Wirtschaft

/74 stieg der Ölpreis von rund drei US-Dollar pro Barrel ( Liter) auf über zwölf US-Dollar. Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hatte zuvor die Fördermengen bewusst gedrosselt.

Dabei ist es, neben Wind und Sonne, eine der drei Säulen der Energiewende und tatsächlich sogar die wichtigste, denn als einzige 'Erneuerbare' Energiequelle hängt sie nicht von den zufälligen Launen des Wetters ab und kann bedarfsgerecht Strom erzeugen - zumindest im Prinzip. Die reichen für weitere Jahre. Aber um das Wohlergehen der Menschheit zu sichern, müssen halt auch wissenschaftliche Opfer gebracht werden. Es werde nun wohl bis dauern, bis der entsprechende Sicherheitsbericht vorliege teilte das Amt mit.

Einleitung

/74 stieg der Ölpreis von rund drei US-Dollar pro Barrel ( Liter) auf über zwölf US-Dollar. Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hatte zuvor die Fördermengen bewusst gedrosselt.

Die falsche Einschätzung hat allerdings eine wahre Geschichte. Und selbst das war noch nicht extrem. Bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es eine Gesellschaft, die mindestens so bestimmend im Ölgeschäft war, wie später Microsoft in der Software-Branche oder Google im Internet. Es war Rockefellers Standard Oil of America. Nach einem spektakulären Kartellverfahren wurde der Konzern zerschlagen. Es entstanden Exxon , Chevron und viele weitere bekannte Gesellschaften daraus. Über 80 Prozent des weltweit verbrauchten Öls wird von Staatsunternehmen gefördert.

Allein daran wird die politische Dimension des Ölgeschäfts deutlich. Sie decken rund 40 Prozent des globalen Ölaufkommens ab. Und wer macht nun den Preis? Alle, die an den Ölbörsen und auf den Ölmärkten tätig sind. Dabei spielt Staatlichkeit keine Rolle.

Der Preis spielt bei der Ölversorgung Deutschlands zweifellos eine wichtige Rolle. Er beeinflusst mittelbar und unmittelbar die Wirtschaftskraft des Landes. Aus Prinzip einen minimalistischen Preis zu fordern und zu erzielen, ist für einen Exportweltmeister allerdings nicht zielführend. Wie kaum ein anderes Land müssen wir daran interessiert sein, unsere Handelspartner wirtschaftlich gut zu stellen, um mit ihnen langfristig Handel treiben zu können.

Wichtiger als der Ölpreis ist die Verlässlichkeit der Ölversorgung. Deutschland entwickelte über viele Jahrzehnte ein breit angelegtes Versorgungsnetz, das den Gefahren von regionalen politischen Verwerfungen Rechnung trägt. Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten galt es dabei gering zu halten. Heute verfügen wir über eine risikooptimierte Versorgungsstruktur, die Liefer- und Preissicherheit gewährleistet.

Lediglich zwei Prozent des Ölbedarfs stammen aus heimischen Ölfeldern. Russland ist der wichtigste Energielieferant für Deutschland. Ein Ölpreisdiktat aus Moskau kann gleichwohl kaum ausgeübt werden. Das wird nicht zuletzt durch die Diversifizierung der Lieferländer verhindert.

Von Öl zu sprechen, ist sehr unpräzise. Hier war bisher von Rohöl die Rede. Aber selbst Rohöl ist eine unzureichende Bezeichnung für eine Ware im kaufmännischen Sinn. Es gibt so viele Rohölsorten wie Ölfelder in der Welt. Jede hat ihre eigene Spezifikation und damit ihren speziellen Wert. Wesentliche Unterscheidungsmerkmale von Rohölsorten sind ihre Dichte, ihr Schwefelgehalt und teilweise ihr Säuregehalt.

Physisch spielen diese Sorten keine Rolle, weil sie kaum vorkommen. Buchungstechnisch sind sie indes so etwas wie die Leitwährungen der Ölwelt. Der Preis jeder Rohölsorte wird am Markt ausgehandelt. Näherungsweise lässt er sich durch die Bewertung von Dichte, Schwefel- und Säuregehalt gegenüber einer an der Börse gehandelten Sorte errechnen. Die Einflussfaktoren sind auf Ölpreise heute so vielfältig, dass sie niemand vollständig erfassen kann.

Prinzipiell ist die Wette auf eine Preisentwicklung nichts Verwerfliches. Ursprünglich diente sie der Sicherung realer Geschäfte. Spieler oder Spekulanten übernehmen dabei das Risiko von Produzenten und Händlern. Solange beide Seiten mit ausgeglichenen Werten Waren und Geld im Markt auftreten, sorgt die Spekulation für wirtschaftliche Stabilität.

