Fuß-Masseur

Mit der außerordentlichen Beschwerde, auch als Nichtigkeitsbeschwerde bezeichnet, kann der Zuschlagsbeschluss noch angefochten werden, wenn die Erfordernisse der Nichtigkeits- und Restitutionsklage vorliegen.

Zu allem Überdruss kam noch, dass seine Freunde ihm nun Vorwürfe machten: Wir sind jetzt eine neue Schöpfung in Jahuschuah, dem Messias.

2- Identität des Verkäufers

Artikel 5 Nr. 1 des Übereinkommens vom September über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen in der Fassung des Übereinkommens vom 9.

Die Westmächte waren nur zu einzelnen, kurzen Zahlungsaufschüben bereit, eine längere Aussetzung lehnten sie ab.

Da die Erfüllungspolitik keine nennenswerten Erfolge vorweisen konnte, wurde sie in Deutschland zunehmend abgelehnt, die Regierung unter Wilhelm Cuno beendete sie im November Als Deutschland mit den Reparationszahlungen wieder in einen vergleichsweise kleinen Rückstand kam, besetzten französische und belgische Truppen Anfang das Ruhrgebiet. Die Reparationen trugen zur Inflation in Deutschland insofern bei, als mehr Geld gedruckt wurde, um zum Beispiel den Ruhrkampf zu unterstützen: Von Januar bis Oktober hatten sich die Ausgaben des Reichs im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verdoppelt, während die Einnahmen stark zurückgingen: Hinzu kam die trotz Verbot um sich greifende Ausgabe von Notgeld , die die Hyperinflation weiter anheizte.

Das Ende des Kampfes gegen die Besetzung des Ruhrgebiets und der Beginn des Kampfes gegen die Inflation kamen mit dem neuen Reichskanzler Gustav Stresemann im Sommer , der den Widerstand anfangs mitgetragen hatte, aber jetzt Wege zur Beseitigung der Krise vermisste.

Stresemann hoffte auf einen Abzug der ausländischen Truppen nach dem Ende des Widerstands, Frankreich war aber zu keinen Kompromissen bereit, da es um die Ausweglosigkeit Deutschlands wusste.

Das Ende des Widerstands am September brachte anfangs keine Besserung der Lage, es kam zu separatistischen Bewegungen, die von Frankreich unterstützt wurden. In ihm wurde die Höhe der Forderungen zwar nicht gesenkt — die Milliarden Goldmarken blieben bestehen —, doch wurde keine Zahlungsfrist mehr bestimmt und die jährlichen Zahlungen, die Deutschland zu zahlen hatte, wurden gesenkt: Anfangs musste 1 Milliarde bezahlt werden, später 2,5 Milliarden pro Jahr. Ein Wohlstandsindex erlaubte bei günstiger Konjunkturlage auch höhere Forderungen.

Durch die gleichzeitig aufgelegte Dawesanleihe in Höhe von Millionen Goldmark wurde die Rückkehr der Reichsmark zum Golddevisenstandard erleichtert und der amerikanische Kapitalmarkt für die deutsche Nachfrage eröffnet.

In den folgenden Jahren nahmen die öffentliche Hand, Banken und private Unternehmer in Deutschland ausländische Kredite in Höhe von insgesamt 24, Milliarden Reichsmark auf, sechsmal mehr, als das Reich bis Reparationen zahlte.

Diese begannen daraufhin, ihre Interalliierte Kriegsschulden an die Vereinigten Staaten zurückzuzahlen. Vor allem Briand konnte seine Vorstellungen zu Hause nicht durchsetzen. Insgesamt sollte Deutschland nach diesem Plan Mrd. Goldmark bis zahlen. Die Rechte versuchte den Young-Plan mit einem Volksentscheid zu verhindern. Der Volksentscheid half Adolf Hitler in die Politik zurückzukehren und in der Bevölkerung an Popularität zu gewinnen, ohne dass der Volksentscheid selbst letztendlich von Erfolg gekrönt war.

Nach Verabschiedung des Young-Plans versuchte das erste Präsidialkabinett unter Heinrich Brüning , den deutschen Export anzukurbeln, um genug Devisen zur Zahlung der Reparationen zu bekommen. Kredite, wie man sie in den Jahren bis zu diesem Zweck hereingenommen hatte, waren nach dem New Yorker Börsenkrach nicht mehr zu erhalten. Brüning hoffte, dass diese Ausweitung des deutschen Exports den Gläubigerländern so unangenehm werden würde, dass sie innerhalb einiger Jahre von sich aus eine Revision des Young-Plans vorschlagen würden.

Das Ende der Reparationen kam von einer ganz anderen Seite, mit der Brüning gar nicht gerechnet hatte. Der Versuch einer Zollunion mit Österreich und Brünings nationalistische Propaganda, mit der er versuchte, den Nationalsozialisten innenpolitisch das Wasser abzugraben, verunsicherten die ausländischen Gläubiger, bei denen sich die deutsche Wirtschaft und der deutsche Staat in den zwanziger Jahren verschuldet hatten. Im Frühjahr wurden immer mehr noch verbliebene kurzfristige Kredite abgezogen, sodass Deutschland am Rande der Zahlungsunfähigkeit stand.

Hoover den Vorschlag, alle zwischenstaatlichen Schulden für ein Jahr ruhen zu lassen, um das Vertrauen der Kreditmärkte in die deutsche Wirtschaft zu beruhigen. Dies misslang, weil die Franzosen das Inkrafttreten dieses Hoover-Moratoriums durch wochenlange Verhandlungen verzögerten. In dieser Situation erkannten die ausländischen Privatgläubiger, allen voran die Amerikaner und die Briten, dass die einzige Chance, ihre nach Deutschland geliehenen Milliarden je wiederzusehen, die Streichung der Reparationen war.

Denn selbst wenn die deutsche Wirtschaft sich wieder erholte, würden nach Ablauf des Hoover-Moratoriums nicht genug Devisen vorhanden sein, um Reparationen und private Schulden zahlen zu können. Diese Berichte waren die Grundlage für die Konferenz von Lausanne im Sommer , die die deutschen Reparationsverpflichtungen gegen eine Restzahlung von drei Milliarden Goldmark in Devisen aufhob.

Das Deutsche Reich übergab der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel Schuldverschreibungen in dieser Höhe, die innerhalb von 15 Jahren auf den Markt gebracht werden oder, falls das nicht gelinge, vernichtet werden sollten.

Kanzler Brüning, der auf die vollständige Streichung der Reparationen gesetzt hatte, um damit seine innenpolitische Stellung zu verbessern, war zu diesem Zeitpunkt schon durch Franz von Papen abgelöst worden. Der Vertrag von Lausanne wurde von den beteiligten Staaten nie ratifiziert, weswegen die deutschen Schuldverschreibungen in Basel feierlich verbrannt wurden.

In der älteren Literatur findet man oft die These, dass das Ende der Reparationen auf Brünings Deflationspolitik zurückzuführen, ja deren eigentlicher Zweck gewesen sei. Dieser Meinung wird in der neueren Forschung widersprochen: Demnach glaubten Brüning und seine Mitarbeiter, dass die Deflationspolitik ein geeignetes Mittel wäre, Deutschland aus der Weltwirtschaftskrise herauszuhelfen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Londoner Schuldenabkommen die Rückzahlung der privaten deutschen Auslandsverschuldung geregelt. Dazu gehörte auch ein Teil der Reparationen, die auf Anleihenbasis vorfinanziert und damit in Privatschulden umgewandelt worden waren.

Ihre Höhe wurde halbiert. Bis etwa zahlte die Bundesrepublik 14 Mrd. Oktober wieder fällig. Die Bundesregierung gab darauf Fundierungsanleihen aus, die aus dem Bundeshaushalt getilgt wurden, die letzten am 3.

