Dies und Das – Q, Zerfall und politischer Selbstmord

Die denkende Bevölkerung hat genug von ewigen Vertröstungen und geschönten Statistiken! Über Jahrzehnte wurden die Opfer des Zollabbaus verhöhnt und belogen.

Jahrzehntelang hast du hart gearbeitet und ein stattliches Vermögen angespart.

Inhaltsverzeichnis

Im Jahr ist erstmals eine Eisenbahngesellschaft gelistet worden: Mohawk & Hudson. Weitere Gesellschaften folgten bald, und so wurden Eisenbahnaktien zur ersten Sorte von Boom-Aktien, die das Handelsgeschehen für den Rest des Jahrhunderts prägten.

Unsere Analyse zeigt die 9 wichtigsten Gründe, warum es zum Börsencrash und einer neuen Krise kommen wird. Die Frage, ob es bereits in zu diesem Börsencrash kommt, ist jedoch schwer zu beantworten. Während die Realwirtschaft von China abhängt, hängt die Finanzwirtschaft von der Wall Street ab, weshalb ein Kurseinbruch dort anderen Märkte mit sich in den Abgrund ziehen würde.

Danach waren Investoren innerhalb der letzten Jahre bereit, durchschnittlich 16,05 Dollar für jeden Dollar an erwirtschafteten Gewinnen der dort gelisteten Unternehmen zu bezahlen. Aktuell liegt das inflationsbereinigte Shiller-KGV bei 29,58 und damit auf dem dritthöchsten aber nur knapp unter dem zweithöchsten Niveau, welches in dem von Robert Shiller analysierten Zeitraum jemals ermittelt wurde. Anleger sind also heute bereit, 84 Prozent mehr zu zahlen als im historischen Durchschnitt.

Neben der Bewertung gibt es aber auch noch andere Faktoren wie die Marktbreite. Diese Kennzahl zeigt, wie viele Aktien steigen und wieviele fallen. Das lässt sich bei Indizes, welche die Unternehmen nach Marktkapitalisierung gewichten, so nicht ablesen. Das gleiche gilt natürlich im umgekehrten Fall in Bärenmärkten. Apple, Alphabet, Amazon, Facebook und Microsoft.

Derzeit deuten bereits zwei von drei wichtigen Faktoren, die hohe Bewertung und die geringe Marktbreite, auf ein hohes Risiko deutlicher Kurseinbrüche hin. Die Quote zwischen Aktienbesitz und freier Liquidität soll nach Umfragen Ähnlich verhält es sich bei den institutionellen Investoren, die — wie Goldman Sachs berichtet — so positiv gestimmt seien, wie zuletzt vor zehn Jahren.

Die Spekulationen auf einen weiteren Rückgang der Volatilität haben sogar zugenommen. Das erinnert doch sehr an die Euphorie und die Wetten am neuen Markt im Jahr , aber auch an die hohe Anzahl der Kreditausfall-Versicherungen, die vor der Finanzkrise in verkauft wurden. Ein Indiz dafür, dass die Blase bald platzen könnte, ist der US-Automarkt, der sich bereits in der Krise befindet und erhebliche Kreditausfälle zu verzeichnen hat.

Die Investition in passive Fonds führt jedoch zu einer Trendverstärkung, denn Aktien die steigen werden von vielen Fonds gleichzeitig nachgefragt, was einem Herdenverhalten gleicht.

Das allein könnte aus einer normalen Korrektur einen ausgewachsenen Börsencrash erzeugen, wenn die Anleger in Panik geraten und verkaufen wollen, weil eine Panik, anders als während eines Aufschwungs, in viel kürzerer Zeit erfolgt. Grundsätzlich ist es richtig, dass ein niedriges Zinsniveau ein höheres Bewertungsniveau bei Aktien rechtfertigen kann. Steigen jedoch die Zinsen bei der derzeit extrem hohen Verschuldung, können die vielen Unternehmen, die nur geringe oder keine Gewinne erwirtschaften, ihre Kredite nicht mehr bedienen.

Das gilt besonders für die Unternehmen die im Russell Aktien-Index gelistet sind. Steigen die Zinsen also weiter, würde es zu Unternehmenspleiten und damit zu erheblichen Korrekturen an den US-Aktienmärkten kommen. Trotzdem hat die US-Notenbank Federal Reserve FED Ende die Zinswende eingeleitet und bisher insgesamt drei Zinserhöhungen vorgenommen , um einerseits verlorengegangenes Vertrauen wieder herzustellen und andererseits ein Polster für neue Zinssenkungen aufzubauen, um für die nächste Krise gewappnet zu sein.

Natürlich verstärkt eine Zinsanhebung die Crashgefahr, weil das Wirtschaftswachstum zu gering ist, um höhere Zinslasten tragen zu können. Aber jeder schuldengetriebene Aufschwung muss sich im herrschenden Geldsystem von Zeit zu Zeit entladen weshalb es auch zu einem Börsencrash kommen muss, damit sich die Preise wieder normalisieren können.

Im herrschenden Geldsystem trifft das begrenzte Angebot an Immobilien auf eine stetig steigende Nachfrage, weil der Zuzug in die wirtschaftlichen Zentren weltweit anhält, aber vor allem deshalb, weil es eine unbegrenzte Finanzierung durch Bankkredite gibt. Unser Bankensystem kann faktisch unbegrenzt neue Kaufkraft durch Kreditvergabe erzeugen und ist dadurch verantwortlich für rund 90 Prozent allen Geldes, das sich in Umlauf befindet. Unbegrenzte und quasi ohne Kosten produzierbare Kaufkraft trifft so auf ein begrenztes Gut, wodurch die Preise der Immobilien steigen und damit eine sich selbst verstärkende Spirale an neuen Immobilien-Finanzierungen in Gang gesetzt haben.

