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China Town bei Nacht. Solange die Erhaltung des Lebens auf dem Spiel steht, ist das jüdische Gesetz sehr flexibel. Insgesamt wurden zehn mm-Mörsergeschosse und sechs des Kalibers 82mm auf unser Territorium abgeschossen.

Russland ist wichtiger Öl-Lieferant für Deutschland


Als wir nach der Mittagspause wiederkamen, sagten sie, wir sollten den restlichen Tag freinehmen. Portions of the collapsed building. Den Tätern auf der Spur, so könnte die Überschrift des folgenden Artikel auch betitelt werden. Ist es doch eines der schönsten Hobbys der Deutschen irgendwo nach Helden zu suchen. So haben sie es auch unter anderen mit Ludwig Erhard gemacht, und es ist unverständlich wie Sahra Wagenknecht aus einer Linken Partei diesen Mann als Untermauerung ihrer Thesen heranziehen kann?

Ihr Mentor, Oskar Lafontaine hätte sie als damaliger Zeitzeuge eines anderen belehren können und auch müssen! Diesem müsste bekannt sein das Erhard von Adenauer, welcher ebenfalls beileibe nicht der Demokrat war, als welcher er heute von der CDU verkauft wird, bei seiner Wahl zum Kanzler als ungeeignet für dieses Amt galt.

So trat er denn auch bereits von diesen Amt zurück. Letztendlich bleibt von Erhard die Leibesfülle und die dicke Zigarre in Erinnerung. Aber immer noch besser solch einen Helden, als all diejenigen welche sich im Auftrag der Politik in sinnlosen Kriegen haben ermorden lassen müssen.

Ein Held kehrt zurück: Erhard soll vieles sein: Im Institut für Fertigwaren. Erhard war weder ein interessanter Theoretiker noch ein befähigter Praktiker, sondern ein typischer Opportunist, der ohne eigenes Zutun zufällig in ein Amt gespült wurde.

Seine einzige Fähigkeit bestand darin, den gekränkten Nationalstolz der Deutschen zu bedienen, die nach den Verbrechen des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts dringend eine neue Legende benötigten, um sich selbst noch im Spiegel sehen zu können. Diese Legende lieferte Erhard, indem er sich als den Architekten eines Wirtschaftswunders inszenierte, das angeblich ganz und gar deutsch war. Die Idee hat viele besoffen gemacht.

Zypern ist reich, eigentlich. Der kleine Inselstaat im östlichen Mittelmeer kann mit seinen — zuerst vermuteten, dann bestätigten, dann hochgerechneten — Erdgasvorkommen bis zu 50 Milliarden Euro einnehmen. Wie ein Geschenk des Himmels erschien der ungehobene Schatz, als der neu gewählte Präsident Nikos Anastasiades und sein Finanzminister versuchten, das zypriotische Bankensystem zu retten und den Zyprioten genau jene Rezeptur zu ersparen, die ihnen am Ende von der Troika verpasst wurde.

Der viel beschworene Plan B, mit dem er diese Rosskur abwenden wollte, basierte auf der Ausgabe neuer Staatsanleihen, deren Bonität vor allem durch die erwarteten Einnahmen aus der Erdgasförderung gesichert sein sollte. Nachdem beide Versuche gescheitert sind und die Troika den zypriotischen Offshore-Banksektor schlagartig liquidiert hat, hofft Nikosia erst recht auf die Gasförderung als neue Wachstumslokomotive für Zyperns Wirtschaft.

Aber nicht nur auf der Insel, auch bei den Europartnern hat das Zauberwort Erdgas die Fantasie angeregt. Selbst seriöse Medien und Politiker beschworen schon die Gefahr, die Russen könnten sich das ganze zypriotische Gas aneignen — und eine Marinebasis im östlichen Mittelmeer mit dazu. Träume und Albträume sind eine Sache, die Realität eine andere.

Es gibt das Gas, gewiss. Aber wie viele Einnahmen es bringen wird, ist ebenso offen wie die Frage, wie, auf welchem Weg und vor allem wann es auf dem globalen Energiemarkt abgesetzt werden kann. Den einzigen Zuschlag — für den südlichsten Block 12 — erhielt das US-Unternehmen Nobel Energy, das im September eine erste Explorationsbohrung niederbrachte.

Drei Monate später verkündete Nobel, man habe ein Gasvorkommen im geschätzten Umfang von etwa Milliarden Kubikmetern entdeckt. Inzwischen hat Zypern weitere Explorationsrechte vergeben: Mount Whitney, the U. National security interests in Europe. Navy photo by Lt. Department of Defense Current Photos Lt. Sixth Fleet — N-GY Über Panzer und Waffendeals der deutschen Regierung haben wir zwar schon des öfteren berichtet, aber nun werden im entsprechenden Zusammenhang gesehen, verblüffende Ergebnisse sichtbar.

So machte sich eine Reisedelegation unter der Leitung von Merkel im Mai auf den Weg die verschiedenen Länder der Arabischen Halbinsel zu besuchen. Es ist davon auszugehen das, nicht erst zu dem Zeitpunkt zumindest bereits bestehende Verbindungen intensiviert wurden. Kann Heuchelei noch krasser zum Ausdruck kommen? Entweder ist dieses eine persönliche Heuchelei von Ulrich welcher sich ohne Zustimmung der Fraktion auf diese Reise begab, oder eine Heuchelei der gesamten Bundestags-Fraktion.

Auffällig dass, nun in einen Abstand von runden drei Jahren gesehen, die Beteiligung von Ulrich an dieser Reise nirgendwo nachzulesen ist, und dieses im Gegensatz zu der Grünen welche zumindest offen ihre Widersprüche austragen.

Wieder einmal eine Sache des Schein und des Sein? Randale für welche Menschen die in den entsprechen Positionen sitzen nicht zur Verfügung stehen, dürfen, da sie sonst an persönlicher Reputation im Kreise Gleichgesinnter verlieren? Diese halten die Sonntagsreden in Funk und Fernsehen, während die Anderen die Schmutzarbeiten durchzuführen haben. Sklavenhaltung zum Vorteil einer Partei?

Wenn sich Opposition auch hier zum Mit-Schweigen verdonnern lässt. Das ist massiver Wählerbetrug! Denn die Bundesregierung arbeitet im Stillen daran, deutsche Waffenexporte über den Umweg der Nato und vorbei an den strengen Regeln der Bundesrepublik in die Golfregion leichter denn je zu machen.

Bereits beim Nato-Gipfel im vergangenen Mai in Chicago versuchte die Bundesregierung eine Liste von Drittstaaten aufzustellen, mit denen Rüstungsgeschäfte aus strategischen Gründen erlaubt sein sollten. Auch, um heikle Waffenexporte innenpolitisch rechtfertigen zu können.

Katar rüstet auf — vor allem mit Waffen aus Deutschland. Neben diesen Exporten wurden noch etliche weitere Genehmigungen erteilt. Abgelegt unter International , Kriegspolitik , P. Alles Denken und Handel dreht sich heute politisch heute nur noch um eine funktionierende Weltwirtschaft als neue Weltordnung wobei die Menschenrechte immer mehr nur noch als eine Randerscheinung wahrgenommen werden. Gegenwärtig nimmt dieser neue Autoritarismus immer deutlichere Konturen an — und zwar bei weitem nicht nur in Russland, wo Präsident Putin soeben mit dem Agentengesetz Menschenrechtsgruppen einen schmerzhaften Maulkorb verpasste.

Und nur weil der Westen dem indischen Subkontinent stärker zugeneigt ist, kann im dortigen Kastensystem von allgemein gültigen Menschenrechten noch lange keine Rede sein.

Kriege zwischen Staaten sollten der Vergangenheit angehören, stattdessen eine Weltpolizei global für Recht und Ordnung sorgen.

Heute sind wir von einer derartigen hegelianischen Endzeit meilenweit entfernt. Mehr und mehr begreifen wir, dass wir uns seit nur in einer Zwischen- und Übergangszeit befunden haben. Historisches Vorbild dafür ist die Monroe-Doktrin von Im jeweiligen Hinterhof ist der Feindbekämpfung Tür und Tor geöffnet — ob unter dem Siegel des Kampfes gegen westliche Agenten oder gegen den Terrorismus. Denn für das Scheitern der einstigen Hoffnung ist der Westen selbst hochgradig verantwortlich.

Dem Anspruch speziell Annans nach richteten sich diese Interventionen auf den Schutz der Menschenrechte, faktisch aber stand ab dahinter oft etwas völlig anderes — schlichte Machtpolitik. Doch das muss sich jetzt ändern: Deutschland muss Banken in Steueroasen verpflichten, Kontodaten von steuerpflichtigen Deutschen herauszurücken — so wie die USA es vormachen. Banken, die Beihilfe zur Steuerflucht leisten, gehört die Lizenz entzogen und ihre Vorstände müssen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Unterzeichnen Sie den Appell! Deutschland ist bei den internationalen Bemühungen gegen Steuerflucht und Geldwäsche keineswegs Vorreiter. Campact-Aktive stellten sich dagegen: An diesen Erfolg wollen wir jetzt anknüpfen. Internationale Bemühungen sind zwar richtig und wichtig, doch können sie leicht von einzelnen Ländern ausgebremst werden. Deshalb muss Schäuble auch bei uns aktiv gegen Steuerflucht vorgehen.

Und auch die Bundesländer sind in der Pflicht: Steuerbehörden und Steuerfahndung müssen finanziell und personell besser ausgestattet werden, um Steuerkriminalität wirksam verfolgen zu können. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell gegen Steuerflucht! Mit vielen kreativen Aktionen setzen zehntausende Menschen ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit — ganz sicher auch in Ihrer Nähe!

Keine Zockerei mit Mais und Getreide: Vor dem Finanzministerium pokerten derweil Zocker um Mais und Getreide. Schäuble verhandelt in den kommenden Monaten in Brüssel über die Finanzmarktreform. Lesen Sie mehr im Blog… 3. Gorleben noch immer im Topf Nach der Landtagswahl in Niedersachsen kommt wieder Bewegung in die Suche nach einem Atommülllager — doch die Streitfrage Gorleben wird weiter vertagt.

Lesen Sie mehr im Campact-Blog! Zur Stellenausschreibung… Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme! Da wurde dem Bürger wieder einmal gezeigt wie wichtig die Politik für alle ist, wenigsten aus den Augen dieser Wichtigtuer gesehen. Es ist schon als makaber zu bezeichnen wenn wir sehen wofür der Staat seine Steuergelder verschwendet, und dieses dann auch noch im Auftrag von Norbert Lammert, dem Bundestagspräsidenten.