Tilgung und Zinsen betrugen für etwa 56 Millionen Euro. Die Gesamtsumme der durch das Deutsche Reich erfolgten Zahlungen beträgt nach deutschen Angaben 67,7 Milliarden Goldmark, nach den alliierten Berechnungen aber nur 21,8 Milliarden Goldmark. Die Differenz erklärt sich durch eine unterschiedliche Bewertung zahlreicher Leistungspositionen. Selbst wenn die Gesamthöhe der erfolgten Zahlungen unklar bleibt, steht fest, dass das Deutsche Reich erhebliche Sachleistungen und Geldbeträge erbracht hat.

Die Frage, ob das Deutsche Reich die ihm auferlegten Reparationsverpflichtungen überhaupt hätte zahlen können, ist seit langem umstritten. Er beruhigte sich selbst, indem er sich sagte: Was aber sagte der Schöpfer zu Ihm? In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören, was du bereitet hast?

So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott! Dieser Mann wurde vom Allmächtigen reichlich gesegnet. Er musste neue Scheunen bauen, um seine Vorräte aufzubewahren. Ihm war jedoch nicht bewusst, dass er nur der Verwalter dieser Güter für seinen Schöpfer war. Er dachte nur an sein persönliches Wohlergehen und nicht an die Menschen, die kaum genügend Geld zum Überleben hatten. Ein solcher Mensch ist ein stolzer Mensch und er handelt so, als gäbe es keinen Gott und auch kein Ewiges Leben.

Er lebt nur für sich selbst, und seine Zukunft glaubte er gesichert. Er verherrlichte sich selbst für seinen Besitz. Der Psalmschreiber findet dafür sehr drastische Worte:. Der Reiche bedenkt oft nicht, dass das Leben morgen schon vorbei sein kann. Kapitel , gleichzeitig steht jedoch schon die Schrift an der Wand: Wie im Gleichnis vom Reichen und dem armen, kranken Lazarus Lukas 16, , wird eine Zeit kommen, in der sich die Rollen vertauschen.

Denn wenn ein solcher Mensch nicht bereits hier auf Erden von Herzen nach ewigen, geistlichen Dingen strebt, wird er mit derselben Gier nach Geld, Ansehen, Macht und Leidenschaften aus dem Grab auferstehen, wie er hineingesunken ist. Er würde auch dann sein Leben nicht einem Allmächtigen Gott unterstellen und Ihm dienen wollen.

Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen! Wer aber nun denkt, dass er dann gar nicht zu arbeiten braucht, weil ein Armer besser dran ist, als ein Reicher, der täuscht sich gewaltig.

Er wird einmal genauso Rechenschaft für seine nicht eingesetzten Talente und Gaben ablegen müssen, wie derjenige, der sie für irdische und egoistische Zwecke missbraucht. Auch das ist Stolz in höchster Form, denn ein solcher Mensch ist selbstzentriert, indem er oft sogar seiner eigenen Familie das vorenthält, was ihr zusteht.

Paulus bringt es auf den Punkt, wenn er schreibt:. Unser Himmlischer Vater hat einem jeden von uns eine bestimmte Begabung oder Talent verliehen. Und wenn es auch noch so klein ist, so sollen wir es nicht vergeuden, sondern nutzen. Jahuschuah macht dies im Gleichnis von den Talenten deutlich Matthäus 25, Er berichtet von einem Grundbesitzer, der für längere Zeit ins Ausland reist. Der Grundbesitzer steht für den Messias, der die Arbeiter in Seinem Weinberg benötigt, um möglichst viele Menschen zu erretten.

Die Knechte sind Seine Nachfolger. Es sind also diejenigen, die vorgeben, in Seinem Dienst zu stehen. Ihnen hat Er Talente anvertraut, jedem nach seinem Vermögen. Korinther 5, ; Vers Seinen Knechten vertraut der Messias Seinen Besitz an.

Jeder ist aufgerufen, gemeinsam mit dem Erlöser seine ihm geschenkte Kraft, Mittel und Begabung einzusetzen, um Menschen für die Ewigkeit zu retten. Intelligenz und Begabung gibt es auf verschiedenste Art und Weise. Sie wird sich durch Seinen Heiligen Geist mehren, wenn wir die Bereitschaft zeigen, unsere noch so klitzekleine Gabe irgendwie für Ihn und die Mitmenschen einzusetzen.

JaHuWaH verlangt nicht mehr, als Er uns gibt. Korinther 8, ; Vers Wer imstande ist fünf Talente zu nutzen, der bekommt auch fünf. Wer weniger tragen kann, bekommt weniger. Und wenn einer nur mit einem Talent sinnvoll umgehen kann, wird Er ihm auch nur eins geben.

So wie dieser Knecht mit dem einen Talent: Er hat es vergraben; er hat es vergeudet. Hätte dieser Mann mehr Talente erhalten, hätte er nicht anders gehandelt: Er hätte die Gaben des Himmels ungeachtet gelassen. JaHuWaH freut sich über einen auch noch so kleinen Dienst, den wir mit unserem ganzen Herzen und mit Hingabe und Freude für Ihn und für andere leisten.

Korinther 12, ; Vers 7. Wenn wir unsere Gaben zum Segen für andere anwenden, erhalten wir immer mehr davon. Und wenn wir viele Gaben und Güter haben, dürfen wir nicht stolz werden. Und wenn sie uns in diesem Leben genommen werden, so sollten wir auch dann nicht mit dem Schicksal hadern, denn sie haben uns doch gar nicht gehört. Wir sind nur die Verwalter aller Güter und Talente. Das trifft im Grunde auf alle Formen des Stolzes zu: In der Not offenbart sich der wahre Geist.

Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln. Im Grunde gibt es für niemanden einen Grund stolz zu sein. Wenn jemand ein begnadeter Musiker, Schreiber oder Erfinder ist, von wem hat er das Talent?

Für alles was wir haben, für alles was wir leisten, können wir nur Ihm die Ehre dafür geben und Ihm unseren Dank aussprechen. Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz, der nicht vergeht, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

Auch diejenigen, die komplett leugnen, dass es überhaupt einen Gott gibt, der die Welt erschaffen hat und der einem jeden einzelnen Lebewesen Seinen Lebensodem gibt, tragen einen gewissen Stolz in sich. Man ist zu stolz, um zu glauben, was man nicht sieht, obwohl sich ein unendlich weiser und allmächtiger Schöpfer in jeder Blumenknospe, in jeder einzelnen noch so kleinen menschlichen Zelle oder in der unendlichen Weite des Weltalls mit seiner präzisen Ordnung förmlich aufdrängt.

Ja, man würde alles dafür geben, wenn man beweisen könnte, dass es Ihn nicht gibt. Zweifler können nicht an einen Schöpfergott glauben, weil sie diese unendliche Allmacht nicht verstehen können. Dabei muss ich aber von meinem Podest erst einmal heruntersteigen und mich etwas kleiner machen, damit Er mich auch erreichen kann. Während die Bibel für solche Menschen ein Märchenbuch ist, das es nicht einmal wert ist, darin zu lesen, wird jedoch vom sog.

Spurgeon wusste, wie schwer es für einen gebildeten Mann von Welt ist, die erlösende Kraft des Erlösers anzunehmen:. Und es wird auch tatsächlich das eintreffen, was er glaubt: Es gibt viele, die ehren den Allmächtigen nur mit den Lippen, Seine heiligende Kraft Seines Geistes durch Seinen Sohn lehnen sie jedoch bewusst oder unbewusst ab.