Sobald eine Immobilie zu einem höheren Preis verkauft wird, wirkt sich das auf den Preis aller Immobilien in einer Region aus. Das Preisniveau insgesamt beginnt zu steigen. April ist von " zurückkehrenden Emigranten " die Rede. Zu diesen gehörte eben auch Lenin. In diesem Artikel wird er als " zweifellos einer der bedeutendsten Köpfe der russischen Sozialdemokratie " bezeichnet Arbeiter-Zeitung , Durch die Suche in historischen Zeitungen und Zeitschriften eröffnen sich oft andere Perspektiven als jene, die dem heutigen Forschungsstand zu diesem Thema entsprechen.

Die Rote Fahne , 9. Jahrestag der Oktoberrevolution nahm Marschall Konjew in einer Rede Bezug auf das Nachkriegsösterreich, die in der "Österreichischen Volksstimme" publiziert wurde vgl.

Österreichische Volksstimme , 6. Anders als Weihnachten, das jedes Jahr am selben Tag gefeiert wird, ist Ostern ein sogenanntes bewegliches kirchliches Fest, dessen Datum jedes Jahr variiert. Auch anno dazumal haben die Zeitungen ihre Leserschaft darüber informiert: Bis zur einheitlichen Berechnung des Osterfestes war es ein langer Weg.

Das "Grazer Volksblatt" berichtete über den Osterstreit in der alten Kirche vgl. Grazer Volksblatt , Die "Genossenschafts- und Vereinszeitung" vom April erklärte ihren Leserinnen und Lesern den Zusammenhang zwischen Frühlingsvollmond und Ostersonntag: Der Frühlingsvollmond bietet also sozusagen die Ostergrenze, weshalb das christliche Osterfest stets nach dem März und vor dem Dieser Zusammenhang kann auch zu kalendarischen Merkwürdigkeiten führen, wie uns die "Reichspost" erklärt.

Denn wenn der Frühlingsvollmond gerade auf die Wende zwischen einem Samstag und einem Sonntag fällt, sodass er für die eine Halbkugel der Erde noch am Samstag und für die andere am Sonntag stattfindet, kann das Osterfest nach richtiger astronomischer Berechnung in Amerika acht Tage früher als in Europa gefeiert werden vgl.

Wäre es da nicht praktischer, für das Osterfest ein Datum zu fixieren? Doch wie wir wissen, hat sich diese Ansicht bis heute nicht durchgesetzt.

Februar jährt sich zum Die Kritiken zur Uraufführung des heute so berühmten Stücks fielen sehr gut aus, auch wenn der gesamte Abend eher getadelt wurde: Der Erfolg hat diesen Erwartungen nicht entsprochen.

Im "Teplitz-Schönauer Anzeiger" vom Februar findet sich dieses Inserat für frische Krapfen nebst Annoncen, die z. Teplitz-Schönauer Anzeiger , Wer sich anderweitig auf den Fasching einstimmen will, kann in einem 50 Jahre zuvor erschienenen amüsanten Artikel " Über die körperliche und geistige Existenz der Faschings-Krapfen " im "Humorist" lesen: Inwiefern sich " in dieser Gestaltung des kleinen Faschingskrapfen [ Wer nun immer noch keine Lust auf Krapfen hat, dem wird sie garantiert mit dem vor 95 Jahren im "Volksfreund" erschienenen Lobgesang auf die " Schmalzbäurin " kommen, einer " Krapfengeschichte " über die noch nicht so karge Zeit vor dem Krieg: Das Schmalz hat's halt wieder ausgemacht " vgl.

Vor genau Jahren berichtet "Das interessante Blatt" von der, in einem Hamburger Zirkus vorgeführten, erfolgreichen Dressur eines Elefanten, mit einem Dreirad oder "Tricycle" zu fahren vgl. Das interessante Blatt , 3. Der Artikel lobt die ausgeprägte Lernfähigkeit von Elefanten und weist darauf hin, dass die Dressur von Elefanten im Gegensatz zu der von Pferden viel müheloser vonstattengeht: Während das Pferd mit Peitsche und Haferentzug gebändigt werden muss, wird der Elefant" nach dem Grundsatze der modernen Kindererziehung ohne den Stock erzogen, es wird ihm geschmeichelt, und versucht Diese Methode scheint gut zu wirken - der Elefant ist nach vorsichtigem Aufsteigen flott am Dreirad unterwegs und hebt zum Abschied fröhlich seine Kappe.

Vor genau Jahren erfolgte, was man heute als Ausgangspunkt für die Wende im Kriegsgeschehen bezeichnen kann. Angespornt durch bisherige Erfolge durch den Einsatz von Untersee- booten, wie sie in der "Deutschen Presse" vgl. Deutsche Presse , 1.

April in den Ersten Weltkrieg eintreten lassen wird. Die Neue Zeitung , 1. Das "Fremden-Blatt" zeigt Genugtuung darüber, dass die Gegner, " Gleiches mit Gleichem vergeltend, … eingeschlossen und abgeschlossen " Fremden-Blatt , 1. Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, alles Gute für und hoffen, dass Sie uns als Leser gewogen bleiben! Der damalige Bestand von fünfzehn digitalisierten Zeitungen wuchs kontinuierlich, ab heute bieten wir unseren NutzerInnen eintausend Zeitungs- und Zeitschriftentitel.

