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Die Aufnahme in diesen prestigeträchtigen und wichtigsten deutschen Aktienindex bietet jeder Aktiengesellschaft Vorteile. Genau wie der DAX, der die nachgefragtesten Aktien berücksichtigen will, soll der Verbraucherpreisindex die von den Verbrauchern am meisten verbrauchten Güter und Dienstleistungen repräsentieren.

Der wohl wichtigste Unterschied zwischen dem DAX und dem Verbraucherpreisindex liegt wohl in der Aufdeckung der Ursachen für mögliche Steigerungen bzw. Diese müssen natürlich nicht zwangsläufig eintreten. Es kann vorkommen, dass Unternehmen ausgegebene Gewinnerwartungen streichen.

Die Aktionäre reagieren prombt und es kommt zur Kursrückgängen. Andererseits kann es passieren, dass der Vorstand bessere Quartalszahlen präsentiert als von Marktanalysten prognostiziert. In diesem Fall vollzieht die jeweilige Aktie einen Kurssprung.

Kurzfristig lassen sich viele Entwicklungen auch auf plötzlich eintretende politische Ereignisse zurückführen. Spitzt sich die politische Lage in einem Land zu oder nimmt die Gefahr eines Bürgerkriegs oder eines Krieges zwischen mehreren Ländern zu, so gehen die Börsen weltweit wahrscheinlich auf Talfahrt. Besonders wenn erdölexportierende Länder von Konflikten bedroht sind, muss mit Kursrückgängen gerechnet werden. Durch eine Erhöhung der Erdölpreise erhöhen sich die Kosten der meisten produzierenden Unternehmen, so dass diese in Zukunft möglicherweise geringere Gewinne verzeichnen.

Im Grunde schwächt jedes Ereignis, das die Welt politischer instabiler macht, die Aktienkurse an den weltweiten Börsen. Werden positive oder negative Nachrichten bezüglich der konjunkturellen Situation publik, beeinflusst das die heimischen und ausländischen Börsen.

In den letzten Jahren konnten dabei Wirtschaftsnachrichten aus den Schwellenländern den DAX entweder beflügeln oder nach unten treiben. Der Otto Normalverbraucher kann zwar einen Anstieg des Preisniveaus zur Kenntnis nehmen, aber über die Ursachen dieser Preisveränderung wird leider nichts ausgesagt. Die Zusammensetzung und die Messmethoden werden bewusst nicht publik gemacht. Daneben gibt es bei der Erhebung des Indexes weitere typische Probleme.

Kommt es bei einzelnen Gütern zu kurzfristig starken Preissteigerungen, tritt häufig das sogenannte Indexzahlproblem auf. Dieses hängt mit der Gewichtung der Güter zusammen und tritt dann auf, wenn die Verbraucher eine vergleichsweise teure Ware oder Dienstleistung durch ein günstigeres Produkt substituieren.

Die Gewichtung für jede Ware und jede Diensleistung wird anhand vergangener Durchschnittsverbräuche festgelegt und auf kurze Sicht nicht verändert. Wenn der Konsument dann kurzfristig wesentlich weniger von einem betrachteten Gut konsumiert und auf eine günstigere Alternative umschwenkt, werden die Lebenshaltungskosten als zu hoch eingeschätzt.

Dieser Fall trat beispielsweise während der Ölkrise in den er Jahren auf. Benzin und Diesel verteuerten sich spürbar. Dieser Preisexplosion begneten die Autofahrer indem sie Autofahrten reduzierten, vermehrt öffentliche Verkehrsmittel nutzten und bei der Anschaffung von Neuwagen eher auf kleinere Modelle zurückgriffen.

Bei der Berechnung des Verbraucherpreisindexes wurde aber weiterhin von der gleichen Verbrauchsmenge an Benzin und Diesel ausgegangen. Da sich während der betrachteten Periode die Preise für Kraftstoffe im Schnitt verdreifacht hatten, ging diese Preisteigerung vollständig in die Kalkulation des Indexes ein. Durch die Überschätzung des Verbrauchs war die ausgewiesene Inflationsrate also wesentlich zu hoch. Neben dem Indexzahlproblem bildet der Verbraucherpreisindex unter Umständen mögliche Qualitätsverbesserungen bei Waren und Dienstleistungen nicht angemessen ab.