Sie wollen ebenfalls selbst gerecht werden, wollen die Dinge selbst in die Hand nehmen. Oder man will ständig irgendwelche Beweise bzw. Zeichen oder Wunder, damit man glauben kann Matthäus 12, Dies zeigen die anderen Formen des Stolzes, wie wir noch sehen werden. Sie werden überzeugt, dass es einen allmächtigen Schöpfergott gibt, der alles auf Erden und im Himmel lenkt und in Händen hält.

Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis. Der Physiker und Nobelpreisträger Max Planck bemerkte:. Werner von Siemens ; deutscher Physiker und Begründer der Elektrotechnik erkannte:. Desto höher steigt unsere Bewunderung der unendlichen, ordnenden Weisheit, welche die ganze Schöpfung durchdringt. Alexis Carrel ; französischer Arzt, Naturforscher und Nobelpreisträger bekennt demütig:.

Der Mensch braucht Gott, wie er das Wasser und den Sauerstoff braucht. Der Astronom Johann Heinrich Mädler schrieb:. Er weckt in ihm den Wunsch nach höherer Erkenntnis, als die, die der Schöpfer offenbart hat. Er bot ihnen an, dass sie durch eine gewisse Frucht, eine tiefe Kenntnis von Gut und Böse erlangen werden, wenn sie davon essen. Es ist jedoch genau diese Frucht, die der Schöpfer den Menschen verboten hat, davon zu essen.

Luzifer ging jedoch so geschickt vor, dass Eva dieser Lüge glaubte. Das einzige Ziel Satans ist es, die Menschen mit ihm ins Verderben zu stürzen.

Auch heute wird dieser Weg der Selbstverwirklichung gegangen. Und dies leider nicht nur von nicht-Bibelgläubigen, sondern auch immer mehr Gemeinden bieten in bestimmten Formen esoterische Lebensweg-Angebote für ihre Mitglieder an und dieses Gedankengut versteckt sich teilweise auch in Predigten.

Der Einfluss dieser modernen Glaubensbewegung hat sich in den verschiedensten freikirchlichen Gemeinden eingeschlichen. Es wird eine Botschaft des ganzheitlichen Wohlbefindens des Menschen als Teil des Erlösungswerkes des Messias gepredigt. Man führt die Menschen nicht mehr vorrangig hin zum Schöpfer, sondern zeigt ihnen Wege der Selbstverwirklichung auf. Heilung von psychischen Problemen wird nicht mehr vordergründig durch den Aufbau einer Beziehung zum Erlöser vermittelt, sondern man versucht, das im Menschen innewohnende Kraftpotenzial zu aktivieren.

Selbstverwirklichung ermöglicht es dem Menschen, seine eigenen Ziele, Sehnsüchte und Wünsche näher zu kommen; man will dabei stetig freier von irdischen Zwängen werden. Man kann sich aus eigener Kraft sogar soweit entwickeln, dass man selbst ewig lebt bzw. Jeder habe einen göttlichen Kern in sich, der nur geweckt werden muss, damit er sich entfalten kann.

Der Apostel Paulus hingegen sagt genau das Gegenteil:. ER ist es der uns dann zu seiner Zeit erhöht 1. Es ist das Streben nach menschlicher Selbstverwirklichung, das ursprünglich die Trennung zwischen dem Schöpfer und den Menschen verursachte.

Deshalb kann gerade die Selbstverwirklichung diese Trennung nicht wieder aufheben. Einzig und alleine die Vergebung unserer Sünden, die alle aus dem Stolz der Selbstverwirklichung entspringen, kann diese Trennung beseitigen. Niemand kann das selbst. Man kann nicht die Sünde mit der Sünde austilgen. Es ist der Weg der Selbsterlösung und führt unweigerlich in den Abgrund und zum ewigen Tod.

Der Mensch kann sich selbst nicht heilen oder sich selbst erretten. Sie glauben nicht, dass es durch einen Schöpfergott bewirkt wird, sondern durch die, in ihnen selbst wohnende "göttliche" Kraft. Sie erhöhen sich selbst. Von unserem Erlöser haben sie diese Lehre der Selbstverwirklichung nicht. Die Gefahren der verschiedenen Formen der Selbstverwirklichung bzw.

Wie der Atheist als auch der Esoteriker, hat der Eigengesetzliche keinen Erlöser notwendig. Denn er kann alles aus eigener Kraft. Er glaubt entweder gar nicht an den stellvertretenden Opfertod des Messias z. Es ist eine Gabe, ein Geschenk, das wir annehmen müssen. Es zeugt von Stolz, wenn wir dieses Geschenk ablehnen.

Wir lehnen es ab, wenn wir ständig versuchen, aus eigener Kraft heraus Gesetze einzuhalten, worauf wir dann auch noch stolz sind. Jahuschuah ist es, der es für und in uns bewirkt. Unsere Selbstdisziplin im Sinne der Eigengesetzlichkeit, mit der wir gerne vor anderen glänzen, ist eine verwerfliche Eigenschaft der Macht Satans über uns.

Und sie nimmt oft sehr eigenartige und böse Züge an. Weitere Formen des Stolzes, wie sie nachfolgend aufgezeigt werden, können der Eigengesetzlichkeit folgen: Vor allem treiben die Kritiksucht und die Streitsucht ihre Blüten aus. Er betonte vielmehr immer wieder die Notwendigkeit der Reinheit des Herzens.

Menschen, die aus eigener Kraft heraus das Heil erlangen wollen, betrügen sich selbst, denn der heiligende Geist JaHuWaHs ist nicht in ihnen. Sie haben den Messias nicht im Herzen, der sie grundlegend umwandeln kann. Sie sind irgendwann so sehr mit Blindheit geschlagen, dass sie Finsternis für Licht halten und Lüge für Wahrheit. Solche Menschen sind verblendet, sie haben die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen.

Die Juden waren sehr bemüht das Gesetz des Allmächtigen und ihre zusätzlich aufgestellten Gesetze bis auf den Buchstaben genau einzuhalten; sie wollten aus eigener Kraft vollkommen werden. Sie kannten Teile der alttestamentlichen Schriften auswendig. Er hatte ihnen immer wieder klar gemacht, dass sie in ihrer eigenen Gerechtigkeit nie das Königreich der Himmel erlangen würden.

Traditionen wurden gehegt und gepflegt und sie waren selbstgerecht. Sie hoben ihre eigenen Gesetze über die Schriften des Alten Bundes. In ihrer Selbstherrlichkeit und ihrem Stolz verstanden sie auch nicht mehr den Inhalt dieser inspirierten Schriften.

Der Geist des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs war nicht mehr mit ihnen, obwohl sie davon fest überzeugt waren. Nachdem der Messias ihnen sagte, Er sei der Sohn des Himmlischen Vaters, behaupteten sie überheblich: Jahuschuah aber antwortete ihnen:.

Nun aber sucht ihr Mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die Ich von Gott gehört habe ; das hat Abraham nicht getan.

Weil ihr Mein Wort nicht hören könnt! Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen , denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.

In diesen Worten stecken tiefgründige Botschaften:. Und auch unser Erlöser spielte die Forderung des Gesetzes nicht herunter. Er zeigte unmissverständlich auf, dass Gehorsam gegenüber dem Gesetz des Himmels die Grundvoraussetzung für das Ewige Leben ist Matthäus 19,17 ; Offenbarung 14, Durch seinen Glauben in die erlösende Macht der Gnade!

Durch diesen Glauben auf das zukünftige Opfer des Sohnes, und den damit einhergehenden heiligenden Geist des Himmlischen Vaters, war es ihm möglich, das Himmlische Gesetz zu halten. Denn was sagt die Schrift? Wir werden keinesfalls aufgrund unserer eigenen Verdienste belohnt — sondern aus Gnade.