Sie können in zwanzig unterschiedlichen Sprachen in mehr als siebzehn Millionen digitalisierten Zeitungs- und Zeitschriftenseiten blättern und viel Interessantes finden. Unsere meistgelesene Zeitung ist nach wie vor die Wiener Zeitung , die zum ersten Mal — noch als Wiennerisches Diarium — erschien.

Sie ist aber bei weitem nicht die Älteste in unserem digitalen Bestand. Die handgeschriebenen Fugger-Zeitungen , deren erste Ausgabe aus stammt, aber auch die gedruckten " Neuen Zeitungen ", die ihrem Publikum neben echten Nachrichten auch mit spektakulären Geschichten versorgt haben, gewähren unseren LeserInnen einen Blick in das späte Neben Zeitungen, die zur Zeit der beiden Weltkriege erschienen sind, haben wir auch eine bedeutende digitale Sammlung an Esperanto-Zeitungen und -Zeitschriften.

Tatsächlich wurden die Marktstände an der Wienzeile erst Ende November von den Händlern bezogen und der Marktbetrieb aufgenommen. Der später "Naschmarkt" genannte Markt bestand bereits seit am rechten Ufer des damals unregulierten Wienflusses im Bereich des heutigen Karlsplatzes.

Nach der Regulierung und Einwölbung des Wienflusses wurden ab auf der Einwölbung mehr als gemauerte Marktstände errichtet, welche im Herbst fertiggestellt und von den Standlern bezogen wurden. Der "Naschmarktumzug" wurde — trotz der kriegsbedingten Lebensmittelknappheit — in Wien mit Spannung erwartet und in vielen Tageszeitungen kommentiert:.

Die Neue Zeitung, Auf dem eingewölbten Wienflusse nähert sich die neue Naschmarktanlage […] der Vollendung. Illustrierte Kronen Zeitung, Die Verlegung des Naschmarktes. Schon für den 1. Neue Freie Presse, Die bauliche Ausgestaltung der Marktanlage auf der rechten und linken Wienzeile schreitet trotz der durch den Krieg verursachten Hemmnisse rasch vorwärts.

Das Ende des alten Naschmarktes ist nun da. Neues Wiener Tagblatt, Der […] Naschmarkt wird in der Zeit vom November […] verlegt. Neues Wiener Journal, Wieder ist ein Stück Altwien der neuen Zeit zum Opfer gefallen.

In aller Stille vollzieht sich in diesen Tagen die Übersiedelung der Warenverkäufer vom alten auf den neuen Naschmarkt. Zum erstenmal gab es gestern auf dem neuen Naschmarkt reges Leben. Vom alten und neuen Naschmarkt. Kronstädter Zeitung , Klagenfurter Zeitung , 1.

Mit 15 Jahren wurde er an der k. Akademie für orientalische Sprachen aufgenommen, an der er eine Ausbildung zum "Sprachjüngling", wie die Schüler der Akademie aufgrund ihres jungen Alters genannt wurden, absolvierte vgl. Die Presse , Die dort gewonnenen Sprachkenntnisse — er wurde unter anderem in Arabisch, Persisch und Türkisch unterrichtet — konnte er während seiner Anstellung als Übersetzer in Konstantinopel unter Beweis stellen vgl.

Neues Wiener Tagblatt Tages-Ausgabe , 5. Zurück in Wien war er ab als Hofdolmetscher in der Hofkanzlei in Wien tätig vgl. Vaterländische Blätter , Morgenblatt für gebildete Stände , Nachdem er jahrelang um die Gründung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bemüht war vgl.

Wiener Abendzeitung , Juni , S, 2 , wurde diese letztendlich im Jahre ins Leben gerufen und von Hammer-Purgstall einstimmig zum 1. Deutsche Vierteljahrschrift , Heft 4 von , S. Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und geistiges Leben , Wiener Zeitung , Bezirk in "Hammer-Purgstall-Gasse" umbenannt vgl.

Wiener Zeitung , 6. Kaiser Franz Josef I. Allgemeiner Tiroler Anzeiger , Seine Herrschaft begann mit der Revolution , die wie ein immer schneller ausbreitendes Feuer in Europa um sich griff und die Herzen der Unterdrückten entflammte.

Doch Franz Joseph wusste dieses Feuer schnell zu löschen. Mit Infanteriekompanien löste er den Reichstag im März auf und ein paar Jahre später gelang ihm, was er dachte, das Richtige für das Kaiserthum sei: Die Alleinherrschaft der Krone.

Dies missfiel den einstigen Revolutionären jedoch und wurde ein Attentat auf ihn verübt, dem er nur knapp entrann vgl. Linzer Volksblatt , Das Vaterland , Herrschaft endete zwei Jahre später mit seinem Tod. Er regierte 68 Jahre lang. Doch was ist geblieben? Heute gibt es mehr als Ausgewählte interessante Stücke kann man in der Sonderausstellung des Prunksaals der Österreichischen Nationalbibliothek anschauen. Darunter befinden sich auch Tonaufnahmen, die schon bei seinem Ableben für Trost sorgen sollten, berichtete die Pester Lloyd vgl.

Pester Lloyd , 6. Bestattet wurde der Monarch, wie alle seine Familienmitglieder, in der Kapuzinergruft. Dort war er aber kein Kaiser mehr, sondern: Dieser Ausruf des Sozialdemokraten Friedrich Adler soll angeblich die Schüsse begleitet haben, die am Karl Stürgkh, seines Amtes k.