Das Gleichgewicht ist gestört, wenn die spekulativen Geldwerte die fairen Warenwerte übersteigen. Spekulationsblasen steigern dann das Kollapsrisiko der Wirtschaft.

Seit den fragwürdigen Rettungsaktionen der Zentralbanken nach dem Finanzkollaps sind tendenziell alle Märkte mit ihrer bisweilen unbegrenzten Geldschöpfung vom Kollaps bedroht, so auch der Ölmarkt. Nach dem Ölpreisverfall in nahm das Kollapsrisiko ab. Börsen dienen der standardisierten Spekulation.

An ihnen werden physische Märkte in Form von Finanzmärkten abgebildet. An Börsen wird ein Vielfaches der real existierenden Ölmengen in Form von Terminkontrakten, sogenannten Futures, ge- und verkauft, ohne dass dabei ein einziges Barrel Öl physisch weitergegeben wird. Preise für physisches Öl folgen den Börsenpreisen direkt oder in vertraglich festgelegter Näherung. Das Festlegen der Preise erfolgt dabei rasend schnell mit wachsender Geschwindigkeit. Das ist eine Voraussetzung, um diese Rohölsorten an der Börse als Kontrakt zu handeln und sie als Referenz für die Preisbildung ähnlicher Produkte zu verwenden.

Deshalb eignet sich dieser Kontrakt besonders gut als reines Finanzprodukt. Neben den oben aufgeführten Hauptkonditionen gibt es weitere Spezifikationen der Produkte wie Dichte, Schwefelgehalt und andere Inhaltsstoffe.

Langfristige Handelsabkommen für Öl können zwischen den Vertragsparteien vollkommen frei formuliert werden. Häufig lehnt sich ihre Preisgestaltung an die Börsennotierung einer Referenzsorte an. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Eigenschaften des zu handelnden Öls identisch mit einer Referenzsorte sind. Deshalb wird der Vertragspreis mit errechneten Auf- oder Abschlägen zum börslichen Referenzpreis versehen. Über das letzte Barrel Öl zu sprechen, war im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends beliebt und gefürchtet.

Es steht für die maximal mögliche Förderung von Erdöl. In vielen Ölländern war sie längst erreicht. Danach setzte der erbarmungslose Schwund der Fördermengen ein, wie es Daten aus der Zeit nahe legten. Als Konsequenz der physischen Begrenztheit des Materiellen schossen die Rohölpreise in schwindelerregende Höhen von über Dollar pro Barrel auf einer unbegrenzten Panikskala.

Und das war nur der Anfang. Einige Blöcke sind in Unterblöcke unterteilt. Die Regierung vergibt Lizenzen in periodischen mittlerweile jährlichen Zeitabständen, zur Förderung neuer Firmen schreibt die Regierung teilweise Promotionslizenzen aus, die leichtere Bedingungen enthalten als bei der normalen Vergabe.

Staatliche Einflussnahme gab es nur über die Regulierung und traditionell enge Beziehungen zwischen dem britischen Staat und einzelnen Akteuren wie BP. Das britische Industriezentrum liegt im schottischen Aberdeen. Die erste fand statt, bis ins Jahr hatten insgesamt 20 Runden stattgefunden. Das Zentrum der norwegischen verarbeitenden Industrie liegt in Stavanger ; die erste Ölfirma siedelte sich ironischerweise in einer unrentabel gewordenen Heringsfabrik an.

In Norwegen ist die Förderung mittlerweile so organisiert, dass Design, Bau und Aufbau der Ölplattformen von unabhängigen Unternehmen geleistet wird, die dann das fertige Ölfeld an die eigentlichen Ölförderer übergeben.

Im Fall der Gulfaks-Plattform beispielsweise schrieb Statoil insgesamt 1. Die südlichen Ausläufer des öltragenden Spaltensystems reichen bis in den dänischen Sektor hinein. Hier finden sich Quellgesteine aus dem Oberjura , die lokal auch Reservoire in darüberliegender Kreide und in Sandstein aus dem Paläogen gebildet haben.

Insbesondere die in Schichten der Kreide enthaltenen Vorräte sind nur aufwändig zu fördern. Unternehmen können sich jährlich für eine bestimmte Konzession bewerben. Ölproduktion im dänischen Sektor findet seit statt. Die Gasförderung begann und wird gegen ihren Höchststand erreichen. Schätzungen gehen davon aus, dass diese Fördermenge bis etwa aufrechterhalten werden kann.

Die Niederlande und Deutschland haben ein gemeinsames Feldmuster. Das Hauptfördergebiet der Niederlande besteht aus tiefliegender Kohle des Karbon, die durch einen natürlichen Verkokungsprozess in Gas umgewandelt wurde. Das Gas stieg auf und setzte sich in höherliegenden Gesteinsschichten aus dem Perm und teilweise Sandstein aus der Trias ab. Salzschichten aus dem Perm bildeten oft einen Abschluss nach oben.