Das wusste auch David. David wusste, dass die Tieropfer nur ein Vorschatten auf das zukünftige Opfer des Messias waren, was es erst ermöglichen würde, dass niemand, der Ihm und an Ihn glaubt, den ewigen Tod sterben muss Hebräer 9, , Vers 23; Hebräer 10, , Vers 12; Epheser 5,2 ; Johannes 3, Derjenige ist völlig überzeugt, dass ihn der Geist des Allmächtigen führt, während in Wahrheit der Teufel ihn leitet.

Der Messias wiederholt bedauernd die Worte des Propheten Jesaja:. Ja, man will sich gar nicht heilen lassen. Man will sich selbst heilen. Sie sind trunken, aber nicht vom Wein, sie taumeln, aber nicht vom Rauschtrank. Jetzt soll aber nicht einer denken: Das geht doch nur die Juden und Pharisäer an! Oh nein, ein Pharisäer steckt in jedem von uns! Auch der Messias sprach besonders Seine Jünger an: Auch sie waren nicht frei von diesem Stolz der Eigengesetzlichkeit und standen in Gefahr, das gar nicht zu erkennen.

Sie mussten das erst lernen, aber sie waren willig. Erstaunlich ist, dass sie das Werk während der gesamten Wirkenszeit ihres Erlösers auf Erden nicht wirklich verstanden. Denn auch sie glaubten noch kurz vor Seiner Hinrichtung, Er würde sich selbst befreien und als irdischer König über Israel herrschen wie es die Juden und viele messianische Juden heute noch für die Zukunft glauben.

Denn das war auch die damals jüdische Sichtweise. Sie wollten und brauchten keinen Erlöser, der sie aus der Macht der Sünde loskaufte. Das empfanden sie als nicht notwendig, denn sie hielten ja das Gesetz akribisch genau ein. Wie heute, so dachten sie auch damals, ein Messias würde kommen und sich auf den irdischen Thron in Jerusalem setzen, damit sie wieder eine mächtige und eigenständige Nation mit einem eigenen König werden würden.

Sie haben die Schriften des Alten Bundes nicht verstanden! Dieses Denken war auch bei den Jüngern noch stark verwurzelt und sie wurden davon erst völlig frei, nachdem Jahuschuah zu Seinem Himmlischen Vater zurückgekehrt war und Seinen Geist zu Pfingsten auf sie in Fülle ausgoss. Sie wurden vom Geist des Himmlischen Vaters durch den Sohn getrieben. Sie hatten nun den Messias buchstäblich in ihren Herzen.

Dies war aber nur möglich, weil sie willig waren. Sie wollten von ihrem eigenen Stolz loskommen. Und trotzdem hat nie ein Apostel oder Prophet behauptete, sündlos zu sein. Gerade die Menschen, die in enger Beziehung mit Jahuschuah lebten, die lieber ihr irdisches Leben aufgegeben hätten, als absichtlich etwas Unrechtes zu tun, haben sich immer wieder eingestanden, dass sie Sünder sind und von Natur aus zur Sünde neigten. Gerade deshalb vertrauen sie nicht auf ihr eigenes menschliches Können und hielten sich nicht selbst für gerecht, sondern setzten ihre Hoffnung allein auf die Gerechtigkeit des Erlösers Jahuschuah.

Auf diese Weise kann sich der Himmlische Vater in dem Glaubenstreuen offenbaren und ihn reichlich belohnen. Mose 34, , nur preisen, loben und danken! Denn wer gibt dir den Vorzug? Und was besitzt du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?

Überheblichkeit und Selbstüberschätzung sind oft eine Folge der Eigengesetzlichkeit. Ein Mensch, der sich selbst überschätzt, hat ein übertriebenes Selbstvertrauen. Er ist den Mächten Satans voll ausgesetzt und er merkt es nicht einmal. Warnungen werden in den Wind geschlagen. Es kann sein, dass ein solcher Mensch irgendwann einen gewissen Punkt des Werbens Jahuschuahs überschreitet. Denn würde er sich rechtzeitig belehren lassen, solange sich der Geist JaHuWaHs noch nicht zurückgezogen hat, würde er vor dem zerstörerischen Einfluss Satans bewahrt werden.

Der Selbstüberschätzung gehen oft der Wunsch nach Ansehen und das Erstreben hoher Positionen oder Ämter voraus, in denen wir uns die Ehre der Menschen erhoffen. Diese selbst sind oft sehr hilfreich für andere, aber wenn sie aus der falschen Motivation heraus vollbracht werden, haben sie negative Auswirkungen auf uns selbst.

Es kann sein, dass wir unsere Zeit und unser Geld für wohltätige Zwecke einsetzen, und handeln doch aus purem Stolz und Eigennutz. Durch den Ruhm, den wir erhalten, überschätzen wir unsere Fähigkeiten immer mehr.

So manch einer hat jedoch überhaupt nicht die Fähigkeiten, höhere Ämter einzunehmen oder Projekte durchzuführen. Aber er glaubt sie zu haben. Er wird immer wieder scheitern und kompensiert es damit, dass er sich im Alltag seinen Mitmenschen gegenüber ständig in gewisser Weise überheblich präsentiert. Es ist ein Mensch, der sich sehr gerne selbst reden hört. Er prahlt gerne von seinen Taten, die nicht wirklich vorhanden sind.

Es geht oft um Nebensächlichkeiten, die es gar nicht wert sind, dass man darüber diskutiert, weil sie grundsätzlich von Menschen unterschiedlich gesehen werden und auch unterschiedlich gesehen werden können. Der Stolz kann auch bei Menschen, die eine führende Rolle im Missions- bzw.

Gemeindewerk innehaben, zu Überheblichkeit führen. Sie halten sich dann oft für sehr wichtig und unersetzlich. Er braucht mich dazu nicht. Braucht Er mich, um das Evangelium der ganzen Welt zu verkündigen?

Nein, mich braucht Er dafür nicht. Wenn wir uns aber dabei überheben und stolz werden, uns Seinem Willen nicht beugen und unseren eigenen Weg durchsetzen, wird er diese Aufgabe von uns nehmen und einem Anderen geben. Alles andere, was für die Verkündigung des Evangeliums notwendig ist, wird Er ihm geben.

Wir alle stehen in der Gefahr uns zu überschätzen. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht glauben, wir selbst sind der Mittelpunkt unserer Umgebung; und nur wir selbst können bestimmte Dinge vollbringen; und nur wir selbst sind so intelligent, die Dinge richtig sehen und einschätzen zu können; und nur wir selbst besitzen die alleinige Wahrheit.

Wenn das der Fall ist und wir merken in unserem Stolz nicht mehr, wie überheblich wir sind, dann können wir nur noch auf die Gnade unseres Himmlischen Vaters hoffen: Es ist das Schrecklichste, was passieren kann. Wenn wir endlich aufhören nach irdischen hohen Dingen zu streben. Er wird nicht auf andere herabsehen, ob sie ihm sympathisch sind oder nicht; er behandelt alle gleich, ob sie ihm freundlich gesinnt sind oder nicht.

Nennt auch niemand auf Erden euren Vater ; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen ; denn einer ist euer Meister, der Messias. Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Die selbstherrliche Meinung sieht derjenige, der sie von sich hat, leider am wenigsten, und deshalb ist sie auch so schwer abzulegen.

JaHuWaH kann aber zu einer Person, die nur sich selbst lebt und sich selbst immer an die erste Stelle setzt, keine Beziehung aufnehmen. Die Selbstverherrlichung steht allem Glaubenswachstum im Weg. Denn wie kann sich jemand verändern, wenn er so sehr von sich überzeugt ist und sich bereits für vollkommen hält?

Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! Der Selbstzufriedene strebt nicht unbedingt nach hohen Ämtern und Aufgaben, denn er ist recht zufrieden, so wie er ist.