Ministerpräsident, wurde durch drei Schüsse in den Kopf getroffen und war sofort tot: Karl Stürgkh machte ab Karriere beim Staat und wurde im November zum Ministerpräsidenten auserkoren. In dieser Rolle war er für die Vertagung des k. Reichsrates im März verantwortlich, was sich Monate später als fatal erweisen sollte vgl. Arbeiter Zeitung , Seine Brisanz bekam das Attentat jedoch erst nach dem ersten Prozesstag Da man davon ausging, dass die Tat keine politische Relevanz hatte, oblagen die Zeitungen zunächst keiner Zensur.

Somit wurde teilweise fast wortwörtlich in den Gazetten abgedruckt, was vor Gericht besprochen wurde. Adler hatte laut eigener Aussage zwei Hauptmotive. Auf der einen Seite sah er die Ermordung Stürgkhs als Demonstration, er wollte damit die Menschen aufrütteln und ihnen vor Augen führen, unter welchen Missständen in seinen Augen Österreich zu leiden hätte.

Auf der anderen Seite verurteile er aufs Schärfste seine eigene Partei, da sie sich nicht dazu entschlossen hatte, diese Ausnahmeverfügungen zu bekämpfen. Juli als noch gar nicht die Kriegserklärung erfolgt war, einen offenen Staatsstreich gegen die Institution der Geschworenengerichte begangen. Er traf damit den Nerv der damaligen Zeit. Innerhalb weniger Stunden begann sich die Meinung der Allgemeinheit über den Angeklagten jedoch zu ändern.

Am zweiten Prozesstag schloss er seine Rede mit den Worten: Dieser Ruf wurde vom Publikum aufgenommen und so lange weitergetragen und wiederholt, bis der Saal geräumt werden musste. Dennoch wurde er zum Tode verurteilt vgl. Anfang November wurde Adler amnestiert und kam frei. Mit offenen Armen wurde er wieder als Genosse Adler bei den Sozialdemokraten aufgenommen vgl.

Oktober auf der Theresienwiese in München mit einem Pferderennen vgl. Agramer Zeitung , 3. Einige Jahre später erfolgte eine Vorverlegung in den September, um die letzten warmen Tage auszunutzen.

Dies ist auch der Grund, warum heutzutage nur noch das letzte Wiesnwochende im Oktober liegt vgl. Nach und nach kamen unterschiedliche Vergnügungsangebote hinzu, wie z. Feldkirchner Anzeiger , 1.

Vorarberger Landes-Zeitung , Stark mit dem Oktoberfest verbunden ist bis heute der Biergenuss. Beim heurigen Oktoberfest sind während der 14 Festtage auf der Festwiese nicht weniger als Grazer Mittags-Zeitung , Kaum geändert hat sich hingehen die beliebteste Bekleidung der Besucher: Schon wurde diese stolz getragen vgl.

Neuigkeits Welt Blatt , Und nicht selten bekommen Daheimgebliebene den Satz zu hören: Seit Jahren ist Salzburg Teil von Österreich.

Aus Anlass dieses Jubiläums wurden in einer Kooperation von Salzburg Folgende Zeitungen sind — chronologisch nach ihrem ersten Erscheinen gereiht - in ANNO frei online zugänglich und decken die Periode von bis ab: September wurde das Sonnblick-Observatorium feierlich eröffnet, wobei dem Kaiser und dem Erbauer der Warte Ignaz Rojacher Respekt gezollt wurde vgl. Wiener Abendpost , 3. Seit ihrer Erbauung war die Warte eine bedeutende Forschungsanstalt für meteorologische, astronomische und physikalische Untersuchungen.

Aber auch für die tägliche Wetterprognose war die Station unentbehrlich. Die Messungsergebnisse wurden täglich per Telefon nach Wien weitergegeben vgl. Die Forschungsgebiete haben sich in den letzten Jahrzehnten erweitert: Datenerhebungen über Feinstaubbelastung, Permafrost und Radioaktivität haben seit der Erbauung der Warte vor Jahren an Wichtigkeit gewonnen.

Trotzdem konnten die Bauarbeiten innerhalb eines Sommers vollzogen werden. Die aufwändige Ausstattung der Forschungseinrichtung konnte nur unter entsprechender Wartung sinnvoll genutzt werden. Die einwandfreie Funktionstüchtigkeit der Warte konnte nur durch die Arbeit des Wetterwartes gewährleistet werden. Bei Lawinenabgängen konnte es vorkommen, dass der Wart tagelang allein in der Sonnbergwarte ausharren musste. Nur ein einziger von ihnen, Leonhard Winkler, diente zehn Jahre — von bis — der Wissenschaft als Wetterwart auf dem Sonnblick.

Jänner berichtete das "Grazer Volksblatt" von den extremen Bedingungen, die die Sonnblickwarte aushalten mussten. Der Wart des Vorjahres wäre nach einem Besuch im Tal nicht mehr dazu zu bewegen gewesen, zu seinem Posten zurückzukehren. Laut Aussagen des neuen Wetterwartes hatte es in der Gelehrtenstube zwischen 13 und Grad und beim Ablesen der Geräte im Freien gefroren ihm Fingerspitzen und Bart vgl.

Die hartgesottenen Kandidaten für den Wärterposten beschränkten sich meistens auf ortsnahe Personen, die sich freiwillig für ein einsames Leben im rauen Alpenklima entschieden. Er gedenkt der Prunksäle, vor deren Pforten das Volk umsonst um Freiheit fleht, um die Freiheit 'frei zu sein' " Volksbote , 5.