Das jedenfalls scheint der Sinn dieser Übung zu sein. Von Bürgern welche im Gegensatz zu vielen Politikern tagtäglich den Nachweis erbracht haben und noch immer erbringen etwas von ihren Beruf zu verstehen, welchen sie einmal erlernt haben. Egal ob als Maurer auf den Bau, oder Betriebsleiter in der freien Wirtschaft.

Überhaupt, wie können Ehemalige als Unabhängig bezeichnet werden? Sie sind zumindest voreingenommen. Der Ausdruck alleine entspricht schon einer Vorspiegelung falscher Tatsachen. Eine Groteske, eine Komödie, mit billiger Besetzung möchte man sagen, wenn die Sache nicht zu ernst wäre.

Andersherum kann so viel dumme Überheblichkeit nur als Narretei gewertet werden, muss sich doch jede Krankenschwester oder Altenpflegerin beleidigt fühlen, so einen Schmarren zu lesen.

Dieses ohne später Erstattungsansprüche befürchten zu müssen. Überhaupt, Arbeiten muss in diesem Land jeder, geschenkt bekommt keiner etwas. Dafür sorgen dann schon Gesetze welche von diesen Volkstretern verabschiedet werden. Gleiches gilt auch für Entlohnungen welche heute zum Teil nicht mehr als Löhne bezeichnet werden können, dank dieser Mandatsträger.

Empfehlen wir diesen armen und gebeutelten Mandatsträgern doch einfach ihr Mandat aufzugeben und in ihren Beruf zurückzukehren. Durch Qualifikation und Wissen? Nein Danke sagt hier nicht nur die Jugend. Elf Experten haben in 17 Sitzungen und zwei Klausurwochenenden auf 36 Seiten zusammengefasst, warum ein Abgeordneter aus ihrer Sicht zu wenig Geld verdient.

Mehr Gehalt gleich mehr Respekt, so die Rechnung der Kommission. Doch bemerkenswert sind nicht nur die Zahlen und Berechnungen im Bericht, bemerkenswert ist vor alle m der Analyseteil. Er liest sich wie die Beschreibung des härtesten Jobprofils Deutschlands.

Je länger man sich darin vergräbt, desto bedauernswerter erscheint der Alltag des Parlamentariers. Author Sir James at [1]. Millionen neuer Arbeitsplätze sollen bis entstehen, das Wachstum soll jährlich 2,1 Prozent betragen, und die Exporte sollen gar um 80 Prozent steigen. Man darf annehmen, dass diese Studie für das Blatt umsonst war — so prominente Werbung wusste McKinsey sicher zu würdigen. Doch abseits dieser seltsamen Cross-over-Geschäfte, die mit Journalismus fast nichts mehr zu tun haben, ist das Weltbild interessant, das Manager Magazin und McKinsey verbreiten.

Natürlich in goldenen Lettern, damit die Botschaft auch verstanden wird. Auf zehn Magazinseiten wird der Eindruck erweckt, als sei Deutschland eine Insel, die eher lose mit ihren Euronachbarn verbunden ist.

Die Eurokrise kommt zwar vor, ist aber mit dem Stichwort Bankenunion schnell abgehakt. So skurril der Artikel ist — er dürfte die Stimmung unter den selbsternannten Eliten recht gut spiegeln. Allseits macht sich satte Selbstzufriedenheit breit, und die realen Gefahren der Eurokrise werden unterschätzt.

Auf Postämtern, auf Bahnhöfen, auf Flughäfen, auf den Plätzen der Innenstädte wie der Vorstädte werden die Nutzer des öffentlichen Raums unmerklich in die Enge getrieben: Alle Wege führen durch Verkaufsflächen.

Zweckfreies Flanieren wird durch überwachten Konsum ersetzt. Mitte der er Jahre auf dem gerade umgebauten Flughafen Kristiansand in Südnorwegen. Unser Flug hat Verspätung. Haben wir noch Zeit, etwas zu trinken? Das geht nicht mehr: Kein Flugzeug, keine Informationen und kein Schalter. Wir wollen uns am Flugsteig erkundigen, aber der Zugang zum Abflugbereich ist irgendwie verschwunden. Vor dem Duty Free Shop steht ein Sicherheitsmann.

Hier entlang, durch das Geschäft. Gleich hinter der Kasse. Merken Sie sich mein Gesicht? Aber Sie können nicht zurück. Wenn Sie durch das Geschäft gehen, müssen Sie danach wieder durch den Zoll.

Boarding durch ein Geschäft voller Spielzeug, Parfüm, Konfektschachteln und Ginflaschen, das den öffentlichen Zugang ersetzt. Picture taken by Jonathan McIntosh , Frau Merkel will uns das immer wieder weismachen. Mit all den Bürgschaften, die Deutschland schon bereitgestellt hat, sind unsere Staatsschulden auf ca.

Aber erzählt uns das jemand? Davor, dass sie weniger Gewinne einstecken oder auch Verluste hinnehmen müssen? Ist nicht jeder für sein Tun selbst verantwortlich? Firmen die Pleite gehen, werden doch auch nicht gerettet. Die tragen das Risiko selbst. Als junger Mann wurde er eingesperrt und gefoltert. Andreas Papandreou wusste also wovon er sprach, als er eindringlich vor Europa warnte.

Hätte man auf ihn gehört wären viele bittere Realitäten dem griechischen Volk und den deutschen Steuerzahlern erspart geblieben. Das Europa der Arbeitslosen und der Schuldenknechtschaft. Da ist Deutschland als wirtschaftlich stärkstes Land wichtig. Der deutsche Steuerzahler bürgt inzwischen mit über einer Billion Euro für überschuldete Staaten der Eurozone, wie der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider ausgerechnet hat.

Er ist in der SPD für die Haushaltspolitik zuständig. Seiner Partei empfahl er aber im Bundestag, allen von der Merkel-Regierung gewünschten Hilfszahlungen an Schuldenstaaten zuzustimmen. Was für eine Scheinheiligkeit hat sich da in den Parteien breit gemacht! Sie wissen, dass das, was in den Beschlüssen der Parteien steht, nicht gut beim Wähler ankommt. Die Deutschen sind nicht europafeindlich, aber europaskeptisch und unterscheiden sich damit nicht von anderen Nationen.

Deshalb sind sie allen Versuchen gegenüber skeptisch, wenn das Souveränitätsrecht der Nationalstaaten auf die EU übertragen werden soll, wie das europäische Finanzministerium und das europäische Wirtschaftsministerium. Dafür wollen wir jetzt die Voraussetzungen schaffen. Letztendlich laufen aber deren Beschlüsse auf Ähnliches hinaus. Die Sozialdemokraten schreiben wörtlich:. Nicht zuletzt will uns Frau Merkel klar machen, dass wenn der Euro scheitert, auch Europa scheitert.

Nachweislich gescheitert sind bislang aber nur all die teuren Rettungsversuche der Politik. Die Milliardenpakete halfen zwar den armen Banken und Investoren, die Lage der Schuldenstaaten verschärfte sich jedoch weiter. Müssen wir nicht schon längst den Verantwortlichen vorwerfen: Ihr seid es, die dieses Europa der Arbeitslosen und der Schuldenknechtschaft wollt?

Und — wenn der Euro scheitert — wer scheitert denn wirklich? Ist es nicht Frau Merkel selbst, die dann um ihre Macht bangen muss? Mittlerweile wissen wir, dass in Griechenland Mütter ihre Kinder im SOS-Kinderdorf abgeben, weil sie Angst haben, nicht mehr genügend für den Nachwuchs sorgen zu können.

Auch am Flughafen ging nichts mehr, weil sich die Fluglotsen dem Streik angeschlossen hatten und die Fährschiffe still standen, trotz der für die Seeleute immer noch geltenden Zwangsrekrutierung. Lehrer, Angestellte der Kommunalverwaltung, Rechtsanwälte, Verkäufer auf Wochenmärkten und selbst Journalisten schlossen sich ebenfalls an, wodurch kaum über den Staatsbesuch vom französischen Staatspräsidenten Hollande berichtet wurde.

Hunderttausende von Haushalten haben in diesem Winter keinerlei Heizung. Opfer dieser Politik waren jüngst die Arbeiter im öffentlichen Verkehr und die Hafenarbeiter, deren Streiks nach heftigem Druck der Regierung per Gericht als illegal verboten wurden. In beiden Fällen wurden die Arbeiter aufgrund eines ursprünglich für den Fall eines Kriegszustandes verabschiedeten Gesetzes gezwungen, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Die Regierung selbst organisierte gewaltsame Polizeieinsätze, um Besetzungen im öffentlichen Raum zu beseitigen.

Vertuschung extremer politischer und rechtlicher Verantwortung von Verbündeten der Regierung, Korruption und Steuerhinterziehung werden nicht geahndet, obwohl Beweise auf der Hand liegen und erdrückend sind.

Die griechische Regierung versucht, das Volk zu desorientieren, um die Gesellschaft an Armut, Verlust von Rechten und Unterordnung zu gewöhnen. Seit zwei Jahren finden in dem kleinen Ort Ballyhea Sonntagsdemos statt. No to bondholder bail-out! In Irland ist das ein wichtiges Thema.

Jeden Monat zahlen die sechs verstaatlichten Banken des Landes dreistellige Millionenbeträge, um fällige Anleihen zu bedienen. Sie zahlen damit zumeist ausländische Besitzer aus, das meiste davon auf Kosten der irischen Steuerzahler. Um die im Boom aufgeblähten Banken zahlungsfähig zu halten, hat der irische Staat seit schon mehr als 70 Milliarden Euro zusätzliche Schulden machen müssen. Gleichzeitig wurden durch die Regierung radikal Ausgaben gekürzt, vor allem natürlich zulasten der Schwächeren.

Das ist seit der Hungersnot im Dabei zählte Irland noch bis zu den Euro-Ländern mit dem niedrigsten Schuldenstand. Mit dem Zugang zum Euro-Markt fielen aber die Kreditzinsen unter die Inflationsrate und boten die Möglichkeit, auf Pump zu bauen und zu investieren. Allein deutsche Banken schleusten bis mehr als Milliarden Euro nach Irland. Das sind zwei Drittel einer Jahreswirtschaftleistung dieses kleinen Landes. Mit diesem Geld befeuerten die sechs irischen Banken einen Immobilienboom, der selbst denjenigen in den USA noch übertraf.