Er überschätzt sich in dem Sinne, dass er sich völlig falsch einschätzt. Er meint, er macht alles richtig und ist überzeugt, dass er alles hat, was er auf dem Weg zum Ewigen Leben braucht.

Er schwimmt mit der Masse mit und fühlt sich wohl. Selbstzufrieden wird jede Warnung und jedes neue Licht, das ihm offenbart wird, in den Wind geschlagen. Ja, er will es auch gar nicht prüfen, weil er doch alles bereits hat. Stolz und Egoismus verhindern, dass der Allmächtige mehr Licht schenken kann.

Haben wir uns einmal in unser bequemes Nest der Selbstzufriedenheit eingenistet, erkennen wir auch unsere Charakterschwächen nicht mehr. Auch damit ist man recht zufrieden. Wir sind aber noch lange nicht an dem Punkt angekommen, wo wir sagen könnten, wir haben die Vollkommenheit erreicht. Auch Paulus bekennt, dass er sie längst noch nicht erreicht hat:.

Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung … [JaHuWaHs] in … [Jahuschuah, dem Messias]. Es ist ein Zustand des Reichtums. Reich an materiellen Dingen und ursprünglich auch reich an geistlicher Erkenntnis. Nur leider ist ein Laodizeer sehr zufrieden mit diesem Reichtum und ruht sich nun darauf aus.

Sind wir nicht alle recht sorglos und schon fast apathisch geworden? Petrus 2,21 , ganz egal, wohin sie auch führen mögen Offenbarung 14,4 , gar nicht mehr hören? Dem Zeugnis des treuen Zeugen bzw. Gegen unsere Selbstliebe hilft nur das Gold, das im Feuer gereinigt ist: Es ist der Geist der Demut und der Sanftmut.

Petrus 1, ; Vers 7. Der Messias ist der Reiniger des menschlichen Herzens Maleachi 3, Korinther 5, ; Vers 3 , wenn der Messias wiederkommt.

Thessalonicher 2,13 durch unseren Erlöser Jahuschuah. Wir brauchen es, damit unsere Charaktere umgewandelt und wir tauglich für den Himmel gemacht werden können. Jahuschuah wird es uns mit Freuden umsonst geben. Siehe, Ich komme bald; halte fest, was du hast, damit dir niemand deine Krone nehme! Sich selbst zu erkennen ist sehr wichtig. Echte Selbsterkenntnis führt zur Demut und das gibt Jahuschuah die Möglichkeit, unser Herz zu verändern und unseren Charakter zu formen. Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten?

Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. Ja, woher kommen die Kämpfe und Streitigkeiten unter uns?

Es ist unser Egoismus, unser Stolz. Wir wollen immer recht behalten, wir sind stur und unbelehrbar. Wir streiten, aber nicht um die Sache JaHuWaHs, sondern um unseren Willen durchzusetzen, damit wir immer recht behalten und unser Ego weiter pflegen können. Wir streiten, wir kämpfen, wir wissen alles immer besser. Wir geben anderen die Schuld für unser eigenes Versagen und wir müssen uns ständig rechtfertigen, in jeder Situation.

Dabei bleibt jedoch die Demut bzw. Ein demütiger Mensch strebt jedoch nach der Liebe, welche niemals zu solch hässlichen Streitigkeiten, Verleumdungen und manchmal sogar zu Hass führt: Die Liebe hört niemals auf. Aber seien es Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden.

Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise; wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk weggetan. Während die Liebe nie vergehen wird, werden aber unsere Sprachen, unsere Erkenntnisse und unsere Weissagungen vergehen.

Weil sie nur Stückwerke sind. Es ist nicht falsch, Glaubenspunkte ausführlich zu diskutieren. Wenn es jedoch den Anschein hat, dass die Diskussion nur dem Selbstzweck dient oder eine Partei oder auch beide, grundsätzlich nicht bereit sind, die Dinge aufrichtig zu prüfen, jeder vielmehr nur seinen Standpunkt verteidigen will, ist es klüger, die Debatte zu beenden.

Es gibt Menschen, die nur immer weiter argumentieren und diskutieren, damit sie nicht zugeben müssen, dass sie falsch liegen. Sie prüfen nicht ehrlich und aufrichtig die Beweislast für oder gegen eine bestimmte Ansicht.

Am Ende können dabei sehr eigenartige und teilweise recht törichte Argumente herauskommen. Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Lehren und Auslegungen auch immer wieder überprüft werden. Und wenn wir auf offensichtliche Fehlauslegungen hingewiesen werden, können wir das dankbar annehmen. Geduld ist so wichtig; aber wie schnell verlieren wir sie anderen gegenüber? Wir müssen auch immer bedenken, dass jeder Mensch auf einem anderen Erkenntnisstand ist.

Jeder von uns hat sicherlich schon mal erfahren, dass er zu einer bestimmten Zeit, unter den damals herrschenden Umständen, eine bestimmte Lehre abgelehnt hatte, die er später plötzlich als richtig erkannte. Man hegt eine gewisse Ansicht über einen längeren Zeitraum, obwohl bereits Hinweise gegeben werden, dass sie mit den biblischen Angaben nicht übereinstimmt; erst später werden uns plötzlich die Augen aufgetan.

Unser Himmlischer Vater ist sehr geduldig mit uns. Auch wir sollten diese Geduld für Andere aufbringen. Wir können nie wissen, was im Inneren des Anderen vor sich geht, wir können nicht in die Herzen sehen. Wir werden uns wohl einmal wundern, wie sehr wir den anderen falsch eingeschätzt haben. Es steht niemandem zu, den Anderen zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Aus Stolz wollen wir unsere eigenen Ideen, Erkenntnisse und unsere eigene Art und Weise, alltägliche Dinge zu erledigen, anderen aufdrücken.

Dabei ist oft Streit und Trennung die Folge. Denn die Ansicht der Anderen möchte man gar nicht hören, weil man von der eigenen Handlungsweise so sehr überzeugt ist. Wenn der andere meist entnervt aufgibt, kommt es zu unschönen Diskussionen und Streit, im schlimmsten Fall hat es die Trennung zur Folge. Ein solches Verhalten ist nicht weise. Es entbehrt völlig den Geist des Messias und ist luziferisch. Der zeige durch einen guten Wandel seine Werke in Sanftmütigkeit, die aus der Weisheit kommt! Wenn ihr aber bitteren Neid und Selbstsucht in eurem Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit!

Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, seelische, dämonische. Denn wo Neid und Selbstsucht ist, da ist Unordnung und jede böse Tat. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedfertig, gütig; sie lässt sich etwas sagen , ist voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei.

Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften. Allerdings, wie wir in diesen Versen sehen können, erfordert Demut und Sanftmut auch geistliche Reinheit in der Lehre. Die Einheit und der Friede dürfen niemals auf Kosten der Wahrheit gehen!

Das würde dann Einheit in Sünde bedeuten. Er versucht uns so oft die Wahrheit zu vermitteln und uns aus unserer Misere herauszuhelfen. Aber aus lauter Ichsucht und Sturheit lassen wir es nicht zu. Diesen Weg ging z. Er wollte davon aber nichts hören und sein Herz verhärtete sich immer mehr. Er wurde allen Beweisen gegenüber taub und blind.

Ein weiser, demütiger Mensch hat kein Bedürfnis, sich selbst dauernd als richtig beweisen zu müssen und die anderen als falsch.

Ein Demütiger kann seine Schuld eingestehen und sich entschuldigen, wenn er etwas Falsches getan oder gesagt hat. Ein stolzer und rechthaberischer Mensch hingegen kann nicht demütig seinen Irrtum zugeben und die Schuld für seine Sünde und seine Fehler auf sich nehmen, weil er von Stolz geblendet ist und deshalb denkt, er sei im Recht.