Innsbrucker Nachrichten , 9. Er gilt damit als Vorkämpfer der Märzrevolution und wurde schon von Zeitgenossen als literarische Opposition gegen das Metternich-Regime gesehen. Im November schrieb "Die Geissel": Schon wird in einer Literaturkritik zu seiner Schrift "Blätter der Liebe" darauf aufmerksam gemacht, dass Anastasius Grün nur ein Synonym sein kann vgl.

Wiener Theater-Zeitung , Beide Namen symbolisieren seinen Wunsch nach Veränderung in der Monarchie vgl. Nachdem die Zensurbehörde die wahre Identität des Anastasius Grün aufgedeckt hatte, wurde dieser von Fürst Metternich unter Druck gesetzt und beendete seine schriftstellerische Tätigkeit. Im Laufe der Märzrevolution kehrten seine bis dahin verbotenen Schriften zurück in die Buchhandlungen, wie eine Werbeanzeige in der Wiener Zeitung zeigt Wiener Zeitung , September verbrannte das Wiener Hetzamphitheater " unter dem entsetzlichen Gebrülle " der darin befindlichen Tiere, um nie wieder nachgebaut zu werden vgl.

Wiener Zeitung , 3. Seit konnten sich die Wiener in dem prächtigen Holzgebäude des Wiener Hetzamphitheaters blutige Tiergefechte ansehen. In der Mitte des Theaters befanden sich ein Bassin und ein Steigbaum. Die Galerien konnten bis zu Zuschauer aufnehmen. Die Vorstellungen fanden sonntags und an Feiertagen statt vgl.

Politisch-literarisches Tagblatt , 5. In den goldenen Zeiten des Hetzamphitheaters wurden Tierkämpfe möglichst einfallsreich gestaltet, wie in der Wiener Zeitung aus dem Jahr zu lesen ist vgl. Später geriet das Hetztheater in eine Krise. Um tauchten Pamphlets auf, die von ausgelaugten Tieren berichteten, die einen traurigen Anblick boten.

Eine detaillierte Geschichte des Hetzamphitheaters wurde ca. Neue Freie Presse , Während die meisten Kritiker der Tierkämpfe zurzeit des Hetzamphitheaters über einen " widrigen Geruch " klagten vgl. Blätter für Musik, Theater und Kunst , Um die Jahrhundertwende begannen sich Frauen und Männer freizügiger zu kleiden. Man sah die Sittlichkeit und Moral in Gefahr, sollten sich die Menschen gar zu offenherzig zeigen.

Deshalb wurde durch diverse Verordnungen vorgeschrieben, was man beim Badevergnügen tragen durfte vgl. Auch das gemeinsame Baden von Männern und Frauen war vor allem vonseiten der katholischen Geistlichkeit verpönt. In einigen Badeorten gab es sogar separate Bereiche für die beiden Geschlechter. Zudem wurde penibel genau darauf geachtet, dass kein Hautstück zu viel gezeigt wurde vgl.

Doch nicht alle waren mit derartigen Bestimmungen einverstanden. So stellte die Arbeiter Zeitung im Juli in einem Artikel die Frage, ob man das gemeinsame Baden überhaupt verbieten dürfte vgl. Die Einhaltung der Baderegelungen wurde meist durch einen Gendarm, der als Sittenkommissar fungierte überprüft. Das interessante Blatt berichtete von einem ungarischen Gendarm, der im Badeort Balatonfüred eine Dame aufs Kommissariat brachte, da ihr Badekleid für zu kurz befunden wurde vgl.

Das interessante Blatt , Franz Bracht, der stellvertretende Reichskommissar, verordnete einen Runderlass, der unter anderem besagte: Diese Badepolizeiverordnung ging im Volksmund als sogenannter Zwickelerlass in die Geschichte ein, denn die Verordnung enthielt eine Bestimmung, die detailliert vorschrieb, dass Badeanzüge und Badehosen mit einem Zwickel versehen werden sollten.

Volksblatt für Stadt und Land , Deutsches Reichsgesetzblatt , Verordnung Nr. Heute gilt der Zwickelerlass noch immer als Sinnbild für unangemessenes Eingreifen des Staates in persönliche Angelegenheiten.

Noch war man im Feuilleton von "Die Presse" hoffnungsvoll. Grund für Zuversicht bestand jedoch wenig. August markierte den Tag des epidemischen Ausbruchs der Cholera in Wien. Eine berechtigte Frage, war es doch mittlerweile die vierte Cholerapandemie, die im Europa des Ob der Schnaps geholfen hat, bleibt offen.

Die Ursache für die Cholera war jedenfalls seit den er Jahren bekannt — verunreinigtes Trinkwasser. Demnach hatte die Cholera " allen Anzeichen nach ihren mörderischen Wanderzug so ziemlich beendet " Die Presse , Für dieses Mal, denn die rund Opfer waren nicht die Letzten.

Am Athletischen Kongress wurde beschlossen, nach über Jahren die Olympischen Spiele der hellenistischen Antike neu zu beleben vgl. Agramer Zeitung , Sie fanden zwischen 6. April in Athen statt. Über die vertretenen Disziplinen berichtet die Wiener Zeitung vgl. Anders als heute waren die Sportler, die sich den Wettbewerben stellten, keine Profisportler und traten oft in mehreren Disziplinen an. So bestritt der jährige Wiener Journalist Adolf Schmal den Wettkampf im Radfahren, bei welchem er den ersten Platz erreichte, und den Wettkampf im Fechten, bei welchem er den vierten Platz belegte vgl.