Nach dem Crash im September kam der Geldstrom zum Erliegen, die Immobilienpreise fielen und immer mehr Kredite wurden faul. Die Anglo Irish Bank, die besonders aggressiv expandierte, konnte ihre auslaufenden Anleihen nicht mehr bedienen.

Die irische Regierung geriet in Panik und übernahm für zwei Jahre die Garantie für alle Schulden irischer Banken, ohne zu ahnen, um wie viel Geld es ging. Das ist mehr als die irischen Steuereinnahmen in einem Jahr, weshalb die Zahlungspflicht für die mittlerweile verstaatlichten Banken im Herbst die Staatskasse zu sprengen drohte. Harald Schumann drehte zu diesem Thema einen Film, der am Er machte erstaunliche Erfahrungen, als er Fragen nach den Investoren stellte: Vereinbarte Termine mit Bankern in London wurden unter falschen Vorwänden abgesagt.

Klingt das nicht zu einfach und verbirgt es nicht, welche Interessen diese Politik bedient? Die Folgen sind verhängnisvoll.

Irland hat es bisher härter getroffen, als jedes andere Land. Der irische Finanzminister Lenihan forderte im November , die Inhaber der ausstehenden Bankanleihen müssten auf einen Teil ihrer Ansprüche verzichten. Weil US-Banken viele Ausfallversicherungen auf irische Schuldtitel verkauft hatten, forderte der damalige Finanzminister Amerikas, Timothy Geithner, dass die Bankanleihen Irlands bedient werden müssen. Er wie auch Trichet agierten damals schon als Lobbyisten der Finanzindustrie. November billigte daraufhin zwangsläufig die Regierung Irlands das Abkommen mit den so genannten Euro-Rettern.

Irland bekam einen Kredit über Doch Irland war nur der Anfang. Davor blinkt ein nagelneuer Terminal aus Glas und Stahl. Ein Bahnhof für Expresszüge steht ebenfalls dort. Aber kein Flugzeug landet und kein Zug hält. Nach einem Betriebsjahr musste die Betreiberfirma mangels Nachfrage Bankrott anmelden. Übrig blieben die Schulden. So machten es Provinzfürsten und Baukonzerne im ganzen Land. Von Deutschland kamen die Angebote von allen Seiten, weil die Banken nicht wussten, wo sie ihr Geld anlegen sollten.

Jeder konnte wissen, dass das Kartenhaus einstützen muss, aber das war nicht wichtig. Nach dem Crash erwogen die Verantwortlichen zu keinem Zeitpunkt, auch ausländische Investoren an den Kosten der Fehlinvestments zu beteiligen. Die Türme der Bankia-Zentrale wurden zum Symbol der spanischen Krise und obwohl Spaniens Staatsschulden weit geringer sind, als die deutschen, kann das Land nur noch Kredite mit ruinösen Zinsen aufnehmen.

Keine Bank soll abgewickelt werden und kein Gläubiger sein Geld verlieren. Niemand fragt nach, woher die spanischen Banken ihre Schulden haben. Die Geheimhaltung ist die wichtigste Waffe der Bankenretter.

Der Tagesspiegel vom Rechtlich hätte die Bankia ohne Steuergeld weiter arbeiten können. Auch in Spanien werden die Gläubiger nicht genannt und die Steuerzahler müssen für das Fehlverhalten der Banken aufkommen. Aber das Geld aus dem Rettungsschirm und der damit verbundene Abfluss der Milliarden ins Ausland für die Bedienung der Gläubiger zieht die spanische Wirtschaft immer tiefer in den Verfall — und das mit ausdrücklicher Billigung der anderen Euro-Staaten.

Finanzminister Schäuble leugnet sogar, dass Investoren überhaupt Mitverantwortung tragen. Nach gleichem Muster wird auch die Stützung der Banken in Zypern ablaufen. Im Grunde sieht es doch so aus, dass die irische, spanische und griechische Bevölkerung unsere Banken rettet und nicht umgekehrt.

Die Regierungen Europas stützen die von einer Insolvenz bedrohten Banken und deren Geldgeber mit Staatsgeld und die Steuerzahler müssen dafür aufkommen, obwohl die Gläubiger schlecht investiert haben. Aber hat nicht der Steuerzahler dann wenigstens das Recht, zu erfahren, wer hinter diesen Gläubigern steht? Angeblich seien diese nicht bekannt, weil die Papiere anonym gehandelt würden. Das stimmt aber nicht.

Paul Staines, ein irischer Blogger in London, der früher ebenfalls mit Anleihen handelte veröffentlichte eine Liste von Finanzinstituten, die Anleihen von Anglo Irisch im Milliardenwert halten. Auch Deutschland hatte einen Immobilienboom, nur wurde der ins Ausland verschoben.

Letztendlich zahlen alle in Europa für die Fehlinvestitionen von Banken und deren Gläubiger. Alle in Europa werden letztendlich dafür bezahlen müssen. Griechenland, Spanien und Irland sind nur die Vorreiter und Versuchskaninchen, wie weit die Regierungen gehen können.

Die Gier der Gläubiger verhindert, dass sie — wie jedes andere Unternehmen — selbst für ihre Fehlinvestitionen aufkommen müssen. Man kann kaum noch glauben, dass unsere Regierungen für alle Menschen da sind.

Alles spricht dafür, dass diese Machenschaften auf ein politisch gewolltes Elend deuten. Ein Schweizer Votum gegen die Gier von Managern und eine Protestwahl in Italien zeigen deutlich, dass die Völker den gesellschaftszerstörenden Kapitalismus satt haben.

Hat das die Deutsche Regierung noch nicht begriffen? Und er soll die Lösung sein? Italien hat postwendend die Quittung für den Ausgang der Wahl erhalten und wurde mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit und mit höheren Zinsen bestraft.

Wäre Steinbrück wirklich ein Sozialdemokrat, müsste er viel Sympathie für die Menschen nicht nur in Italien zeigen.

Stattdessen will die Bundesregierung dieser Hochrisiko-Technologie jetzt mit einem Gesetz den Weg ebnen. Doch dafür benötigt sie die Zustimmung der Länder im Bundesrat. Schleswig-Holstein und Bayern haben sich bereits gegen die Regierungspläne ausgesprochen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell! Und auch dort ist die risikoreiche Fördermethode hoch umstritten.

Um das Gas aus Schiefertonformationen, Kohleflötzen und Sandsteinlagerstätten fördern zu können, wird das Gestein mit hohem Wasserdruck aufgebrochen gefrackt. Die entstehenden Risse werden mit eingepumpten Sand offen gehalten, sodass Gas abgepumpt werden kann. Damit dies funktioniert, kommt ein hochgiftiger Chemie-Cocktail zum Einsatz: Biozide verhindern, dass Bakterien die Risse zuschleimen.

Andere Chemikalien sorgen dafür, dass der eingespülte Sand sich nicht absetzt und das Gas leichter strömt. Es besteht die Gefahr, dass die Chemikalien über Risse ins Grundwasser gelangen und bis in unser Trinkwasser gespült werden. Das von der Bundesregierung vorgelegte Gesetz schützt uns nicht vor diesen Gefahren. Es verbietet zwar Fracking in Trinkwasserschutzgebieten — aber Grundwasserströme machen an deren Grenzen nicht einfach halt.

Zudem könnte auf weit über 80 Prozent der Landesfläche die Risikotechnologie weiter eingesetzt werden. Dafür reicht eine Umweltverträglichkeitsprüfung: Die ist aber ein zahnloser Tiger, solange Studien zu den Langzeitfolgen und Risiken von Fracking fehlen. Wir brauchen Ihre Hilfe, damit Fracking jetzt verboten wird:. Fordern Sie ein Verbot von Fracking!

Mehr Informationen zum Fracking im 5-Minuten-Info…. Christoph Bautz und Felix Kolb 1. EU-Kommission und Regierungschefs wollen die Wende hin zu einer nachhaltig-bäuerlichen Landwirtschaft. Doch der Agrarausschuss des Europaparlaments will weiter Mais-Wüsten und Tierfabriken subventionieren.

März entscheiden alle Abgeordneten. Unterzeichnen Sie unseren Appell! Ein Bahnhof aus purem Gold?! Gleichzeitig präsentierten wir die über Am Ende gab der Aufsichtsrat grünes Licht für den Weiterbau. Doch das ist kein Grund zu verzagen. Auch sie fordern darin, die Wasserversorgung aus der geplanten Konzessionsrichtlinie auszunehmen.

Vermittlungsausschuss kippt Datenkraken-Gesetz Erfolg: Letzte Woche einigte sich der Vermittlungsausschuss im Streit um das Meldegesetz auf einen Kompromiss. Die von uns geforderte Einwilligungsregel wird kommen — mit Schwächen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Blog! Zweiter bundesweiter Aktionstag Am Samstag, den Zum Umfairteilen-Webshop… Aktuell, kritisch, aktiv!

Da braucht es einer Volksabstimmung in der Schweiz um unsere politischen Macher wieder einmal aus ihren Tiefschlaf aufzuwecken. So richtig erschrocken haben sie sich, so lesen wir aus den Reaktionen in der Presse. Lassen wir uns überraschen ob denn dieses Erschrecken bis nach den Wahlen vorhält. Jetzt wird natürlich so ein Gesetz auch hier in unserem Land gebraucht und die Reaktionen zeigen das hier die Parteien wiedereinmal auf Stimmenfang in der ach so leichtgläubigen Bevölkerung unterwegs sind?

Natürlich wird bei Stellung dieser Forderungen auch darauf hingewiesen das die Regierung diese Signale ernstzunehmen hat. Die Probleme sind natürlich erst seit gestern oder vorgestern aktuell und wurden, da sind wir ganz sicher auch vor den letzten Wahlen, oder denen davor, ach was, sie wurden noch nie gehört. Auch die Forderungen welche die Schweizer Bürger nun erstritten haben, sie wurden noch nie gestellt? Vergessen wird bei alledem aber auch, hier die gierige Politik mit in die Gesetzgebung einzubeziehen.

Denn wenn Aktionäre über die Gehälter und Boni entscheiden wäre es doch nicht mehr als rechtens wenn Bürger über den Verbleib ihrer Gelder in Beziehung auf die Bezahlung der Politiker entscheidend gefragt würden.

Es ist ebenfalls ein Skandal das diese über ihre Bezüge selber entscheiden. Erst verschwenden sie die Gelder und wenn diese nicht mehr vorhanden sind, kürzen sie Renten und Sozialleistungen.