Ein Beispiel dafür ist Adam. Er schob sein Fehlverhalten sofort auf Eva und sogar auf Seinen Schöpfer! Adam aber beschuldigte erst einmal seine Frau, weil sie ihm die Frucht gegeben hatte, und dann beschuldigte er seinen Schöpfer, weil Er ihm diese Frau gegeben hatte 1.

Ein Beispiel für ein demütiges Schuldbekenntnis ist hingegen der Schächer am Kreuz. Er gestand sofort ein, dass er schuldig war und die Strafe verdiente. Weiter oben haben wir die Rebellion unmittelbar gegen den Schöpfer selbst betrachtet.

Es gibt jedoch auch die indirekte Rebellion gegen Seine eingesetzten Ordnungen auf Erden. Dieser rebellische Stolz betrifft die gesamte Lebensstruktur von der Familie über die Gemeinde, bis hin zu den staatlichen Ordnungen. Der rebellische Stolz ist oft bereits in der Familie vorherrschend.

Mose 20,12 ; 1. Dabei ist es unerheblich, ob die Eltern Fehler in der Erziehung machen; kein Mensch ist vollkommen, das gilt auch für Eltern. Demütige Kinder werden vielmehr daraus lernen und es mit der Hilfe Jahuschuahs mit ihren eigenen Kindern besser machen. Fürsorgliche Eltern werden nichts tun, was ihre Kinder zum Bösen reizt Epheser 6,4. Rebellion gegen die Eltern bedeutet ebenso Rebellion gegen den Schöpfer.

Es kann aber auch sein, dass der Mann seine Stellung missbraucht. Warum Eva nach dem Sündenfall dem Adam unterstellt wurde, hat einen einfachen Grund. Wären beide im Gehorsam zu ihrem Schöpfer geblieben, hätten sie in glücklicher Harmonie unter dem Gesetz der Liebe leben können. Eva hat als erste die Anordnung des Schöpfers missachtet. Sie hat es getan, weil sie etwas Höheres anstrebte, als das, was JaHuWaH für sie bestimmt hatte; und das trotz ihres glücklichen Lebens an der Seite ihres Partners in einer paradiesischen Umgebung.

Es handelt sich bei dieser Sünde um eine direkte Rebellion gegen den Schöpfer. Eva wollte sich über die, ihr vorgesehene Position erheben, und fiel tief. Auch Adam sündigte, nachdem sie ihn überredete, auch davon zu essen.

Seine Motive waren wohl eher anderer Natur, aber auch nicht zu entschuldigen. Zukünftig konnten beide nur in Frieden miteinander leben, wenn einer dem anderen untergeordnet war. Aus den genannten Gründen wurde sie nun dem Adam unterstellt 1.

Leider missbrauchte der Mann, diese ihm gegebene Vorrangstellung ziemlich schnell, was der Frau allzu oft das Leben sehr schwer gemacht hat. Wenn sich der Mann auch tatsächlich diesem Haupt unterstellt, und sich von Seinem Geist leiten lässt, kann die Frau als ebenbürtige Partnerin dem Mann zur Seite stehen und die Verantwortung des täglichen Lebens mit ihm teilen.

Nur wenn er sie liebt, wie sein eigenes Fleisch und Blut Epheser 5,28 , wird es eine gesegnete Ehe sein und die Partnerin hat dann keinen Grund sich aufzulehnen und eigene Wege zu gehen. Solange sich der Mann nicht völlig unter die Herrschaft des Erlösers gestellt hat, kann er nicht Haupt der Frau sein. Wenn der Ehemann unvernünftig ist und seinen Willen gegen den des Schöpfers durchsetzen will, ist es die Pflicht einer jeden Frau, ein solches Verhalten nicht mitzutragen.

Denn das Haupt ist immer Jahuschuah selbst. Unter Umständen ist es angemessen, wenn eine Ehefrau unabhängig und eigenverantwortlich von ihrem Mann handelt, und das tut, was sie als vor JaHuWaH richtig erkannt hat. Nachdem David vor Saul geflohen war, hatte er sein Lager in der Nähe der Besitztümer Nabals aufgeschlagen, wo er dessen Herden und Hirten diese ganze Zeit, in der er dort war, vor Plünderungen beschützte Verse Nabals Frau Abigail erfuhr jedoch von der Hartherzigkeit ihres Mannes gegenüber David durch einen seiner Knechte, der sie bat, etwas dagegen zu unternehmen, denn er befürchtete, dass es schlimme Folgen für Nabal haben könnte Vers Abigail erkannte, dass sie etwas tun und die Verantwortung übernehmen musste.

Und sie tat es, ohne sich vorher mit ihrem Mann zu besprechen Vers 19 , denn auch sie wusste, dass er sich nichts sagen lassen würde Vers Er hätte ihr wohl auch nur entgegnet, dass er der Mann und Herr des Hauses sei und sie als Frau das zu tun habe, was er ihr sagte. Abigail ging dieses Risiko nicht ein, sondern packte Vorräte ein, um sie David zu bringen, denn sie wusste, dass er sich an Nabal für sein Verhalten rächen würde Verse Er sicherte ihr zu, dass er keinem etwas zuleide tun würde Verse Abigail, im Gegensatz zu ihrem Mann, wusste, dass der Allmächtige durch David wirkte.

Sie entschuldigte die Unverschämtheit ihres Mannes nicht, bat aber trotzdem um sein Leben. Er sicherte ihr zu, dass er auch später, wenn er über Israel herrschen würde, sich nicht an Nabal rächen werde. Nabal hingegen gab während dessen zu Hause ein Festessen und betrank sich besinnungslos mit seinen Freunden: Zehn Tage später starb er Verse Es steht weder dem Mann noch der Frau zu, über den anderen willkürlich zu herrschen.

Jeder, ob Mann oder Frau, ist grundsätzlich immer dem Schöpfer gegenüber für sein Tun verantwortlich. Keiner sollte dem anderen seinen Willen aufzwingen.

Mit Liebe hätte das nichts zu tun. Keiner muss seine Persönlichkeit in die des anderen verschwinden lassen, im Gegenteil:. Diese Liebe kann nur mit echter Demut erreicht werden. Sie hat grundsätzlich das Wohlergehen des anderen im Blick und sieht grundsätzlich seine oder ihre guten Eigenschaften. Diese Liebe ist es, die auch in Ewigkeit noch herrschen wird 1. Seine Liebe ist der Antrieb für alles Gute. Es gibt keinen kostbareren Schatz als diese Liebe zu besitzen. Deshalb sollten wir sie alle unbedingt anstreben.

Rebellion gegen die eheliche Ordnung, ist Rebellion gegen den Schöpfer. Alle demütigen Nachfolger Jahuschuahs werden sich grundsätzlich einander unterordnen Epheser 5,21 , so werden sich jedoch auch die Jüngere den Älteren unterordnen, weil JaHuWaH den Hochmütigen widersteht 1.

Keiner wird etwas aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen tun, sondern einer achtet den anderen höher als sich selbst Philipper 2, Denn nur so kann Einigkeit trotz aller Unterschiedlichkeit des Einzelnen erreicht werden und so kann jeder sein Talent bzw. Gabe voll zum wohl aller einbringen. Rebellion gegen diese gemeinschaftliche Ordnung ist Rebellion gegen den Schöpfer. Dann ist da noch der Stolz, der sich darin bemerkbar macht, dass Regeln und Gesetze verabscheut werden.

Der Messias und auch die Apostel zeigen sehr deutlich auf, dass es nicht uns zusteht, über Obrigkeiten und Regierungen zu urteilen und zu richten oder gar den Gehorsam den regierenden Gewalten und Behörden zu verweigern.

Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen! Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut.