Die sieben sehr erfolgreichen Teilnehmer aus Ungarn traten offiziell für das Königreich Ungarn an, anders als bei Weltmeisterschaften, bei denen ungarische Sportler für die Österreich-Ungarische Monarchie antraten vgl.

Pester Lloyd , Gewinnen konnte man bei den Olympischen Spielen nur Medaillen, den Zug nach Griechenland mussten die Sportler selbst finanzieren. Die heimischen Zeitschriften rezipierten die Olympischen Spiele sehr unterschiedlich. Manche sahen darin eine friedliche Annäherung der Völker Europas, andere interpretierten sie als Versuch des griechischen Königs den alten Ruhm des Landes wiederherzustellen vgl.

Juli wurde nach mehreren erfolglosen Versuchen das transatlantische Seekabel zwischen Irland und Neufundland verlegt und einige Tage später in Betrieb genommen Wiener Zeitung , Juni den Hafen von Sheerness vgl.

Die Debatte , Neues Fremden-Blatt , Aus dem Fremden-Blatt erfährt man, dass die Signalgeschwindigkeit von drei rasch auf 14,5 Worte pro Minute stieg vgl. Im Polytechnischen Journal wurden mehrere Abhandlungen über die Verlegung eines Telekabels auf dem Meeresboden publiziert. Eine davon beschäftigt sich mit den Problemen, die sich dabei ergeben könnten und schlägt Lösungsansätze für die deren Vermeidung vor vgl. Polytechnisches Journal , 3.

Unter Kaiser Karl Vl. Als Hofarchitekt der Habsburger erbaute er auch die Karlskirche, die Hofstallungen das heutige Museumsquartier und das Stadtpalais des Prinzen Eugen von Savoyen ehemaliges Finanzministerium vgl. Ob Fischer von Erlach tatsächlich Österreicher war, oder ob er aus den Niederlanden stammte, war lange unklar, wie Die Presse berichtete vgl. Tatsächlich stammte Fischer von Erlach aus Graz.

Ob die Bauten, wie wir sie heute kennen, den Plänen des Vaters entsprechen, oder Modifikationen und Ideen des Sohnes wiederspiegeln, war strittig vgl. Der Geburtstag des am Juli in Wien geborenen Architekten Otto Wagner jährt sich zum Linzer Tages-Post , Wiener Zeitung , 4.

Platz im Wettbewerb um den Generalisierungsplan für Wien vgl. Der Bautechniker , 9. Wiener Sonn- und Montags-Zeitung , Neue Freie Presse , 6.

Otto Wagner ist immer noch allgegenwärtig, wenn man durch die Stadiongasse, die Linke Wienzeile oder die Neustiftgasse schlendert vgl. Neues Wiener Tagblatt Tages-Ausgabe , In seinen letzten Jahren beschäftige er sich mit dem Bauprojekt "Wien nach dem Krieg" vgl. Neue Freie Presse , 7. Otto Wagner verstarb am Mit diesen Worten beschrieb die Reichspost die Stimmung im Parlament, nachdem die Todesnachricht die Mitstreiter des verstorbenen Jodok Finks erreichte.

Jodok Fink ist am 1. Juli gestorben vgl. Feldkircher Anzeiger , 6. Über sein Leben und seinen Tod vgl. Vorarlberger Volksblatt , 1. Juni wurde die Eisenbahnstrecke von Wien nach Wiener Neustadt eröffnet. Die Wiener Zeitung berichtet am Juni über die Feierlichkeiten: Der erste Abschnitt eines für den commerciellen Verkehr Wiens mit dem Süden, so wie für die Annäherung seiner, für die Naturschönheiten so sehr empfänglichen, Einwohner an die mittägigen Gebirgsgegenden desselben höchst wichtigen Unternehmens ist vollendet: Residenz bis nach Wiener Neustadt führenden Doppel-Eisenbahn, deren Bau im Hochsommer des Jahres angefangen wurde, ist Sonntag den 20sten dieses dieses zum Gebrauche des Publicums feyerlich eröffnet worden!

Seite 3 In ähnlich blumiger Sprache wird im fast zwei Seiten langen Artikel neben der Dekoration der Lokomotiven und den jubelnden Einwohnern der Orte entlang der Bahnstrecke auch der Streckenverlauf und der sich dem Passagier bietende Ausblick aus dem Zug im Detail beschrieben: Seite 3 Wer sich über die Entstehungsgeschichte, wirtschaftliche Bedeutung und Technik der Bahnstrecke informieren will, nimmt besser die Allgemeine Bauzeitung von zur Hand.

Hier findet sich ein ausführlicher und mit diversen Grafiken illustrierter Artikel über die bereits bis Gloggnitz fertiggestellte Südbahn. Doch konnte Österreich diesen Titel schon einmal holen, denn im Oktober siegte Österreich mit elf Punkten vor Italien vgl. Das kleine Blatt , Es war die Ära des sogenannten Wunderteams , welches Aufsehen erregte.

Die Mannschaft rund um den Kapitän Matthias Sindelar, aufgrund seines Erscheinungsbilds der "Papierene" genannt, schaffte es über die bis dato auf europäischen Festland ungeschlagenen Schotten zu triumphieren. Das kleine Blatt berichtete: Das Unerwartete ist eingetroffen!

Österreichs Auswahlelf feierte gestern auf der Hohen Warte vor nahezu Die Siegesserie des Teams sollte zwei Jahre anhalten. Einer der Höhepunkte der Nationalmannschaft war ein Spiel gegen Ungarn, dessen Mannschaften damals wie auch die Österreichs zu den besten der Welt gehörte.