Zum Beispiel kommt es durch die zunehmende Verbreitung von Energiesparlampen zu Einsparungen beim Stromverbrauch. Diese qualitative Verbesserung wird beim Preis für Glühbirnen kurzfristig nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für Innovationen die bestehende Güter fast vollständig vom Markt verdrängten.

Dazu zählten beispielsweise die CD oder die Verbreitung günstiger Flugreisen. Schallplatten oder Reisen mit der Bahn oder dem Auto verloren an Bedeutung.

Ein weiterer Bereich in denen Qualitätssteigerungen kaum Eingang in den Verbraucherpreisindex finden ist die medizinische Versorgung. In vielen Fällen werden Operationen durch neu entwickelte Medikamente obsolet. Dadurch ergeben sich Kosteneinsparungen und somit auch nicht erfasste Preisrückgänge.

Weicht die offizielle Inflationsrate stark von der Tatsächlichen ab, hat dies auf die Volkswirtschaft und die Gesellschaft erhebliche Auswirkungen. Im Falle einer um einen bestimmten Prozentsatz als zu hoch angenommenen Teuerungsrate wird die jährliche Produktionsleistung genau um diesen Prozentsatz als zu niedrig ausgewiesen. Die prozentuale Zusammensetzung der im Warenkorb enthaltenen Güter wird seit jährlich durch die Einkommens- und Verbrauchserhebung EVE bei den einzelnen Haushaltungen nachgeführt.

Der Warenkorb enthält nicht nur Lebensmittel, sondern sämtliche Haushaltsausgaben wie Miete, Energiekosten usw. Produkte werden im Laufe der Zeit aufgrund des Technischen Fortschritts verbessert. Einfach ausgestattete Automodelle verschwinden vom Markt. Neue Modelle haben Dinge eingebaut, die noch vor 20 Jahren den teuersten Oberklasse-Modellen vorbehalten waren: Insgesamt gesehen sind in weiten Lebensbereichen Teuerungen durch Entwicklung und Fortschritt zu erklären.

Es wird somit eine Teuerung beobachtet, die teilweise auf einem gestiegenen Lebensstandard, gestiegenen Ansprüchen oder gestiegenen gesetzlichen Anforderungen beruht. Es kann aber auch vorkommen, dass sich die Produktqualität im Zeitablauf verschlechtert, zum Beispiel durch einen gestiegenen Verbrauch an Wasser oder Strom bei Haushaltsgeräten oder Kraftstoff bei Pkw. Um solche Qualitätseffekte zu berücksichtigen und die "reine" Preisveränderung zu ermitteln, verwenden die Statistischen Ämter so genannte Qualitätsbereinigungsverfahren, zum Beispiel die hedonische Methode oder die Verwendung von Optionspreisen.

Der Warenkorb selbst wird hierdurch nicht geändert. Diese Gewichtung muss die tatsächlichen Verbrauchsmengen der Bewohner widerspiegeln. Für unterschiedliche Zwecke müssen verschiedene Warenkörbe definiert werden.

Während für die Messung der Inflation ein möglichst repräsentativer Warenkorb gewählt wird, ist für die Analyse der Ursachen häufig sinnvoll, mit speziellen Warenkörben zu arbeiten. So wird eine Kerninflationsrate ermittelt, in dem Lebensmittel und Energiepreise aus dem Warenkorb entfernt werden. Aus diesem Grund spiegelt die mit Hilfe eines Warenkorbs ermittelte Änderung des Preisniveaus nicht die individuelle Ausgabensituation wider.

Preisänderungen häufig gekaufter Güter werden von den Käufern stärker wahrgenommen. Um diese zu messen, wird ein Warenkorb definiert, der häufig gekaufte Güter des täglichen Bedarfs z. Laut der Website der offiziellen österreichischen Statistikagentur ist die gefühlte Inflation "..

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