Diese Aussagen dürfen jedoch nicht falsch verstanden werden. Und wenn eine weltliche Macht Menschen aufgrund ihrer ethnischen Abstammung oder Religion verfolgt und gar umbringt, dann dürfen wir selbstverständlich nicht schweigen. Generell aber ist es nicht unsere Aufgabe, uns gegen die derzeitige Staatsform, Behörden oder Beamte aufzulehnen. Wie wollen Messias-Nachfolger, die sich heute bezüglich weltlicher Angelegenheiten mit den Behörden und dem Staat anlegen, noch die Botschaft der Liebe Jahuschuahs verkündigen?

Wer will ihnen diesbezüglich noch glauben, wenn sie sich ständig gegen die eingesetzten Obrigkeiten auflehnen und streiten? Es werden Zeiten kommen, in der der Glaubenstreue sich tatsächlich gegen die Gesetze der Regierungen stellen muss, und zwar dann, wenn Gesetze erlassen werden, die offensichtlich im Gegensatz zum Gesetz JaHuWaHs stehen.

Wie aber will man dann Zeugnis für unseren Erlöser ablegen siehe Matthäus 10,18 , wenn man schon vor dieser Zeit als streitsüchtig, lieblos, feindselig, besserwisserisch und rebellisch, oder gar als Gesetzesbrecher und Vorbestrafter in weltlichen Angelegenheiten bekannt ist? Was ist unsere Aufgabe als glaubenstreue Jahuschuah-Nachfolger: Diese Welt einen besseren Ort im politischen und wirtschaftlichen Sinne zu gestalten, gegen die derzeitige Politik und Wirtschaftsform zu demonstrieren und weltliche Gesetze zu boykottieren?

Oder doch eher möglichst vielen Menschen das Evangelium zu verkünden, damit sie von dieser, dem Untergang geweihten, sündigen Welt gerettet werden können? Können wir dieser Aufgabe nachkommen, wenn wir uns ständig mit den weltlich-politischen Angelegenheiten beschäftigen und unsere ganze Kraft aufwenden, um gegen die Regierung und Behörden zu kämpfen?

Regierende, der sein Amt missbraucht, wird sich einmal vor seinem Schöpfer verantworten müssen. Der heidnisch-römische Statthalter Pilatus traf deshalb auch weniger Schuld an der Verurteilung des Messias, als die Juden Sein vorgebliches Volk , die Ihn auslieferten. Jahuschuah sprach zu Pilatus:. Dieser Messias kritisierte sie jedoch als Heuchler und stellte klar, dass Er keineswegs ein irdisches Königreich errichten würde. Er vermittelte ihnen vielmehr, wie sie das ewige Himmlische Königreich einnehmen können, es jedoch nicht erreichen werden Matthäus 8, , weil sie Ihn nicht annehmen.

Dann stellten sie Ihm die Frage:. Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? Sie gaben Ihm einen Denar. Er fragte sie daraufhin, wen sie auf dieser Münze sehen würden. Sie antworteten, dass es der Kaiser sei. Er gab ihnen nun die kluge Antwort:. Er hielt ihnen vor Augen, dass sie durch den Gebrauch der Münze des Kaisers auch dessen Regierung anerkannten. Auch damit zeigt er ihnen, dass Seine Mission keinesfalls bedeutete, irgendeine weltliche Regierungsform oder ein irdisches Königreich aufzustellen und damit den römischen Kaiser zu ersetzen.

Auch als Ihn einer aus dem Volk bat, ihm bei Erbschaftsangelegenheiten zu helfen, erwiderte Er: Die Erben stritten sich um das Erbe aus Habgier und der Messias wollte ihnen klar machen, dass es nicht Seine Aufgabe war, solche weltlichen Streitigkeiten zu schlichten. Dafür waren die weltlichen Behörden zuständig.

Regierungen stellen gewisse Dienstleistungen für die Bevölkerung zur Verfügung und gewährleisten auch durch Gesetze Schutz und Vergeltung bei Straftaten. Und das ist die Lehre des Paulus, der selbst von der römischen Regierung aufgrund seines Glaubens hinter Gitter gebracht wurde und dem man sogar nach dem Leben trachtete Apostelgeschichte 21, Und trotzdem stellte er die römische Regierung nicht infrage.

Das ist nicht seine Aufgabe als treuer Messias-Nachfolger. Seine Aufgabe war es einzig und alleine das Evangelium zu verkündigen, dass er dabei von römischen Beamten festgenommen wurde, nahm er demütig in Kauf. Auch die anderen Apostel lehnten sich nicht auf, als der römische Statthalter sie gefangen nehmen wollte; sie stellten seinen Regierungsauftrag nicht infrage.

Sie sprachen sich jedoch keinesfalls negativ gegen die Beamten des Hohen Rates des Statthalters aus. Paulus betonte vielmehr vor Gericht, dass er sich vor den jüdischen als auch vor den kaiserlichen Gesetzen nichts habe zuschulden kommen lassen Apostelgeschichte 25, Die Apostel als auch der Messias stellten sich niemals gegen das politische Programm oder System der Römischen Staatsmacht.

Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt; als Freie, und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes. Daniel am Hofe Babylons ist dafür ein wichtiges Beispiel.

Er bemühte sich mit jedem am Königshof in Frieden zu leben und verhielt sich bei allen Angelegenheiten, die nicht im Widerspruch mit dem heiligen Gesetz seines Schöpfers standen, seinen irdischen Vorgesetzten und dem König gegenüber ehrerbietig und gehorsam.

Und so bat auch Paulus diesbezüglich den Titus:. Ein weiteres Symptom des Stolzes sind Kritiksucht und Lästerei. Wir sind uns leider oft überhaupt nicht bewusst, welche schrecklichen Folgen das mit sich bringt.

Man be- und verurteilt den anderen damit nicht nur, sondern stellt ihn vor unseren Mitmenschen in ein schlechtes Licht. Es kann soweit gehen, dass der Ruf eines Menschen völlig zerstört wird. Negatives über die Mitmenschen zu reden bzw. Kritiksucht und Lästerei fangen bereits im Elternhaus an. Eltern sollten zum einen darauf achten, dass sie ihre Kinder nicht ständig unnötig kritisieren, denn das entmutigt sie nur, ohne dass Veränderungen eintreten.

Verletzende Worte können für Kinder verheerende Folgen haben und dazu führen, dass sie selbst anfangen, andere zu verletzen. Es ist viel wertvoller und zielführender, sie für das Gute zu ermutigen.

Zum anderen sollten sich die Eltern hüten, einander oder Dritte ständig zu kritisieren oder über Andere zu lästern. Ständige Kritik und Nörgelei am Partner kann eine Beziehung vergiften, wirkt lähmend und ist lieblos. Man fängt an, sich gegenseitig zu beobachten, und schon mit den Blicken wird das Opfer verurteilt. Das ständige Suchen nach den Fehlern der Anderen, auch der Glaubensgeschwister, ist teuflisch. Es gibt immer wieder Leute, die ihre eigenen eigenwilligen Anschauungen über bestimmte Dinge zu einem allgemeingültigen Gebot machen.

Oft wird dann Nebensächliches zu einer Frage auf Leben und Tod erhoben und diejenigen, die sich nicht daran halten, werden kritisiert. Leider fallen gerade solche Menschen in einer Gruppe am meisten auf, sie selbst merken es jedoch nicht. Gerade das Suchen nach dem Bösen im Anderen bewirkt Böses in einem selbst.

Sie haben Schwächen und Fehler, die sie zudecken wollen, indem sie die Fehler der anderen aufdecken. Einige sitzen stolz und selbstgerecht auf einem so hohen Ross, dass sie selbst den Balken in ihrem eigenen Auge gar nicht mehr sehen können. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt.