Die beiden Schweizer Parteien, die Sozialdemokraten und die Grünen wollen jetzt weitere Initiativen vor das Volk bringen. Sie fordern einmal den landesweiten Mindestlohn, die Einführung der Erbschaftssteuer und die Begrenzung der obersten Einkommen in sämtlichen Unternehmen auf das maximal Zwölffache des niedrigsten Lohnes.

Niemand soll in einem Jahr weniger verdienen als der Top-Manager im gleichen Unternehmen in einem Monat. Ein Gesetz gegen die Gier: Überzogene Millionenvergütungen für Spitzenmanager sollen in der Schweiz bald der Vergangenheit angehören.

Dafür müssen Regierung und Parlament nach dem Willen des Volkes nun eine gesetzliche Grundlage schaffen.

Über die Höhe von Managervergütungen sollen die Aktionäre künftig jährlich entscheiden. Die Bundesrepublik Deutschland ächzt unter ihrer Schuldenlast und droht die übrigen europäischen Länder in einen Krisenstrudel hineinzuziehen.

Die Gläubigerstaaten, darunter Griechenland, sind höchst besorgt über ihre eigene Zukunft. Sie streichen 60 Prozent der deutschen Schulden, gewähren dem Land ein fünfjähriges Zahlungsmoratorium von bis und verlängern die Rückzahlungsfrist um 30 Jahre. Überdies führen sie eine Art Nachhaltigkeitsklausel ein: Demnach muss Deutschland nicht mehr als ein Zwanzigstel seiner Exporteinnahmen für den Schuldendienst aufwenden. Diese Entscheidung Europas war also das genaue Gegenteil des Versailler Vertrags von und legte damit die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.

Nichts anderes fordert heute die Koalition der radikalen Linken Syriza. Wir sollten darangehen, all die kleinen Versailler Verträge, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble den europäischen Schuldnerstaaten aufgezwungen haben, wieder rückgängig zu machen.

In wie weit die Industrieländer ohne jegliche Rücksichtnahme die Zerstörung der Umwelt betreiben und damit die Menschen aus den schwächeren Nationen in den Hunger treiben macht der folgende Artikel deutlich, welcher sich mit der Fischereiindustrie befasst. Gleichzeitig subventioniert sie Hochleistungstrawler, die in Westafrika und anderswo die Küstenmeere plündern und die einheimischen Fischer ruinieren.

Die dramatische Erschöpfung der Reichtümer des Meeres kann nicht mehr als eine fixe Idee von Ökofreaks abgetan werden. Als man zu Beginn der er Jahre entdeckte, dass der Kabeljau in seinem Hauptfanggebiet vor der kanadischen Neufundlandküste praktisch ausgerottet war, löste das weltweit Erschrecken aus. Die seit dem Jahrhundert und anfangs vor allem von Basken betriebene Jagd nach dem beliebten Speisefisch hat nach Jahren zur Überfischung geführt. Und trotz eines beschlossenen Fangmoratoriums haben sich die kanadischen Kabeljaubestände seitdem nicht wieder erholt.

Was damals im Nordatlantik geschah, wiederholt sich heute in anderen Meeren. Binnen zwanzig Jahren sind die Bestände der Bastardmakrele im Südpazifik von 30 Millionen auf weniger als 3 Millionen Tonnen geschrumpft. Im selben Zeitraum ging die Zackenbarschpopulation vor Westafrika um mehr als 80 Prozent zurück. Beim Kampf um die Erhaltung der Wildfische geht es inzwischen nicht mehr nur um den Schutz der Umwelt, sondern um das Überleben der Menschheit.

Fische sind allgemein nicht nur extrem nährstoffreich, sondern auch reich an essenziellen Fettsäuren. Speziell in Afrika boten Fisch und Meerestiere bei Dürreperioden immer wieder eine Nahrungsalternative, so etwa als in Somalia die Weidewirtschaft zusammengebrochen war. Ein toller Bericht welcher zu lesen für jeden ein unbedingtes Muss sein sollte. Der vorzügliche beschrieben Ablauf, nicht nur über die Totengräber der Pressevielfalt, sondern für jeden Kaufmann ein Stück aus dem Lehrbuch: Jetzt sollten wir einen Moment innehalten und einmal kurz nachdenken.

Die kleinen grauen Zellen aktivieren! So wie wir die angesprochenen Leser mit den Wählern vergleichen, können die Ausgedienten mit den Ehemaligen Mitgliedern gleichgesetzt werden.

Denn wie lesen wir in den Artikel:. Der Kehraus hat vor allem eine Konsequenz: Ihr Ziel ist es vorrangig mit ausgefallenen Urteilen auf sich aufmerksam zu machen und Vergleiche anzustreben, da dort das doppelte Honorar gezahlt wird. Da schneiden wir mit kaufmännisch erzielten Vergleichen in Streitsachen für gewöhnlich besser ab. Auch wir könnten fragen warum die Gesellschafter Mitgenossen so lange nicht reagiert haben, obwohl die Fehlerkette detailliert beschrieben wurden.

Auch hier werden Produkte angeboten welche kein Mensch je kaufen wird. Beide Blätter waren schon lang nicht mehr respektive nie lebensfähig. Richard Rebmann, 54, ist promovierter Jurist, und was er auch immer investiert hat, um diesen Titel zu erwerben, es hat ihn trotzdem nie mit der Welt der Zahlen vermählt.

Die sind ihm bis heute fremd. Ihm gegenüber sitzt eine gute Hundertschaft von Zeitungsredakteuren, die sich zumindest einbilden, sich sonst keine unangenehme Frage zu verkneifen. Oktober, der ja eigentlich dafür da ist, dass man sich mal in Ruhe die Meinung sagen kann, weil der 3. Keiner macht das Maul auf. Erst als Rebmann gegangen ist, korrigiert ihn Joachim Dorfs, der Chefredakteur: Um 30 Leser kann man sich schon mal vertun, solange nicht mal Journalisten nachfragen.

Und um 30 Millionen Euro, so in etwa, ist in der gleichen Zeit der Anzeigenumsatz zurückgegangen. Im Gegenzug wurde der Preis des Zeitungs-Abos um ein Viertel erhöht und dafür steht demnächst, wenn es so weiter geht, ein Drittel weniger drin. Pressehaus Stuttgart, von Süden gesehen.

Jähne — Eigenes Werk. So lautete einst ein Schlachtruf der er Bewegung und es spricht für sich das dieser Spruch auch heute noch, rund 45 Jahre später seine ungebrochene Gültigkeit hat. Im Gegenteil, nie wurden aus Deutschland mehr Waffen exportiert als unter der Regierung Merkel, einer Pastorentochter!! Sehen wir in dem Video in die smart und genüsslich lächelnden Gesichter unserer Politiker sollten wir uns schon die Frage stellen, ob denn hier wohl über die vielen Toten oder das gute Geschäft gefeixt wird?

So gäbe es ja auch die Möglichkeit den Spinnern in Berlin zu zeigen, auch mit ein bisschen weniger Wohlstand zufrieden zu sein. An deren Abschaffung wurde dann auch wieder finanziell partizipiert. Viel wäre schon damit geholfen, würden wir uns in unserer Ausdrucksweise klarer und direkter ausdrücken. So haben wir heute keinen Verteidigungsminister mehr, sondern einen Kriegsminister. Auch bilden wir in diesem Land keine Soldaten sondern Krieger aus.

Ebenfalls fallen im Krieg keine Helden oder Soldaten. Krieger morden und werden ermordet. Wir haben eine sehr eindeutige Sprache und sollten sie entsprechend nutzen.

An solchen Kleinigkeiten zeigt sich schon eine gewisse Unfähigkeit. Minen, Panzer und Raketen? Doch die Bodenseeregion ist einer der wichtigsten Rüstungsstandorte in Deutschland. Hier werden Waffen produziert, die anderswo töten. Und kaum einer spricht darüber. Die Abendsonne färbt den Bodensee am Überlinger Ufer blutrot.

Es ist November, Spätherbst am Bodensee. Touristen verirren sich nun selten in die Gassen, Überlingen gehört wieder den Bewohnern. Wer vom Tourismus lebt, überwintert. Die anderen sind froh, dass sie bei Diehl oben am Berg Arbeit haben. Bei Diehl Defence, wo Minen, Zünder, Granaten und modernste Raketen zusammengebaut werden, eben alles, was kracht und explodiert, was Menschen zerfetzt und Leben zerstört.

Doch darüber redet man hier nicht so gerne. Bringt Glanz in die Provinz, wenn etwa der Verteidigungsminister den Waffenproduzenten am Ort besucht. Pazifisten findet man in Überlingen selten. Die Oberbürgermeisterin jedenfalls gehört nicht dazu.

Hier wurde früher Recht gesprochen, die Hände konnte man in einer eigens ins Holz geschnitzten Wanne in Unschuld waschen. Diehl ist eine saubere Fabrik. Minensuchender Soldat der Fremdenlegion in Djibouti , Das die Menschen trotz der Debatte über drohende Altersarmut kein Geld für eine zusätzliche private Rente ausgeben ist als Zeichen zu werten, dass die seit Jahren anhaltende Lobbypolitik erkannt und als solches abgelehnt wird.

Nach der am Donnerstag veröffentlichten Allensbach-Studie für die Postbank lehnen 42 Prozent der Bürger eine Erweiterung ihrer privaten Altersvorsorge ab. Damit ist in der seit jährlich erhobenen Befragung ein Negativ-Rekord erreicht. Vor neun Jahren waren es nur 30 Prozent. Auch die Aufwendungen zur Sicherung des Einkommens im Alter sinken: Gaben die Berufstätigen noch Euro pro Monat für ihre private Altersvorsorge aus, sind es jetzt nur noch Euro.

Nur 14 Prozent der Bürger, welche sich nicht ausreichend abgesichert fühlen, würden sich der Umfrage zufolge für eine sichere Altersvorsorge einschränken. Vor zwei Jahren waren noch 22 Prozent dazu bereit. Junge Leute denken immer weniger an ihren Lebensstandard im Alter: Jeder Vierte im Alter zwischen 16 und 29 Jahren hält seine heutige Altersvorsorge für ausreichend.

Vor fünf Jahren glaubte das nur jeder Sechste. Nimmt man alle Altersgruppen der Berufstätigen zusammen, erklären 44 Prozent, genug für ihr Alter vorzusorgen. Nach der Erhebung liegen die Ursachen für dieses Verhalten auch in der Schuldenkrise. Knapp über die Hälfte der Befragten bangt deswegen um die Sicherheit der Altersversorgung. Diejenigen Berufstätigen, die neben der gesetzlichen Rente ein zusätzliches Standbein ihrer Altersversorgung aufbauen wollen, setzen der Untersuchung zufolge zunehmend auf Immobilien.