Die niederländischen Regierungen verfolgten von Anfang an eine Politik des langsamen Verbrauchs. Die Unternehmen produzierten weit weniger Gas, als technisch und ökonomisch möglich gewesen wäre, um den Bestand der Vorräte länger zu erhalten. Die Gesteinsschichten, die im niederländischen Sektor Gas beinhalten, setzen sich weiter nach Osten fort und liegen auch unter Deutschland. Hier allerdings handelt es sich um schon lange erschlossene Festlandsvorräte.

Diese Vorräte sind vergleichsweise klein und haben keine Auswirkungen auf den internationalen Ölmarkt. Die Kosten für den Markteintritt sind selbst für die kapitalintensive Branche sehr hoch. Die Umweltbedingungen insbesondere in der nördlichen Nordsee stellen hohe Anforderungen, Sicherheits- und Umweltstandards in europäischen Gewässern sind vergleichsweise hoch, und das Risiko, nichts zu finden, ist im Vergleich zu anderen Öl- und Gasgebieten hoch.

Die Summen müssen einige Jahre bereitgestellt werden, bevor ein Feld ausreichend produziert, um kostendeckend und dann mit Gewinn zu arbeiten, [24]. Aufgrund der Randbedingungen waren die Förderoperationen in der Hochzeit des Nordseeöls Ende der er Jahre vergleichsweise konzentriert.

Zwar hielten allein im britischen Sektor insgesamt Unternehmen Lizenzen, nur 75 davon produzierten tatsächlich Gas oder Öl. Seit den späten er Jahren sind zwei gegenläufige Trends erkennbar: Auf der anderen Seite bieten die technisch anspruchsvolleren Bedingungen auch zahlreiche Möglichkeiten für hochspezialisierte kleinere Unternehmen, die bestimmte Nischen besetzen können. Während sich im britischen Sektor seit zahlreiche kleinere Unternehmen etablieren konnten, hat im norwegischen Sektor seit eine Zentralisierung stattgefunden.

Die Ölförderung in der Nordsee ist vergleichsweise aufwändig. Das Wetter der Nordseeregion stellt hohe Anforderungen an das Material. Ein dominantes Hoch über den Azoren und ein dominantes Tief über Island sorgen für instabiles Wetter.

Offshore-Bauarbeiten sind so nur in den Sommermonaten möglich. Die Öl- und Gasvorräte befinden sich meistens mehrere Kilometer unter dem Meeresboden. In der Nordsee befindet sich nur eine internationale Pipeline für Rohöl. Weit umfangreicher ist das Gasnetz. Allein von den norwegischen Bohrinseln aus liegen 8. Auswirkungen auf die Umwelt durch die Öl- und Gasförderung manifestieren sich in zwei verschiedenen Formen. Zum einen ist da starke, aber zeitlich begrenzte Verschmutzung, wie sie durch vereinzelte Katastrophen zustande kommt, zum anderen gibt es langfristige Effekte.

Diese sind quantitativ deutlich geringer als konkrete Katastrophenfolgen, dauern jedoch teilweise über Jahrzehnte an. Im April flossen Diese Entscheidung sei in Absprache mit den staatlichen Behörden getroffen worden. Oktober gab BP bekannt, dass die Tagesproduktion mit mehr als August erreicht habe. In der Raffinerie kam es mehrfach zu schweren Betriebsunfällen, die zwischen und zu insgesamt 23 Todesfällen führten. März traten während der Inbetriebnahme einer Isomerisierungseinheit innerhalb weniger Minuten geschätzte Die nachfolgenden Untersuchungsberichte des U.

April ereignete sich eine Explosion, der ein Brand folgte. April sank die Plattform. Täglich traten dabei weit mehr als 5. Während einer Anhörung des US-Kongresses wurde sogar von Laut Berechnungen von BP und einer Konzernveröffentlichung vom Juni betragen die bis dahin aufgelaufenen Kosten der Ölpest knapp 2 Mrd.

Angaben Anfang Juli bereits 2,5 Mrd. Um dies zu verhindern, suchte der Konzern nach Investoren. Dieser bezeichnet ein Bundesgesetz, welches ursprünglich gegen die Mafia gerichtet war, und falls BP danach verurteilt würde, würde sich, neben eventuell weiteren ausgesprochenen Strafen, die Schadensersatzsumme auf das Dreifache des tatsächlich entstandenen Schadens belaufen.

Viele Reinigungsarbeiter und Küstenanwohner wurden durch Corexit gesundheitlich schwer geschädigt. Wesentliche Anteilseigner Grundkapital sind: Dieser Artikel behandelt das internationale Energieunternehmen. Raffinerieexplosion in Texas City.

Ölpest im Golf von Mexiko Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte.

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