Ja, die Zunge, wenn wir nicht lernen, sie im Zaum zu halten, wird uns einmal verurteilen. Andere Menschen für ihre Verfehlungen anzuklagen, ist eine schreckliche Sünde. Wie reagierte unser Erlöser auf die Anklage der Pharisäer über die Ehebrecherin? Jahuschuah war selbstverständlich gegen Ehebruch, denn es war eine schwerwiegende Sünde.

Aber die noch schlimmere Sünde ist der richtende und anklagende Geist des Menschen. Dieser Geist ist der Geist Satans, des Anklägers. Jeder, der diesen Geist hat, schadet sich damit selbst massiv. So finster wie die Nacht, so finster war es in seinem Herzen. Wer seinen Bruder verleumdet und seinen Bruder richtet, der verleumdet das Gesetz und richtet das Gesetz; wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter, sondern ein Richter des Gesetzes.

Einer nur ist der Gesetzgeber, der die Macht hat, zu retten und zu verderben; wer bist du, dass du den anderen richtest? Ja, wer sind wir, dass wir einen anderen richten?

Wir sind alle lausige Sünder. Und derjenige, der den anderen richtet, noch viel mehr. Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen! Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen!

Oft, wenn über einen Anderen etwas Negatives weitergetratscht wird, sind die Hintergründe und Fakten gar nicht bekannt. Es führt zu Uneinigkeit und Streit, wo Friede herrschen sollte. Der Messias segnet deshalb diejenigen, die Frieden stiften Matthäus 5,9.

Negative Kritik und Lästerei verhindern Friede und Liebe. Es kommt auch vor, dass einem Mitmenschen seinen Fehler, den er einmal begangen hat, immer wieder vorgehalten wird, obwohl ihm der Allmächtige längst vergeben hat. Als David Uriah ermorden lies, um seinen Ehebruch mit dessen Frau zu verheimlichen, wurde er von den Anderen für den Rest seines Lebens verurteilt Psalm 13, Dabei war ihm von Seinem Schöpfer längst durch das zukünftige Blut Seines Sohnes vergeben, denn David hatte aufrichtig seine schwere Sünde bereut Psalm Denn wenn uns unsere eigene Sündhaftigkeit bewusst wird, werden wir aufhören auf die Verfehlungen Anderer zu schauen.

Wir werden vielmehr unsere Eigenen genauer unter die Lupe nehmen und dafür um Vergebung bitten. Jedes schlechte und falsche Wort, das wir über unsere Mitmenschen sprechen, wird im Himmel aufgezeichnet. Am Gerichtstag werden wir dafür verantwortlich gemacht Matthäus 12,36 ; 2. Korinther 5,10 ; Römer 14, Sind wir bereits unseren Schöpfer am Gerichtstag zu begegnen? Oder sind wir immer noch dabei, über andere zu tratschen, zu lästern und zu urteilen?

Es gibt natürlich auch eine konstruktive Kritik, die nichts mit Kritiksucht oder Lästerei zu tun hat. Eine solche Kritik ist für jeden wichtig, der sie empfängt. Eine solche Rückmeldung zum eigenen Verhalten ist segensreich, denn oft erkennt man selber seine Fehler gar nicht und konstruktive Kritik gibt uns die Chance, etwas in unserem Leben zu verändern. Anstelle über unseren Nächsten schlecht zu reden und ihn negativ zu kritisieren, sollten wir versuchen, ihn zu ermutigen.

Ermutigung zeigt nicht Verachtung für den Anderen, wie bei der Kritiksucht, sondern Wertschätzung. Wir sollten immer die guten Eigenschaften im Anderen sehen und hervorheben und ihn ermutigen die Schlechten abzulegen, weil wir ihn lieben. Eifersucht, Geiz und Habsucht gehen Hand in Hand: Ich will nichts von meinem Besitz und Eigentum abgeben, denn es ist meins. Zudem möchte ich auch noch das, was mein Nachbar hat.

Warum habe ich nicht so eine gute Ausbildung, so viel Geld, eine solche Begabung, eine so gute Stellung? Während der Neid mehr der Groll ist, den man in sich hineinfrisst, weil andere mehr haben als man selbst, wie Ansehen, Status, den Besitz oder Reichtum, ist die Eifersucht mehr das Gefühl der Konkurrenz mit der Person, von der man denkt, sie ist erfolgreicher, und man müsse das nun aufholen oder irgendwie kompensieren.

Er wollte das haben, was er nicht hatte und ihm vom Schöpfer auch nicht zugedacht war. Jeder Krieg auf Erden beginnt mit dem Neid und der Habsucht. Neid erregt Hass, der so weit gehen kann, eine Straftat zu begehen. Wenn man dem Neid und der Eifersucht nicht Einhalt gebietet, kann es schlimme Folgen mit sich bringen, wie viele Überlieferungen in der Bibel zeigen.

Kains Werke waren hingegen so verkehrt, dass der Allmächtige ihm dafür Seinen Segen verweigerte. Sein Opfer, die Früchte des Feldes, waren grundsätzlich annehmbar vgl. Mose 34,26 , aber es fehlte etwas Entscheidendes: Das Blut eines geschlachteten Lammes, welches das zukünftige Opfer des Messias vorschattete 1. Korinther 5,7 , machte die Opfer überhaupt erst notwendig. Kain fehlte der Glaube auf die zukünftigen Erlösung Jahuschuahs aus der Sündenknechtschaft.

Anstelle zu bereuen und ein annehmbares Opfer im Glauben zu bringen, wurde er eifersüchtig auf Abel. Ein weiteres Beispiel ist Ahab, ein König Israels. Leider war er zu allem Übel auch noch mit einer Frau verheiratet, die noch schlimmer war, als er selbst. Er war sehr reich, wollte aber mehr. Als er eines Tages den Weinberg Nabots sah, wollte er diesen unbedingt haben, weil er sich in der Nähe seines Palastes befand. Er bot Nabot an, dass er ihm dafür einen bessern Weinberg geben würde oder ihm diesen bezahlen würde 1.

Nabot wollte den Weinberg jedoch nicht verkaufen, weil JaHuWaH angeordnet hatte, dass die jeweiligen Ländereien, die bei Besitznahme eingenommen wurden, für immer in der jeweiligen Familie bleiben sollten.

Er reagierte auf die Absage völlig dumm und trotzig wie ein kleines Kind. Kann es sein, dass wir auch manchmal so reagieren, wenn wir etwas nicht bekommen, was wir aber gerne hätten? Als sie erfuhr, warum ihr Gatte so missgelaunt war, schmiedete sie den Plan, Nabot einfach umbringen zu lassen, und ihr Plan ging auch auf.

Habsucht hat zum Mord eines unschuldigen Mannes geführt. JaHuWaH aber hat alles gesehen. Ahab und Isebel hatten bereits viele schreckliche Sünden angehäuft, aber diese brutale Tat an Naboth hat das Fass zum Überlaufen gebracht Verse , allerdings hat Ahab seine Tat bereut, im Gegensatz zu Isebel. Auch der Messias wurde aus Neid den Römern ausgeliefert:. Welchen wollt ihr, dass ich euch freilasse, Barabbas oder … [Jahuschuah], den man … [den Messias] nennt?

Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid ausgeliefert hatten. Und auch die Apostel wurden aufgrund des Neides der Juden verfolgt. Solange wir die Qualität unseres Lebens an unserem Besitz, unseren tollen Fähigkeiten, unserer guten Ausbildung, unserer Arbeit, unseres Bankkontos, usw. Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? Zum Teil werden diese Massenveranstaltungen auch über TV übertragen.

Oft wird dabei ein ständiger Appetit nach mehr Wohlstand und Reichtum geweckt, was die TV-Prediger selbst bereits erreicht haben. Keinesfalls will man auf etwas verzichten oder gar Schmach oder Leid ertragen müssen.

Copyright © 2017 · All Rights Reserved · Maine Council of Churches