Zu verdanken war dies unter anderem dem Mittelstürmer und Teamkapitän Matthias Sindelar, der selbst drei Treffer landete und die weiteren fünf Tore vorbereitete. Dieses Match gilt noch heute als eines seiner besten Spiele vgl. Ueberall verfolgt einen die verwünschte Phrase. Heute gibt es keine Wunder mehr und am allerwenigsten bei uns. Der Teufel möge denjenigen holen, der diesen albernen Ausdruck erdacht hat.

Bis waren zweihundert Jahre vergangen, seit Mitte des Jahrhunderts die ersten Versuche mit Gebührenstreifen und später auch gestempelte Kuverts aus Papier unternommen worden waren.

Die Idee aber, zu einem "Prepaid-System", in dem der Absender das Briefporto entrichtet, anstelle wie bisher der Empfänger, schwelte schon länger in Europa. Die Umkehrung der Kostenlast war letztlich die eigentliche Innovation der Briefmarke. Zu Ende des Jahrhunderts stellte sich noch eine illustre Kandidatenliste - davon geblieben sind drei. Salzburger Fremden-Zeitung , Nach Prüfung durch die k. Allgemeine Hofkammer wird der Vorschlag im Mai abgewiesen.

Dezember , dem österreichischen "Tag der Briefmarke". Und da ist dann noch James Chalmers, ein schottischer Verleger und Druckereibesitzer. Bukowinaer Rundschau , 4. Neue Zeitschrift für Musik , Drei Tage nach der Vorführung erschien im selben Blatt ein kurzer Bericht über die Aufführung, die vom Publikum scheinbar sehr gut aufgenommen wurde vgl.

Die Oper wurde auch anlässlich des Besuchs des Kaisers in Prag aufgeführt. Das Neue Fremden-Blatt vgl. Die Eishockey-Weltmeisterschaft blickt heuer auf eine jährige Geschichte zurück. In den ersten drei Jahren war sie aber noch keine eigenständige Sportveranstaltung, sondern fand , und im Rahmen der Olympischen Spiele statt. Amerika wurde mit dem Ergebnis Auch Kanada lag mit Wiener Sporttagblatt , Eine Woche später stand fest, dass diese Einschätzung gar nicht unbegründet war: Kanada holte sich den ersten Platz, Amerika wurde Zweiter und die Tschechoslowakei erkämpfte sich den dritten Platz auf dem Podest vgl.

Interessantes Detail ist, dass in Antwerpen — abweichend von den mitteleuropäischen Konventionen — nicht mit einem Ball gespielt wurde, wie es beim damals bekannten 'Bandy' üblich war vgl. Bereits im darauffolgenden Jahr deutete der Bau des Wintersportstadion in Chamonix darauf hin, dass die Wintersportwoche der Pariser Olympischen Spiele Illustriertes Österreichisches Sportblatt , Unter anderem entzündete sich ein Streit zwischen der Stadt Chamonix und dem Olympischen Komitee wegen des Budgets, das der neuen Wintersportanlage gewidmet wurde vgl.

Illustriertes Österreichisches Sportblatt , Die Lage hat sich auch später nicht verbessert: Über die Fragen, die in ganz Sport-Europa heftig diskutiert wurden, brachte das Wiener Sporttagblatt einen umfangreichen Artikel vgl. Wiener Sporttagblatt , 3. Wiener Sporttagblatt , 1. Dadurch gerieten zunehmend Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten und die Anzahl der hochriskanten oder faulen Wechsel stieg rapide an.

Dem Bankhaus Overend and Gurney haftete ein stetig wachsender Schuldenberg an und am Am Freitag den Mai war Overend and Gurney gezwungen seine Zahlungen einzustellen vgl. Klagenfurter Zeitung , Es folgten Unruhen und eine schwere Krise der britischen Wirtschaft, weshalb dieser Tag als Schwarzer Freitag in die Geschichte eingehen sollte: In der Finanzgeschichte sollte dies aber nicht der einzige Schwarze Freitag bleiben. In Wien fand beispielsweise der sogenannte Gründerkrach statt.

Er gipfelte am 9. Mai in dramatischen Kursverlusten, wobei die Wiener Börse sogar polizeilich geschlossen werden musste. Das Fremden-Blatt berichtete von einer Katastrophe, die über die Börse hereingebrochen sei vgl. Hierbei handelte es sich aber genau genommen um einen Schwarzen Donnerstag. Nur aufgrund der Zeitverschiebung — es war in Europa beim Bekanntwerden des Börsenkrachs bereits nach Mitternacht — sprach man von einem Schwarzen Freitag.

Der Österreichische Volkswirt , 2. Nach den napoleonischen Kriegswirren wurden am Wiener Kongress bis die Territorien Europas neu geordnet.

Das Kaisertum Österreich musste zwar auf mache Besitzungen verzichten, konnte aber Gebiete dazugewinnen. Salzburg gehörte zur damaligen Zeit noch zum Königreich Bayern, doch am 1. Die Vaterländischen Blätter für den österreichischen Kaiserstaat berichteten ausführlich über die finanziellen und geographischen Gegebenheiten Salzburgs vgl. Vaterländische Blätter , 1. Auch das Bregenzer Wochenblatt berichtete: Salzburg hat sich in den letzten Jahren zu einem kulturellen Zentrum Österreichs etabliert.

