen republikanischen Denare nach v. Damals war es noch nicht üblich, lebende Personen abzubilden. Die Tradition, meist weibliche Gottheiten oder Schutzpatroninnen abzubilden, hat sich bis heute gehalten: Schon früh war es üblich, auch den Namen des Münzmeisters, der als hoher republikanischer Beamter die Münzqualität garantierte, und diverse Stempelzeichen mit einzuprägen.

Später gab es nur noch kleine symbolische Münzmeisterzeichen , da der Platz auf den Münzen zunehmend dem kaiserlichen Münzherrn vorbehalten blieb.

Dies erlaubt eine ziemlich genaue Datierung der Münzen und damit oft auch der archäologischen Fundumstände. Die Rückseiten der Münzen sind sehr unterschiedlich gestaltet und dienten insbesondere der Propaganda , indem sie zum Beispiel mit Allegorien auf die Fürsorge des Kaisers oder seine Heldentaten hinwiesen Füllhorn , Clementia , Providentia , Indulgentia , Securitas etc. In der Zeit der Soldatenkaiser wurden so auch die Legionen gewürdigt, die den neuen Imperator ausgerufen hatten.

Ganz allgemein kann man sagen, dass besonders die römischen Münzen in einer Zeit des weitverbreiteten Analphabetismus mit solchen allegorischen Figuren versehen wurden, die eine hohe Symbolkraft hatten und auch ein Kennzeichen des Nominals waren. Die hohe Abbildungsqualität der Münzen aus festen Münzstätten ging mit dem Zerfall des römischen Imperiums verloren und wurde erst wieder ab etwa erreicht — bei den Talermünzen der Neuzeit.

Die Münzen aus den mobilen Feldmünzstätten der militärischen Legionen hatten eher eine schlechtere Abbildungsqualität. Entweder fehlten gute Stempelschneider oder einfach die Zeit für sorgfältige Münzprägungen , da die Truppen ständig mit frischem Geld zu versorgen waren.

Obwohl die Denarteilstücke, wie zum Beispiel das bronzene As, damals viel häufiger als der Denar geprägt wurden, haben diese wegen stärkerer Korrosionsanfälligkeit und langem Umlauf relativ selten in guter bis sehr guter Erhaltung bis in unsere Zeit überdauert. Der Denar war wie der Aureus praktisch bis etwa n. Jedoch gab es gleichzeitig in einigen Provinzen noch ältere Regionalwährungen, die zum Beispiel auf der griechischen Drachme oder auf dem hebräischen Schekel beruhten.

Die Regionalwährungen wurden in Rom als Tributzahlung meist sehr gern genommen. Ihr Verrechnungskurs war so gestaltet, dass sie nach Umschmelzung und Neuausprägung immer noch einen einträglichen Schlagschatz einbrachten.

So konnten Cistophori für Denare getauscht und in neue Denare umgemünzt werden. Im Mittelalter war der Denar gleichbedeutend mit dem Pfennig. Die Bezeichnungen für den französischen Denier , den portugiesischen Dinheiro und den Dinar leiten sich vom mittelalterlichen Denar ab. Im frühen Mittelalter entsprach ein Denar etwa dem Wert von 10 Hühnern. So wurde er noch unter Kaiser Leopold I.

Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. In anderen Projekten Commons. Diese Seite wurde zuletzt am

Copyright © 2017 · All Rights Reserved · Maine Council of Churches