Ölpreiskrise


Trump droht angeblich mit jahrelangem Shutdown.

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Ein Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran hätte starke Auswirkungen auf die Ölmärkte und die Weltwirtschaft. RT fragte verschiedene Experten, was ein offener Konflikt zwischen den konkurrierenden Regionalmächten für die Rohölpreise bedeuten würde.

Lediglich auf den Gebrauch des Autos wollten die Deutschen nicht verzichten. November für vier Wochen ein Sonntagsfahrverbot. Bilder von leeren Autobahnen stellen sich noch heute ein, wenn von der Ölkrise gesprochen wird. Sie sind den Deutschen am nachhaltigsten in Erinnerung geblieben. Aus heutiger Sicht waren die Einsparungen allerdings minimal. Aber zumindest erzielte man positive Effekte hinsichtlich der Schadstoffkonzentration und des Lärmpegels in den Innenstädten.

Auch in anderen europäischen Ländern gab es Fahrverbote. In fast allen westeuropäischen Ländern wurde die Höchstgeschwindigkeit begrenzt. Statt des vollständigen Abzugs der israelischen Truppen forderten sie nun eine Einigung mit Israel über einen etappenweisen Abzug aus den besetzten Gebieten. Ohne ihr Ziel erreicht zu haben, beendeten die arabischen Staaten ihre Sanktionen de facto am Dezember , als sie die Ölproduktion wieder erhöhten. Bestehende Restriktionen wurden nach und nach aufgehoben.

Von arabischer Seite behauptete man, weitere Kürzungen der Ölproduktion würden schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft und auch die eigene wirtschaftliche Situation nach sich ziehen. Wohl beides spielte eine Rolle. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Erhöhung der Rohölpreise am Oktober und der Einschränkung von Ölproduktion und -export am Oktober bestand jedoch nicht.

Den Preiserhöhungen, die das Ergebnis der sich seit den er Jahren vollziehenden strukturellen Veränderungen auf dem Erdölmarkt waren, verlieh es noch zusätzlich Nachdruck.

Und hohe Ölpreise regten durchaus auch zum Nachdenken über die Gestaltung der Nahostpolitik an. Die arabischen Staaten verhehlten ihre Absichten nicht, Öl als Druckmittel einzusetzen. Die Ölförderländer hatten ihre Position auf dem Weltmarkt zunehmend verbessern können, während die in erster Linie europäischen und US-amerikanischen Erdölgesellschaften an Einfluss verloren.

Mit der Verstaatlichung von bzw. Beteiligung an den zumeist ausländischen Erdölgesellschaften seit Anfang der er Jahre weiteten sie ihre Kontrolle über den Ölpreis aus. Stetige Preiserhöhungen führten zu Spannungen zwischen Förder- und Verbraucherländern. Angesichts einer steigenden Nachfrage, für deren Deckung nur noch in den arabischen Förderländern Kapazitäten zur Verfügung standen, appellierten diese an die Verantwortung sowohl der Ölproduzenten als auch der Verbraucher, ein Versiegen der Energiequellen zu verhindern.

Diese Konfrontation zwischen Verbraucherländern und Produzenten war auch Gelegenheit, Druck auf die in erster Linie amerikanische, aber auch europäische Politik gegenüber Israel auszuüben. Willy Brandt hatte in seiner Regierungserklärung vom Januar bereits ein Energieprogramm angekündigt. Auch die Möglichkeit von Einschränkungen in der Ölversorgung durch Lieferstopps war schon vor Oktober diskutiert worden.

April hielt Richard Nixon die erste Rede eines amerikanischen Präsidenten überhaupt zu Fragen der Energieversorgung. Ein wirklicher Mangel an Öl hatte nicht bestanden. Die Energieversorgung war nicht gefährdet gewesen. Vielmehr erwies sich das Spiel mit dem Öl als ein geschickter Zug, der angesichts einer Zukunft, die man sich ohne diesen Energieträger nicht vorstellen konnte, und einem kalten Winter vor der Tür seine volle Wirkung entfaltete.

Die möglichen Folgen waren völlig falsch eingeschätzt worden. Wesentlich schwerwiegender war die von der Wirkung der Liefereinschränkungen unabhängige Entscheidung der Golfstaaten vom Dezember , den Ölpreis mehr als zu verdoppeln.