Das sind gut ein Drittel mehr als Zudem wollen 14 Prozent in Mietwohnungen investieren. Damit hat sich das Interesse an dieser Form der Altersvorsorge gegenüber dem vergangenem Jahr verdoppelt. Eine wichtige Rolle für ein auskömmliches Alter spielen auch Erbschaften bei den Planungen. Jeder vierte Berufstätige gibt an, dies sei für ihn ein wichtiger Baustein. Die staatlich geförderte Riester-Rente wird dagegen immer unwichtiger.

War sie vor fünf Jahren noch für 31 Prozent eine ideale Form der Alterssicherung, ist sie es jetzt nur noch für jeden Vierten. Die Erkenntnisse der Studie kommen für Deutschlands Volksvertreter ebenso zu einem wichtigen Zeitpunkt wie für die Finanzbranche.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, demnächst Pläne für eine Rentenreform vorstellen zu wollen. Die Koalition will vor allem Geringverdiener zur privaten Vorsorge animieren, bisher sind die verschiedenen Vorschläge zur Bekämpfung künftiger Altersarmut in den Parteien jedoch umstritten. Besonders bei Fondsparplänen und Riester-Rentenversicherungen gab es jüngst einen Einbruch beim Absatz.

Von April bis Juni wurden laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales gerade einmal solcher Verträge abgeschlossen. Trotz der verunsichernden Aussichten bei der Rente, lehnt eine deutliche Mehrheit eine obligatorische private Zusatzrente ab. Allerdings befürworten 56 Prozent eine obligatorische betriebliche Altersvorsorge. Das ist genau das, was mit Einführung der Riester-Rente geschehen ist.

Natürlich lassen sich die Politiker selber weiterhin durch den Staat absichern, da sie eigene Verluste nicht in Kauf nehmen möchten. Die hiesige Bevölkerung legt nicht mehr, sondern weniger Geld für ihre private Altersvorsorge zurück, ergibt eine Studie der Postbank. Der Versuch der Politik, die Altersvorsorge mehr und mehr in den privaten Bereich zu verschieben, hat offenbar nicht funktioniert. Die Leute handeln dabei aber keineswegs leichtsinnig, sondern durchaus rational. Andere private Sparformen sind nicht besser.

Die Rede hier ist von Kurt Beck, dem scheidenden Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz welcher wieder einmal einen Blick in sein Oberstübchen erlaubte. Der Bürger hatte ihm zugerufen: Als der Kritiker weiter redete, fügte Beck genervt hinzu: Welche aber typisch für Beck scheint. Wieso nennen Sie das irre?

Sagen Sie das mal. Deshalb bin ich zornig und wütend. Beck selbst hatte am vergangenen Freitag seinen Rücktritt für Januar angekündigt.

Wenn Politiker solch ein Versagen nachgewiesen werden kann sollte er mit seinem Privatvermögen haftbar gemacht werden und den Rest seines Lebens von der Sozialfürsorge leben. Einen selbstständigen privat Unternehmer kann bei einem Bankrott das gleiche passieren und dieser trägt ein wesentlich höheres Risiko als die Politiker. Haften sie doch mit allen was sie besitzen.

Kurt Beck auf dem Deutschlandfest in Bonn. Deutschlandfest in Bonn: Deutliche Anhebung des gesetzlichen Rentenniveaus und steuerfinanzierte Aufstockung gegen Altersarmut. Mit einer deutlichen Anhebung des gesetzlichen Rentenniveaus und einer steuerfinanzierten Aufstockung niedriger Renten lässt sich Altersarmut wirksam verhindern. Ohne derartige Reformen drohen insbesondere jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland erhebliche Rentenlücken.

Diese Lücken können bei den meisten Versicherten durch eine kapitalgedeckte Zusatzvorsorge nicht ausgeglichen werden. Rudolf Zwiener und Dr. Heike Joebges und Dr. Doch nach allem, was wir heute absehen können, wird das nur relativ wenigen gelingen. Noch schlechter wird es für all jene aussehen, die sich eine zusätzliche Absicherung gar nicht leisten können. Die Wissenschaftler arbeiten in ihrer Studie eigene Untersuchungen und die vorliegende Forschungsliteratur auf und identifizieren so zentrale Schwachstellen des aktuellen Alterssicherungssystems:.

Dazu wurde das Rentenniveau gesenkt und die Formel zur Rentenberechnung geändert. So beträgt die Bruttoersatzrate, die von der OECD für internationale Vergleiche berechnet wird, bei deutschen Durchschnittsverdienern derzeit lediglich 42 Prozent, gemessen am durchschnittlichen Einkommen. Nach den bisherigen Weichenstellungen der Rentenpolitik soll das Rentenniveau weiter deutlich sinken, brutto und netto.

So lag das Brutto-Rentenniveau bei 48 Prozent. Nach Berechnungen des Sachverständigenrates wird es bis für selbst für einen Standardrentner mit 45 Versicherungsjahren auf nur noch rund 40 Prozent sinken. Das entspricht — kaufkraftbereinigt bei konstanten Reallöhnen — einer Reduzierung der Durchschnittsrente für langjährig versicherte Männer um knapp Euro auf nur noch auf Euro im Jahr Das Nettorentenniveau — nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge, vor Steuern — beträgt derzeit 50,4 Prozent.

Zudem erlebten mehr Menschen Unterbrechungen in ihren Erwerbsbiographien, insbesondere in Ostdeutschland. Unter ostdeutschen Männern der Geburtsjahrgänge bis werde etwa jeder zweite am Ende seines Erwerbslebens nur Rentenansprüche haben, die unterhalb der Bedarfsgrenzen für die Grundsicherung im Alter liegen.

Wer von ihnen in Rente ging, erhielt im Mittel Euro weniger Rente ausbezahlt als ein durchschnittlicher Bestandsrentner. Zwar sollte das geringere Rentenniveau in der Theorie der Rentenreformen durch staatlich geförderte, selbst finanzierte Altersvorsorge, etwa ein Riester-Rentenprodukt, ausgeglichen werden. In der Praxis gelinge das aber nur selten.

Denn erstens sei die freiwillige Vorsorge für Arbeitnehmer vergleichsweise teuer und auch deshalb zehn Jahre nach ihrer Einführung nicht weit genug verbreitet.

Zum zweiten fielen die Renditen kapitalgedeckter Produkte tendenziell geringer als die der umlagefinanzierten Rente. Denn Riester-Sparer erhalten zwar einen moderaten staatlichen Zuschuss, anders als im gesetzlichen Alterssicherungssystem leisten die Arbeitgeber aber keinen Beitrag. So müssen Beschäftigte längerfristig 15 Prozent ihres Bruttoeinkommens für ihre Altersvorsorge aufwenden: Die — hälftige — Belastung für die Arbeitnehmer läge also bei nur 13 Prozent.

Auch wenn die Datenlage bislang schwach sei, deute viel darauf hin, dass vor allem Durchschnitts- und Geringverdiener den zusätzlichen Aufwand scheuen, resümieren die Forscher — obwohl gerade ihnen Altersarmut droht. So hätten nicht einmal 50 Prozent der potenziell Riester-Zuschuss- Berechtigten bislang einen Vorsorgevertrag abgeschlossen.

Bei Menschen mit Brüchen im Erwerbsverlauf liege die Quote noch deutlich niedriger. Bereits bestehende Sparformen werden aufgelöst zugunsten von Anlagen, für die es die staatliche Förderung gibt. Doch auch Vorsorgesparer gerieten in ein — unbewusstes — Dilemma: Er wirke sich auch negativ auf all jene Unternehmen aus, die ihre Umsätze vor allem auf dem Inlandsmarkt erzielen und relativiere für sie die Senkung der Lohnnebenkosten, die ebenfalls Ziel der Rentenreformen war.

Ein positiver Wachstumsimpuls konnte so nicht entstehen. Anders als noch in den er Jahren oft behauptet, wiesen kapitalgedeckte Vorsorgeformen keine überlegenen Renditen auf.

Die systematischen Renditevergleiche, die Wissenschaftler bislang zwischen GRV und kapitalgedeckten Zusatzversicherungen anstellten, prognostizierten langfristig ähnliche oder sogar etwas höhere GRV-Renditen. Lediglich Riester-Verträge, die bereits unmittelbar nach der Rentenreform von abgeschlossen wurden, können etwas besser abschneiden als die gesetzliche Rente.

Aktuell sei für alle Formen von kapitalgedeckten Lebens- und Rentenversicherungen ein deutlicher Renditerückgang zu beobachten. Seit senkte das Bundesfinanzministerium den Garantiezins auf die Sparbeiträge für neu abgeschlossene Lebensversicherungen von 4 Prozent auf jetzt nur noch 1,75 Prozent. Bei Riester-Rentenverträgen sank der Garantiezins zwischen und von 3,25 auf 1,75 Prozent. Eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW gelangte zu dem Ergebnis, dass bei neu abgeschlossenen Verträgen die Versicherten mindestens 87 Jahre alt werden müssten, um wenigstens ihre eigenen Einzahlungen und die staatlichen Zulagen wieder ausgezahlt zu bekommen — ohne jegliche Rendite.

Hinzu komme, dass Risiken wie Erwerbsunfähigkeit, die früher über die GRV abgesichert waren, nun zusätzlich versichert werden müssten. Auch eine höhere Nachhaltigkeit der Kapitaldeckung sei empirisch nicht zu beobachten, so die Forscher. Auch Versicherungen in Deutschland verzeichneten, trotz vergleichsweise strenger Regulierung, ein Minus von über acht Prozent.

Zwar seien die Verluste in den Folgejahren teilweise wieder ausgeglichen worden, erkennen die Forscher an.

Für derartige Investments kämen nicht viele Länder in Frage. Denn neben einer vergleichsweise jungen Bevölkerung und aktuell kräftigem Wachstum zählten auch die Nachhaltigkeit der Wirtschaftsentwicklung und politische Stabilität zu den unverzichtbaren Voraussetzungen. Die Krisen in Mexiko, Argentinien und vor allem die Asienkrise von zeigten, dass nur wenige Länder diese Anforderungen erfüllten. Eine Studie aus dem Jahr kam am Beispiel von 18 Schwellenländern zu dem Ergebnis, dass die vermeintlich hohen Renditen von Anlagen in diesen Staaten lediglich das erhöhte Ausfallrisiko kompensieren.