Beispielsweise finden seit alljährlich im Sommer die Salzburger Festspiele statt. Die Linzer Tagespost berichtete , dass durch die Festspielwoche " … Salzburg, welches noch im Dornröschenschlaf lag und keinen besonderen Fremdenzustrom hatte … zu neuem Leben erwacht. Linzer Tagespost , Er wurde in der berühmten Getreidegasse Nummer 9 geboren. Noch heute kann man sein Geburtshaus besichtigen vgl. Mai in Deutschland und Österreich-Ungarn statt. April im Deutschen Bundesrat die Umstellung auf Sommerzeit mit 1.

So beispielsweise im Neuigkeits-Welt-Blatt vom April - keine 10 Tage vor dem Umstellungstermin — die Einführung der Sommerzeit in Österreich beschlossen. April von der nun fixen Einführung, und am 1. Deutliches Zeichen für diesen Vertrauensverlust war der fast schlagartige Rückzug ausländischer Kreditgeber vom deutschen Kapitalmarkt. Juni von Rechtsextremisten ermordet wurde, war alle Hoffnung auf eine Rückkehr zu stabilen Verhältnissen begraben.

Doch erst im Frühsommer des Folgejahres ging der Wechselkurs in den freien Fall über. Die Mark hatte alle drei Funktionen verloren, die eine Währung ausmachen: Sie taugte weder als Recheneinheit noch als Zahlungsmittel und schon gar nicht zur Wertaufbewahrung. Im Dezember gab es für einen Dollar noch Mark, im April waren es schon Neben der Reichsdruckerei waren zeitweise über weitere Betriebe damit beschäftigt, Geldnoten herzustellen, Pressen waren im Einsatz, sofern nicht gerade das Papier knapp wurde.

Angestellte brachten Rucksäcke mit zum Gehaltsbüro, um das Geld zu verstauen - und setzten es sofort in Ware um. Denn gegen Mittag wurde der neue Dollarkurs veröffentlicht. Viele Ärzte akzeptierten als Honorar nur noch Naturalien: Wurst, Eier oder Briketts. Selbst die Feuerbestattung wurde für viele Bürger unerschwinglich, weil ihr Preis an den von Koks gekoppelt war.

Also beerdigte man die Toten wieder konventionell, beliebt war ein nur 50 Zentimeter hohes Sargmodell, im Volksmund "Nasenquetscher" genannt. Die Menschen lebten in einer eigentümlichen Spannung: Einerseits führten sie einen täglichen Kampf ums Überleben, um Nahrung und Heizmaterial.

Paradoxerweise war ja genügend Ware vorhanden. Aber es fehlte das stabile Geld, um sie zu kaufen. Deutschland drohte, wie der spätere Reichskanzler Hans Luther bemerkte, "bei vollen Scheuern zu verhungern". Andererseits ist die Zeit gekennzeichnet von unfassbarer Verschwendung. Eine regelrechte Kaufpanik erfasste die Bürger. Die Menschen prassten und lebten in den Tag hinein. Was wirklich zählte, waren Sachwerte: Und wer über Devisen verfügte, war sowieso der König. Ein Oberpostinspektor flog auf, weil er Briefe mit ausländischen Banknoten abfing: Die Summe reichte aus, um sich zwei Häuser zu kaufen, einer Freundin ein Klavier zu schenken und den Rest, wohl als Ablass, der Kirche zu spenden.

Überhaupt nahm die Kleinkriminalität sprunghaft zu. Es wurden Kartoffeläcker geplündert, Bäckereien gestürmt, Schaufenster eingeworfen. Die Menschen vergnügten sich, als gäbe es kein Morgen. Der Ökonom Joseph Schumpeter beobachtete die "desorganisierenden Wirkungen der Währungszerrüttung auf den Volkscharakter, die Moral und auf alle Verästelungen des Kulturlebens". In dieser Situation, da sich die Mark diskreditiert hatte, gingen viele Städte oder Unternehmen dazu über, ihre eigene Währung zu schaffen und druckten Notgeld.

Eine süddeutsche Industriegesellschaft gab einen Mark-Schein heraus, auf dem der sinnige Spruch stand: Nur ein radikaler Währungsschnitt, das war klar, konnte die permanente Geldentwertung noch aufhalten und wieder geordnete Verhältnisse schaffen.

Mitte November begann die Regierung, die sogenannte Rentenmark auszugeben. Aber nach den zermürbenden Jahren der Geldentwertung sehnte man sich derart nach Stabilität, dass man dem neuen Geld blind vertraute. Der Staat war bankrott. Den Preis zahlten, wie immer, in erster Linie die Bürger. Die Dummen waren all jene, die über Geldvermögen verfügten: Aber auch Banken, Sparkassen und Versicherungen erlitten herbe Verluste an Eigenkapital und blieben auf dem Papiergeld sitzen.

Gewinner waren hingegen alle, die hoch verschuldet waren: Einige Industrielle profitierten ganz besonders von der Inflation. Hugo Stinnes, der "neue Kaiser von Deutschland", wie "Time" schrieb, kaufte sich ein gewaltiges Firmenimperium zusammen - Schwerindustrie, Zeitungen, Schiffe, Hotels -, aufgebaut auf immensen Schulden. Überhaupt gehörten Fabrikanten und Handwerker zu den Krisengewinnern: Auch den meisten Bauern ging es prächtig.

Manche kauften sich einen Stall voller Rennpferde, andere ein teures Auto: Nie zuvor hat Deutschland eine so grundlegende Umverteilung von Vermögen erlebt, und auf der Gewinnerseite fanden sich viele wieder, die schon zuvor vermögend waren.

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