Libysches Öl verteuerte sich gar um das Dreifache. Öl wurde vom billigsten zum teuersten Energieträger. Die Preiserhöhungen zwangen die westlichen Industriestaaten zum Umdenken: November wurde die Internationale Energie-Agentur IEA gegründet, um ein funktionsfähiges System der Krisenvorsorge auszuarbeiten und die Energiepolitik ihrer Mitgliedstaaten zu koordinieren.

Der Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung in den folgenden Jahren war weniger den Auswirkungen der Ölkrise geschuldet, sondern Ergebnis der weltweiten Rezession, die ihren Tiefpunkt erreichte. Allerdings verstärkte sie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und erschwerte deren Lösung. Die eigentlich Leidtragenden waren die Entwicklungsländer, die die indirekten Auswirkungen der hohen Ölpreise mit dem Rückgang der Nachfrage nach Rohstoffen, der Verteuerung westlicher Industriegüter und Verringerung der Entwicklungshilfe zu spüren bekamen.

Auch wenn das Ausspielen des Faktors Öl im Herbst und Winter nicht den Erfolg gebracht hatte, den sich die arabischen Staaten gewünscht hatten, so hatten sie doch der westlichen Welt eine Ahnung davon vermittelt, welche Rolle sie in Zukunft spielen könnten, wenn sie sich auf eine gemeinsame Politik verständigten. Im Irak dehnen die Terroristen ihr Herrschaftsgebiet nach Süden aus. Seitdem werden dort täglich Die jüngsten Eroberungen heizen nicht nur die Gewalt weiter an.

Sie sorgen auch für Unsicherheiten auf dem internationalen Ölmarkt. Noch im Mai hatte die Internationale Energieagentur den Irak als einen der künftig bedeutendsten Ölexporteure bezeichnet. Damit wäre der Irak künftig ein noch bedeutender Ölexporteur als Saudi-Arabien. Deren Kämpfer können sich derzeit noch über die hohen Einnahmen aus dem Ölgeschäft freuen. Zwar hat der Iran auch ein starkes eigenes Interesse daran, die Geburt eines radikal-sunnitischen Kalifats an seiner Nordwestgrenze zu verhindern.

Trotzdem dürfte er von der internationalen Staatengemeinschaft für sein Engagement ein gewisses Entgegenkommen erwarten. Diese dürfte auch die Aufhebung von Sanktionen umfassen: Die neue Hinwendung zum Iran dürfte einen bisherigen Partner des Westens vergraulen: Den neuen amerikanisch-iranischen Annäherungen habe das Königreich politisch wenig entgegenzusetzen, so Stevens.

Eine Möglichkeit wäre aber, die Ölpreise zu senken. Dazu wäre Saudi-Arabien umgehend in der Lage: Im Irak liefern sich unterschiedliche Gruppierungen blutige Gefechte. Wer sind sie und was wollen sie?

Vor allem um die eigene Sicherheit. Ob der Irak zerfällt, ist für die Amerikaner zweitrangig, meint Miodrag Soric. Dort hofft man, dass sich der Verbündete Maliki auch ohne offene militärische Intervention behaupten kann. Internationale Nachrichten - gesammelt im DW-Ticker: Globale politische und wirtschaftliche Eliten gehen auf Distanz. Darauf könnte das Königreich aggressiv reagieren - oder mit Reformen antworten.

Es ist ein Schimmer der Hoffnung in einer Region, in der die Angst regiert. Die nackten Zahlen signalisieren eine mögliche Wende im syrischen Bürgerkrieg - doch das Blatt könnte sich wieder wenden.

Für die hungernden Menschen im Jemen eine bittere Entwicklung: Anders als verkündet sind die Huthi-Rebellen offenbar doch nicht aus der Hafenstadt Hudaida abgezogen.

Wichtige Hilfslieferungen könnten sich so verzögern. Es dürfte bei dem Treffen auch um die Kurden gegangen sein. Die Truppen hätten in der Nacht mit dem Abzug begonnen, wie ein Militärsprecher und die Vereinten Nationen bestätigten. Der Wiederaufbau Syriens wird hunderte Milliarden Dollar kosten. Assad und seine Verbündeten wollen die Kosten dafür nicht alleine tragen.

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