International hoch wettbewerbsfähige Länder wie China exportierten per Saldo selber Kapital. Die Nachfrage nach Anlagen aus Europa sei daher zu klein, um die Probleme der Alterssicherung anderer Länder zu lösen, so die Forscher. Zudem ergäben sich bei Anlagen in Auslandswährungen erhebliche Wechselkursrisiken, die die Renditen schnell aufzehren könnten.

Das würde Anlagen in diesem Land verteuern. Wenn die Guthaben dann mit Fälligkeit der Altersvorsorge wieder abgezogen werden, ergeben sich umgekehrte Wechselkurseffekte: Da der Wert der Anlagewährung sinkt, werden die Renditen erneut geschmälert. Rückkehr zur Lebensstandardsicherung — Mittlerweile habe auch die Politik die Gefahr rapide wachsender Altersarmut in naher Zukunft erkannt, die Staat und Steuerzahler dann durch Sozialhilfe im Rahmen der Grundsicherung auffangen müssen, schreiben die Forscher.

Die notwendige deutliche Korrektur der vergangenen Rentenreformen stehe aber noch aus. Um das zu erreichen, plädieren die Wissenschaftler dafür, das umlagefinanzierte Rentensystem zu stärken. Damit stehe auch die staatliche Förderung kapitalgedeckter Vorsorgeformen zur Disposition.

Statt einer gegenwärtig durchschnittlichen gesetzlichen Altersrente für langjährig versicherte Männer von 1. Zur Finanzierung könne der Beitragssatz über viele Jahre verteilt in kleinen Schritten angehoben werden. Die sehr gute internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen werde das nicht schädigen, sind die Ökonomen überzeugt.

Walter Riester in Bitburg ]. Dguendel — Eigenes Werk. Bei was für einer Firma hat sich Gerhard Schröder der frühere Kanzler da eigentlich eingekauft? Was alles haben wir gelesen über Berlusconi und seine Machenschaften in Italien und ist es da nicht auffällig das über Gazprom so wenig durchsickert? Um sehr viel Geld für sehr wenige. Worum also handelt es sich bei dieser ominösen Firma namens Gazprom?

Im Zuge der Perestroika wurde dieser in einen Staatskonzern umgewandelt und hatte sofort das Monopol auf 95 Prozent der gesamten sowjetischen Gasförderung. Februar avancierte der bisherige Staatskonzern zu einer Aktiengesellschaft, an der der russische Staat 41 Prozent Anteile hielt. Putin machte Gazprom zu seinem persönlichen Projekt. Zu seinen Geschäftsbereichen gehören nicht nur die Förderung und Lieferung von Gas, sondern er ist zudem einer der wichtigsten Erdölproduzenten Russlands.

Geschätzt wird, dass Gazprom allein zwischen und über 40 Mio. US-Dollar ausgegeben hat, um Anteile von Unternehmen zu kaufen, die nichts mit dem Gasgeschäft zu tun haben.

Dazu gehören insbesondere Anteile an Konzernen der Erdölindustrie und Elektrizitätswerke. Kevin Fuchs — Own work. Abgelegt unter Energiepolitik , International , P. Zwei Weltkonzerne stammen aus Gütersloh: Der eine ist Miele und hat jene Maschinen im Angebot, die der Menschheit durch die Abnahme so lästiger Verrichtungen wie Wäschewaschen oder Geschirrspülen viel Lebenszeit schenken.

Der andere ist Bertelsmann — und trachtet mit seinem medialen Angebot danach, möglichst viel von der freien Zeit abzubekommen. In den letzten Jahren tat sich dann aber nicht mehr so schrecklich viel in Gütersloh. Bertelsmann schrumpfte zwar nicht, konnte aber mit der internationalen Konkurrenz nicht länger mithalten. Und war zuletzt vor allem mit Sparen beschäftigt.

Unter dem neuen Vorstandschef Thomas Rabe, der seit Januar den Laden führt, soll nun alles anders werden. Walter Jones, Abgeordneter aus North Carolina: Wie wollen Sie da Ihre Firma profitabel machen? Das Unternehmen hat zwar erst am vergangenen Donnerstag seinen Geburtstag gefeiert, die Situation ist jedoch erschreckend ähnlich. Der Verlust von rund Millionen Euro im letzten Jahr bedeutet umgerechnet, dass Opel pro verkauftem Fahrzeug ein Minus von etwa Euro gemacht hat.

Eine weitere Unterstützung findet sich im Bereich von Punkten. Aufwärtsbewegung, die ihn bis an die er-Marke heranführte. Damit wächst die Gefahr einer Korrektur.

Die Inflation ist auf dem Rückzug, die Preise geben nach. Manche Experten befürchten, dass Europa in eine Schulden-Deflationsspirale abrutschen könnte, ähnlich wie das in Japan passiert ist.

Im Euroraum ist die Inflationsrate im Dezember erstmals jahr gesehen fiel die Inflationsrate auf 0,4 Prozent. Wie Eurostat, Damit lag sie ähnlich niedrig wie zuletzt , damals die europäische Statistikbehörde, mitteilte, lag sie bei waren es 0,3 Prozent, und deutlich unter dem Niveau von minus 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist der mit 1,3 Prozent. Auf das Gesamtjahr errechnet das Statistische Bundesamt eine durchschnittliche Teuerungsrate von 0,9 Prozent waren es noch 1,5 Prozent, noch 2,0 Prozent.

Und vieles deutet darauf hin, dass es auch im neuen Jahr mit der Abwärtsspirale weitergehen, dass es zu keiner wesentlichen Belebung der Inflation kommen wird. So fiel die Inf l ationsr ate f ür Deutschland im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat auf minus 0,4 Prozent, im Februar waren es im Vergleich zum Vorjahresmonat nur 0,1 Prozent.

Zuletzt dürfte vor allem auch der stark gesunkene Ölpreis zum Rückgang der Inflation beigetragen haben. Tanken und Heizen wurde für den durchschnittlichen europäischen Haushalt im Laufe von deutlich billiger. Denn sinkende Preise gelten allgemein als Warnsignal: Weil sich Verbraucher und Unternehmen auf weitere Preisrückgänge einstellen, werden möglicherweise aktuelle Ausgaben und Investitionen zurückgefahren, was wiederum das Wirtschaftswachstum belasten könnte.

Passiert das, dann droht der Eurozone möglicherweise ein ähnliches Szenario wie Japan. Auf Hype und Boom in den er-Jahren folgte eine Phase extrem niedriger Inflation, mit zum Teil deflationären Entwicklungen so verzeichnete das allgemeine Preisniveau für Waren und Dienstleistungen in den Jahren bis jeweils einen Rückgang zum entsprechenden Vorjahr.

Zwar wurde von der japanischen Politik und der Notenbank, der Bank of Japan BoJ , einiges unternommen, um das Ruder herumzureissen, doch lange war dies von wenig Erfolg gekrönt.

Es kam zu keiner signifikanten und nachhaltigen Wiederbelebung des Kreditmarkts. Das billige Geld, das die BoJ zur Verfügung stellte, floss nicht in die japanische Wirtschaft, sondern verblieb im Bankensektor und wurde dort gehortet. Ganz ähnlich die derzeitige Situation im Euroraum. Trotz sehr niedriger Refinanzierungsmöglichkeiten für die europäischen Banken werden immer noch zu wenig neue Kredite an Unternehmen vergeben, die zu einem Wachstums impuls führen könnten, so etwa die Einschätzung des Finanzdienstleisters Dr.

Das wiederum wirkt sich unmittelbar negativ auf Unternehmen und private Investoren aus. Sie halten sich ebenfalls mit Investitionen zurück. Einerseits weil sie auf weiter fallende Preise spekulieren, andererseits weil sie Schwierigkeiten haben, an Kredite heranzukommen.

Europa fehlt es an Investitionen, bei denen Privatleute und Unternehmen auch mal Geld in die Hand nehmen und ein Haus bauen, eine neue Fabrik bauen oder in Gehälter für neues Personal investieren, analysiert Patrick Bernau von faz. Damit erinnert die Situation an das berühmte Zitat des ehemaligen deutschen Wirtschaftsministers Karl Schiller: Man kann die Pferde zur Tränke führen, aber saufen müssen sie selbst.

Sprich, es ist genug Liquidität da, aber diese kommt nicht im Wirtschaftskreislauf an, sie wird nicht von Banken und Unternehmen in steigende Investition und Produktion umgesetzt. Was die Sache extrem verkomplizieren könnte, ist der Umstand, dass in den verlieren. Es kommt zu einem Attentismus der Marktakteure, die auf eine Bodenbildung warten, und zu einem letzten Jahren der Verschuldungsgrad in den westlichen realen Schuldenwachstum, was zu weiteren Sparanstrengungen führt.

In einer solchen Phase, die sehr lange an- Industrienationen im Allgemeinen und im Euroraum im Speziellen stark gestiegen ist. So kommt das Bundesministerium für Finanzen in seinem Monatsbericht für Sep- Produzenten zudem auf ihren Lagerbeständen sitzen bleihalten kann, verarmen die Menschen zusehends. Da die tember zu der Einschätzung: Die private und öffentliche Verschuldung liegt in vielen Industrieländern Arbeitslosigkeit negative Lohn-Preis-Spirale und eine ben, kommen die Preise weiter unter Druck.

Die Folge sind auf einem besorgniserregend hohen Niveau. So rutscht nach und Zum Ende des ersten Quartals wies eine Vielzahl nach eine ganze Volkswirtschaft in eine Krise, aus der nur von EU-Staaten eine öffentliche Verschuldung jenseits noch schwer zu entkommen ist.

Das Land hat eine vergleichsweise milde Deflationsspirale entstehen. Ein Phänomen, das laut Schuldendeflation seit Mitte der Neunzigerjahre erlebt. Fishers berühmtem Artikel Debt Deflation Theory of Eine milde, aber dennoch stark wachstumshemmende Great Depressions, der erschienen ist, auch für die Entwicklung, wie ein Blick auf die japanische Wirtschaftsentwicklung seit Anfang der er-Jahre zeigt siehe Grosse Depression in den USA in den er-Jahren verantwortlich war.

In einer Schulden-Deflationsspirale setzen Unternehmen und Konsumenten alles daran, ihre Schulden zurückzuzahlen. Mit aller Macht stemmt auf breiter Front und die Preise kommen noch stärker Deflationsspirale. Für einige Markbeobachter ein Bemühen, unter Druck. Jeder Versuch, in dieser Situation die Staatsschulden zu reduzieren, das bereits gescheitert ist.

Aber auch eine Erhöhung der Staatsausgaben ist problematisch, weil Unternehmen und Verbraucher dadurch nicht zwangsläufig mehr konsumieren wollen. Vor allem dann nicht, wenn die Vermögenswerte, die im Vorfeld der Krise als Sicherheit für die Kredite hinterlegt worden sind, wie etwa Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Zeichen mehren sich, dass Europa den Kampf gegen eine zu niedrige Inflation verloren hat.

Trifft diese Interpretation zu, dann stehen dem Euroraum möglicherweise unruhige Zeiten bevor. Nicht nur, dass die Aktienmärkte erheblich verlieren könnten so hat sich der Nikkei , der Leitindex an der Tokioter Börse, von seinem Hoch Anfang der er-Jahre bis zu seinem letzten Tief im Jahr mehr als geviertelt siehe Abbildung 3 , auch auf der politischen Weltbühne droht ein erheblicher Bedeutungsverlust. Jetzt geht es um die Schicksalsfrage: Kriegt Europa die Kurve oder wird es international für Jahrzehnte marginalisiert?

Mehr noch, einige Experten sehen die gesamte Eurokrise nur als Folge eines langfristig angelegten Niedergangs. So sagt etwa der Politikwissenschaftler Kishore Mahbubani aus Singapur: Als sich die Kräfteverhältnisse nach Asien verschoben haben, hat Europa den Anschluss verpasst. Die Eurokrise ist nur das Symptom einer viel grösseren Misere. Rohstoffpreise spielen eine Rolle. Doch ob die Eurozone wirklich in eine Schulden- Deflationsspirale mit allen daraus resultierenden negativen Folgen abrutschen wird, ist keineswegs sicher.

Denn auch könnte Europa in Sachen Wirtschaftswachstum und Inflation zulegen. Mit einem vom Internationalen Währungsfonds IWF geschätzten Plus von jeweils rund einem Prozent zwar auf einem niedrigen Niveau, aber immer noch signifikant über der Nullmarke siehe Abbildung 2.

Ohnehin fragen sich einige Beobachter, woher die derzeit niedrige Inflation überhaupt kommen könnte. Dabei stossen sie auf den Rohstoffmarkt. Europa ist unter dem Strich nämlich ein grosser Importeur von Rohstoffen. Nicht nur Öl muss der alte Kontinent einführen, auch alle Industrie- und Edelmetalle stehen auf der Kaufliste. Dass sich die Inflationsrate zuletzt gerade ab rückläufig entwickelt hat, könnte auch mit dem zu diesem Zeitpunkt einsetzenden Preisverfall am Commodity-Markt zu tun haben.

Noch dramatischer fallen die jüngsten Einbrüche bei Erdöl aus. Das schwarze Gold notiert so tief wie zuletzt vor über einem Jahrzehnt. Insofern könnten die aktuell niedrigen Inflationszahlen ein falsches Bild von der Lage im Euroraum zeichnen. Die durch sinkende Rohstoffpreise getriebene Deflation wird sich zwar in sinkenden Produzentenpreisen und Verbraucherpreisen widerspiegeln [ Ganz im Gegenteil, die niedrigen Rohstoff.

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag, konnte. Eine deflationäre Entwicklung in einzelnen Teilbereichen kann also durchaus auch ihre guten Seiten gegen eine solche Entwicklung sprechen.

Andererseits die Deflation rutscht. Derzeit gibt es einige Faktoren, die haben. Er sagt in Vor allem dann, wenn eine Schulden-Deflationsspirale in sollte man als Anleger die Deflationsgefahr ernst nehmen.

Bezug auf die niedrigen Inflationsraten: Die niedrige Gang kommt, denn diese kann die Aktienmärkte in arge Rate liegt nur daran, dass die Importpreise für Öl und Bedrängnis bringen, wie das Beispiel Japan zeigt. Das wirkt wie ein Konjunkturprogramm für Europa. Anleger, Naturgemäss ist es sehr schwierig, sich gegen ein extrem die die weitere Entwicklung in der Eurozone kritisch einstufen, könnten ihr Depot jedoch mit Mini-Short Zertifika- Schwacher Euro hilft.

Und noch ein weiterer Punkt könnte gegen ein baldiges Abrutschen der europäischen Wirtschaft in die Deflation sprechen: So rechnet der Wirtschaftsweise Lars Feld damit, dass wegen der Euroschwäche, gepaart mit dem anhaltend billigen Öl, das deutsche BIP in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte höher liegen könnte als im Herbstgutachten mit 1,2 Prozent prog nostiziert.

Zudem sorgt ein schwacher Euro für eine Verteuerung von Waren, die aus dem Ausland nach Euroland eingeführt werden. Und dies wiederum könnte die Inflation in der Eurozone ankurbeln. Zumindest wird der deflationäre Effekt aus dem Verfall der Rohstoffpreise durch die Euroschwäche etwas abgemildert.

Warum haben einige Emerging Markets im zurückliegenden Jahr enttäuscht? Wohin geht es mit ihnen im neuen Jahr und welche Auswirkungen hat der niedrige Ölpreis auf die Schwellenländer?

Herr Vorlaufer, hat sich für China etwa sind Zuwächse bei bestimmten Berufsgruppen viele Emerging-Markets-Anleger als Enttäuschung herausgestellt. Und da es immer China und Brasilien etwa liefen unter dem Strich noch einen Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften gibt, nur seitwärts. Was waren hierfür die wichtigsten Gründe?

Nun, hierfür gibt es mehrere Gründe. Das drückt die Margen der Unternehmen weiter nach Erstens hat sich der Unterschied beim Wirtschaftswachstum unten, ihre Rentabilität nimmt ab. Dagegen verzeichnen zwischen den Emerging Markets und den Developed Markets, inzwischen einige Unternehmen in den Developed Markets also den Industrienationen, in letzter Zeit verringert. So ist eine höhere Rentabilität durch gesteigerte Produktivität bei China noch vor einigen Jahren mit 14 oder 15 Prozent gewachsen, gleichzeitig stagnierenden Löhnen.

Der starke US-Dollar und im letzten Jahr waren es dagegen nur noch 7,5 schwache Rohstoffpreise wirken sich ebenfalls negativ auf Prozent, im laufenden Jahr dürften es sogar nur noch sieben die Emerging Markets aus.

Wenn wir unterstellen, dass die Developed Markets im Schnitt um 2,2 bis 2,3 Prozent und die Also hat unter dem Strich die Attraktivität der Emerging Emerging Markets im Durchschnitt um 4,8 Prozent zulegen Markets gegenüber den Industrienationen abgenommen? Sie sind immer noch attraktiv, 2,5 Prozent. Damit wachsen die Emerging Markets aber ihr Vorsprung in Sachen Wachstum gegenüber den immer noch kräftiger als die Industrienationen, aber der Industrienationen ist eben nicht mehr so gross wie noch Unterschied ist eben kleiner geworden.

Vor etwa zehn Jahren vor einigen Jahren. Zudem gibt es noch einige andere Grün- betrug der Unterschied noch etwa 4,5 Prozent, der de, die die Emerging Markets zu verarbeiten haben.

So letzte Höhepunkt war Anfang mit über sechs Prozent. Schwellenländer derzeit deutlich auf. Ein wichtiger Grund aufgewertet, eng korreliert damit haben die Emerging hierfür sind unter anderem die stark steigenden Löhne. In Markets gut performt. Seit etwa drei Jahren sehen wir nun 34 Und da ist durchaus auch noch Potenzial für den US-Dollar vorhanden. Das ist ein sehr wichtiger Punkt.

In den Jahren zuvor ist sehr viel Geld aus den westlichen Industrienationen in die Emerging Markets geflossen. Geld, das auf der Suche nach Rendite war. In den Schwellenländern wurde dieses Geld auch dankbar aufgenommen, vor allem in jenen, die ein Leistungsbilanzdefizit aufweisen. Zur Finanzierung des Defizits sind sie auf ausländisches Kapital angewiesen. Zu nennen sind hier unter anderem die Türkei und Indonesien, aber auch Brasilien und Südafrika.

Auch in China konnten wir diesen sogenannten Carry Trade lange Zeit beobachten. Dieser Geldfluss kann sich nun umdrehen. Wir wissen ja alle, was die US- Notenbank Fed vorhat, früher oder später wird sie die Zinsen anheben. Aufgrund der niedrigen Inflation und der stark zurückgekommenen Ölpreise kann sie damit noch warten, aber letztendlich werden die Zinsen steigen.

Dadurch könnten die Währungen und die Liquiditätssituation in den Emerging Markets noch weiter unter Druck bleiben. Das sind unter dem Strich wohl die wichtigsten Gründe, warum einige grosse Emerging Markets in letzter Zeit an der Börse eher enttäuscht haben. Zudem, das möchte ich an dieser Stelle auch noch kurz erwähnen, ist auch an den Finanzmärkten die Globalisierung vorangeschritten. Ein grosser Teil der Gelder ist heute in globalen Fonds angelegt, die dort investieren, wo sie die beste Rendite-Risiko-Kombination sehen.

Ist das nicht mehr der Fall, werden sie abgezogen und woanders investiert. Vor fünf oder zehn Jahren war das noch anders, da war sehr viel Geld in regional gebundenen Fonds investiert, die etwa nur in Russland oder der Türkei anlegen durften. Das hat sich geändert. Auch dieser Punkt dürfte dazu beigetragen haben, dass einige Emerging Markets unter dem Strich zuletzt eher enttäuscht haben. Wurden die Emerging Markets in der Vergangenheit also überschätzt?

Das sehe ich nur bedingt so. Zwar sind die Gewinnerwartungen vieler Analysten im Schnitt noch immer zu positiv in den letzten Jahren wurden die Schätzungen im Laufe des jeweiligen Kalenderjahres schrittweise herabgestuft.

Heute wächst China immer noch stark, aber eben nur noch einstellig. Die Emerging Markets wurden nicht überschätzt, aber die Welt hat sich verändert, heute sieht die Realität anders aus. Auf diese neue Realität stellt sich der Markt nun nach und nach ein. Was vielleicht vom Anleger überschätzt wurde, ist die Langfristigkeit des Booms in den Emerging Markets.

Viele Investoren dachten, es geht immer so weiter mit dem überaus kräftigen Wachstum, doch das ist eben nicht so. Die Märkte laufen über kurz oder lang in die gleichen Probleme, die wir aus den Industrienationen kennen. Und je schneller und stärker das Wachstum war, desto grösser können die strukturellen Dysbalancen sein. Müssen sich Anleger im neuen Jahr über solche geldpolitisch bedingten Turbulenzen wiederum Sorgen machen?

Ich denke nicht, dass wir uns aktuell Sorgen über weitreichende Währungskrisen machen müssen. Ohnehin muss man sich auch die Frage stellen, wie nachhaltig die Entwicklung in den USA ist und ob die Fed wirklich schon im laufenden Jahr die Zinsen deutlich anheben kann und wird. Der niedrige Ölpreis und der starke US-Dollar könnten hier durchaus bremsend wirken.

Zudem sind die Emerging Markets heute vorgewarnt, das Umschwenken der US-Notenbankpolitik wurde lange Zeit angekündigt, es kam nicht plötzlich. Viele Schwellenländer sind heute deshalb zu einem grossen Teil auch in lokaler Währung verschuldet, nicht allein mehr in US-Dollar. Die Aufwertung des Greenback trifft sie also nicht mehr ganz so hart wie etwa während der Asienkrise Ende der er-Jahre. Man muss hier aber von Land zu Land unterscheiden. Insgesamt rechne ich jedoch nicht mit weitreichenden geldpolitisch bedingten Turbulenzen.

Betrachten wir kurz den Einfluss der Rohstoffpreise auf die Schwellenländer. Hier gibt es ja unterschiedliche Auswirkungen. Einige Emerging Markets können von den gefallenen Rohstoffpreisen profitieren, andere leiden.

Mit welchen Entwicklungen rechnen Sie am Rohstoffmarkt? Und welche Länder dürften von diesen Entwicklungen profitieren? Insgesamt bin ich dem Rohstoffmarkt gegenüber weiterhin eher kritisch eingestellt. In der Vergangenheit wurden aufgrund des starken Wachstums in den Emerging Markets Der niedrige Ölpreis ist schlecht für alle Emerging Markets, die Öl produzieren und ausführen.

Das betrifft auch das Öl. Die weltweite Produktion wurde nicht zuletzt durch die Förderung der Schiefergase und Ölsande in Nordamerika ausgeweitet. Allgemein geht der Markt von einer Fortsetzung des schwachen Ölpreises aus.

Es kann also durchaus noch weiter runtergehen, und auch danach gehe ich nicht von einer schnellen Erholung aus. Lassen Sie mich dies bitte kurz begründen: Saudi-Arabien könnte ja seine Förderung zurückfahren, um den Ölpreis zu stabilisieren, wie das in der Vergangenheit auch meist geschehen ist. Aber die Saudis wollen nicht mehr für die Überproduktion anderer ölproduzierender Länder vor allem ausserhalb der OPEC einstehen, die häufig ihre ausgehandelten Förderquoten überschreiten. Deshalb gehe ich davon aus, dass Saudi-Arabien nun für einige Jahre einen sehr tiefen Ölpreis ansteuert, um schlichtweg die Konkurrenz unter Druck zu setzen.

Schafft es das, dann könnte der Ölpreis wieder steigen, auf ein langfristig stabiles Niveau von vielleicht etwa 80 bis 90 US-Dollar je Barrel, aber eben erst in einigen Jahren. Die neue saudische Preispolitik ist natürlich erst einmal schlecht für alle Emerging Markets, die Öl produzieren und ausführen, wie etwa Russland.

Moskau hat es zudem nicht geschafft, seine Wirtschaft zu diversifizieren. Aber auch Brasilien ist ein wichtiger Ölexporteur und könnte Probleme bekommen. Im asiatischen Raum ist Malaysia zu nennen, das auch eine grosse Ölindustrie hat. Von den niedrigen Ölpreisen werden hingegen jene Emerging Markets profitieren, die Öl einführen müssen, hier ist Indien an erster Stelle zu nennen. Indien ist ohnehin ein Spezialfall, hier kommen mehrere positive Faktoren zusammen.

Aber auch andere Staaten wie China profitieren, da ein Verfall des Ölpreises die Produktionskosten erheblich senkt.

Dann lassen Sie uns nun über Indien reden konnte der indische Aktienmarkt ja bereits deutlicher zulegen. Könnte sich dieser Trend im neuen Jahr fortsetzen? Trotz der guten Performance liegen wir bei der Bewertung am indischen Aktienmarkt noch auf dem 36 Mit dem Gewinnwachstum, das wir nun für Indien in den kommenden Jahren erwarten, eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial. Indien ist einer unserer Favoriten unter den Emerging Markets.

Aber Indien hat doch auch einen grossen Reformstau? Welche Reformen müssten Ihrer Meinung nach angegangen werden? Das stimmt, Indien hat einen grossen Bedarf an Reformen. Wir hoffen aber, dass dieser von der neuen Regierung angegangen wird. Was wir zum Beispiel unbedingt sehen müssten, ist eine Steuerreform. Noch hat jeder indische Bundesstaat sein eigenes Steuersystem. Wenn etwa ein Produzent seine Ware von einem Bundesstaat in einen anderen bringen will, muss er Ausfuhr- und Einfuhrsteuer zahlen.

Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit, denn an jeder Innen- und Aussengrenze des einzelnen Bundesstaates muss er anhalten. Etwa 30 Prozent der gesamten Logistikzeit geht dafür drauf.

Wir brauchen also ein einheitliches, gesamtstaatliches Steuersystem. Was wir ebenfalls in Indien brauchen, ist eine Landreform, damit Strassen und Autobahnen ungehindert gebaut werden können, ohne dass sich dagegen jeder Kleingrundbesitzer zur Wehr setzen kann.

Eine Landreform wurde schon unter der Vorgängerregierung angegangen, sie soll nun weiterentwickelt werden. Doch auf einen anderen Punkt möchte ich auch noch hinweisen. Indien profitiert nämlich enorm vom niedrigen Ölpreis. Das Land muss grosse Mengen an Öl importieren. Und mit jedem US-Dollar, den umgerechnet ein Verbraucher in Indien weniger dafür ausgeben muss, um etwa sein Auto zu betanken, steigt seine Möglichkeit, in andere Dinge zu investieren, etwa in Konsumgegenstände.

Der niedrige Ölpreis ist für die indische Wirtschaft wie ein grosser zusätzlicher Konjunkturmotor. Und da der Subkontinent allgemein nur über sehr wenige Rohstoffe verfügt, muss er nahezu alle importieren. Indien profitiert also insgesamt von den niedrigen Rohstoffpreisen. Das gilt aber auch für andere Schwellenländer? Ja, zum Beispiel für China. Auch Thailand ist ein klarer Gewinner des niedrigen Ölpreises. Indonesien profitiert auch von den niedrigen Ölpreisen, da das Land aber selbst einige Rohstoffe exportiert, ist hier der Vorteil nicht ganz so deutlich wie im Fall Indien.

Dann blicken wir mal auf das Sorgenkind Russland. Der sinkende Ölpreis lässt die russischen Staatseinnahmen deutlich schwinden. Mit welcher Entwicklung rechnen Sie in Russland auf wirtschaftlicher Seite? Die russische Wirtschaft steht vor enormen Problemen, das Land hat es bisher nicht geschafft, die Wirtschaft auf breitere Beine zu stellen. Nach wie vor ist es sehr von Öl-, Gasund anderen Rohstoffexporten abhängig. Das ist natürlich in Zeiten fallender Rohstoffpreise ein grosses Problem.

Das heisst, wir können ziemlich sicher mit einer starken Rezession der russischen Wirtschaft rechnen. Der Verfall des Rubels tut sein Übriges, alles was importiert wird, hat sich extrem verteuert.

Das wird im Endeffekt auch den russischen Konsumenten treffen. Sollten sich die Rohstoffpreise stabilisieren, wären russische Rohstoffunternehmen natürlich interessant. Sehr vorsichtig muss man bei Konsumaktien sein.

Der russische Aktienmarkt bleibt sehr riskant, die nach wie vor ungelöste Krise in der Ukraine und die damit verbundenen internationalen Sanktionen machen die Situation nicht einfacher.

Denkbar wäre zum Bespiel, dass die Regierung in Moskau, wenn sie mit dem Rücken zur Wand Brasilien ist ebenfalls ein Sorgenkind, dort gibt es auch eine steht, eine Kapitalverkehrskontrolle einführen könnte. Oder ganze Reihe an strukturellen Problemen. Unter den schwachen dass die Dividendenzahlungen der Unternehmen eingefroren Rohstoffpreisen leiden auch die kleineren Wirtschaften Lateinamerikas wie etwa Peru und Chile.

Hier sind viele negative Szenarien denkbar. Momentane Bewertungen sehen natürlich verlockend aus und früher oder später werden sich Kaufgelegenheiten bieten, Blicken wir zum Schluss über hinaus. Welche Länder das Risiko bleibt jedoch erst einmal sehr hoch.

Die einzelnen Emerging Markets muss man heute differenzierter betrachten. Bei welchen derzeit immer noch die interessantesten Perspektiven. Die Schwellenländern würden Sie hingegen eher vorsichtig sein? Philippinen und Indien zum Beispiel verfügen über aussichtsreiche Wachstumsstorys. Aber auch Taiwan ist hier zu nen- Grundsätzlich traue ich den Ländern Potenzial zu, die auch über eine interne Wachstumsstory verfügen vor allem in nen.

Da ist meiner Ansicht nach an erster Stelle Indien zu nennen. Langfristig können auch Vietnam, Kambodscha und Bangladesch interessant werden. Industriezweige wie etwa die Sollten etwa die von mir angesprochenen Reformen umgesetzt werden, dann kann der Subkontinent hiervon kräftig profitieren. Das ist eine interne Geschichte, sie hängt nicht von exgen sind, um dort billiger produzieren zu lassen, expandie- Textilindustrie, die in den er-Jahren nach China geganternen Faktoren ab. China ist vor allem unter stark gestiegen sind.

Nicht ausser Acht lassen sollte man sektoralen Gesichtspunkten interessant, da Peking einige auch die gesamte Sub-Sahara-Region. Zurzeit gibt es dort Branchen unterstützt, die für die Gesamtwirtschaft wichtig teilweise politische und wirtschaftliche Probleme.

In 20 sind, wie etwa den Finanzsektor und den Häusermarkt. In Lateinamerika ist leben, das sind mehr als die Bevölkerung von China und Mexiko relativ zu bevorzugen. Der Markt ist zwar nicht mehr Indien zusammen. Das ist ein gigantischer Markt, hier gibt ganz billig und die für das Wachstum wichtigen Energiereformen leiden unter dem Verfall des Ölpreises, aber aufgrund es viel Wachstums- und Entwicklungspotenzial.

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